Monatsrückblick und 3×3 im Dezember 2023: Tschüss Jahr, du warst super!

27. Dezember 2023
Weihnachtsmarkt in Riga

Dieser Dezember war eindeutig zu kurz. Oder ich hatte zu viele zusätzliche Termine. Jedenfalls habe ich diesen Monat als unglaublich stressig empfunden, aber das ist im Dezember oft so und garantiert kenne nicht nur ich das. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass die diesjährige Adventszeit kürzer war als in den meisten anderen Jahren, da der 4. Advent und Heiligabend auf den gleichen Tag fielen. Neben den “saisontypischen” Terminen hatte ich auch noch Termine beim Zahnarzt, Friseur und Geburtstagsfeiern.

3 Dinge, die in diesem Monat wichtig waren

Welche Themen haben mich in diesem Monat besonders beschäftigt? Was verdient mehr als nur eine kurze Erwähnung? Hier sind meine persönlichen Highlights des Monats:

#1 – Gedanken über meine Technik-Challenge

Sie begann bereits im September, meine persönliche Technik-Challenge. Ich hatte den Kurs Happy-Transformation-Club von Ralf Senftleben belegt, in dem Schritt für Schritt gezeigt wird, wie man bei sich selbst eine Transformation herbeiführen kann. Ein toller Kurs übrigens, meine ganz klare Empfehlung! Okay, was war nun meine eigene Transformation?

Ralf hatte empfohlen, sich zunächst eine Aufgabe vorzunehmen, die herausfordernd ist, aber nicht zu ambitioniert. Was in diese Kategorie fällt, ist natürlich individuell. Für den einen ist es vielleicht das tägliche Glas Wasser gleich nach dem Aufstehen, die morgendliche kalte Dusche, die tägliche Portion Gemüse oder die 10.000 Schritte pro Tag.

Ich entschied mich dazu, technische Hürden nicht mehr einfach “wegzudrücken”, wobei ich mich immer wieder erwischt hatte. Und zwar nicht, weil ich irgendwelche Technik-Ängste hätte, sondern weil ich mir gerade nicht die Zeit dafür nehmen mochte. Später habe ich sie mir aber auch nicht genommen.

Und so hatte ich immer öfter das Gefühl, dass das nicht so gut ist. Dass die Probleme dadurch nicht aufhören. Und dass das auch anders gehen muss.

Mit anderen Worten: Ich wollte mich zu einer Person entwickeln, die sich um technische Probleme sofort kümmert oder sie wenigstens terminiert und dann auch konsequent löst. Mehr noch: Die ihre Tools kennt und beherrscht. Dazu gehört eben auch, zu wissen, was die Programme, die ich regelmäßig nutze, genau können und wie ich sie am besten einsetze. Ein kontinuierlicher Prozess eben.

Ich habe mir einen Plan gemacht und begonnen, ihn umzusetzen. Ich habe mir eine Datenbank angelegt und dort meine Erkenntnisse gesammelt. Das erste Transformationsziel, das beherzte “Angehen” von Technik-Hürden, das Kennenlernen meiner Tools und das Einsetzen zusätzlicher Hacks habe ich durch einen einfachen “Mindshift” erreicht, so schätze ich es ein.

Nun sind seit Beginn meiner Technik-Challenge allerdings schon einige Wochen vergangen und ich frage mich, wie ich erreichen kann, dass ich das, was ich mal herausgefunden habe (bestimmte Shortcuts zum Beispiel) auch dauerhaft in meinen Workflow integrieren kann, denn sonst habe ich dadurch ja nichts gewonnen.

Früher habe ich mir Fakten oder Vokabeln mit Karteikarten eingeprägt. Vorne stand die Frage, auf der Rückseite die Antwort (z. B. die Übersetzung). In bestimmten Abständen wiederholte ich die Abfrage, so lange bis ich den Lernstoff “im Schlaf” konnte.

Diese Karteikartentechnik gab es später auch auf CD und garantiert gibt es jetzt auch Tools, mit deren Hilfe ich mir digitale “Karteikarten” für meine Technik-Challenge basteln kann. Das wird die Weiterentwicklung meiner Challenge sein – ich werde berichten!


#2 – Ich mach mit bei der Jahresrückblog-Challenge

Jahresrückblicke und gleichzeitig eine Jahresplanung gehören zu meinem Leben, solange ich denken kann. Naja, fast. Aber das Jahresende war für mich schon immer der Moment, in dem ich Bilanz über die vergangenen 12 Monate gezogen und Pläne für das neue Jahr geschmiedet habe. Neu war für mich im letzten Jahr, dass ich meine Pläne nicht für mich allein im stillen Kämmerchen geschmiedet, sondern auf meinem Blog veröffentlicht habe.

Auch diesmal habe ich wieder an der Jahresrückblog-Challenge von Judith Peters teilgenommen. Das heißt, ich bin der Challenge leider nicht so gefolgt wie ich wollte – vor allem, weil ich mir nicht täglich so viel Zeit freischaufeln konnte wie ich wollte. Schade irgendwie, ich liebe Judiths Videos (und das ist eine riesengroße Ausnahme, normalerweise mag ich das Talking-Head-Format nicht so).

Dennoch habe ich am 20. Dezember einen halbfertigen Jahresrückblick veröffentlicht. Halbfertig, das ist absolut okay für mich – Better-done-than-perfect lautet immerhin einer meiner wichtigsten 3 Werte.

Denn das ist ja das Grandiose am Bloggen: Dass wir unsere Texte immer wieder ändern, präzisieren, ergänzen, überarbeiten können. Und genau das soll/sollte zwischen Weihnachten und Neujahr passieren (so wie in den Jahren zuvor auch).

Eine weitere Hürde, die mir eigentlich erst im Nachhinein so richtig bewusst wird, ist eben genau das: Das ich den Jahresrückblog veröffentliche. Denn natürlich gibt es in meinem Leben auch Dinge, Überlegungen, Gedanken, die ich nicht mit der Welt teilen möchte.

Ich habe mich also erst jetzt auf meinen bisherigen Prozess des Jahresrückblicks besonnen und mir erlaubt, eine separate Jahresrückblickdatei anzulegen. Dort “läuft” es irgendwie besser – und was davon auf den Blog kommt, entscheide ich hinterher.

Momentan ändert sich mein Jahresrückblick täglich, und das wird bis Anfang Januar auch so bleiben. Mindestens!

#3 – Mutter-Tochter-Trip nach Riga

Mindestens einmal im Jahr unternehmen meine Tochter Katharina und ich eine gemeinsame Reise. In diesem Jahr verbrachten wir ein Wochenende in Riga, der größten Stadt des Baltikums und Hauptstadt Lettlands. Warum wir uns gerade für Riga entschieden, hatte mehrere Gründe:

Auf der Suche nach einem Termin, der für uns beide gut passt, landeten wir bei Anfang Dezember. In dieser Zeit bietet es sich an, schöne Weihnachtsmärkte zu besuchen. Zudem sollte das Ziel für uns gut erreichbar sein und zwar so, dass wir möglichst viel gemeinsame Zeit dort haben. So kamen wir auf Riga. Flüge gingen von Hamburg und sie waren zeitlich so gut terminiert, dass sich ein Wochenendtrip wirklich lohnt.

Unser Airbnb war in der Nähe der Innenstadt, und zwar im gleichen Gebäude wie die Botschaft von Aserbaidshan.

Unser Airbnb im gleichen Haus wie die Botschaft von Aserbaidshan

Wie bereits bei unserem Koblenz-Wochenende im September war ich wieder einmal erstaunt, wieviel schöne, spannende, interessante Momente man an einem einzigen Wochenende erleben kann.

Katharina und ich auf einem der vielen Weihnachtsmärkte

Wir hatten eine Stadtführung, besuchten drei Weihnachtsmärkte, gönnten uns ein Massage und jeden Abend Konzerte von lokalen Bands.

Stadtführung durch Riga …
… und anschließend Bummeln in Innenstadt
Auf dem Innenstadt-Weihnachtsmarkt. Die Speisen haben wir nicht getestet, aber der Glühwein war hier besonders lecker!

Wir bummelten durch die autofreie Innenstadt und bewunderten die facettenreiche, interessante Architektur – sowohl traditionelle Holzhäuser als auch beeindruckende Jugendstilbauten.

Eins der vielen traditionellen Holzhäuser …
… und prachtvolle Jugendstilgebäude

Anfangs war uns gar nicht aufgefallen, dass es in den Straßen nahe der Rigaer Innenstadt kaum anders aussieht als beispielsweise in Hamburg-Eppendorf, wo Katharina wohnt. Mir war vorher nicht bewusst, dass Deutsche über Jahrhunderte hinweg einen großen Einfluss in Riga hatten, lange die Bevölkerungsmehrheit bildeten und dass sogar die Amtssprache bis Ende des 19. Jahrhunderts Deutsch war.

Das mittelalterliche Schwarzhäupterhaus, ein Wahrzeichen von Riga

Was ich absolut nicht erwartet hatte war die Zahl deutschsprachiger Touristen. Immer wieder schnappten wir deutsche Wortfetzen auf und auch wir wurden gelegentlich angesprochen (”ah, ich höre Deutsch”) oder wissend angelächelt.


3 x 3: Ergebnisse, Erlebnisse, wofür bin ich dankbar?

Die Idee des „3×3 des Monats“ stammt von Katja Scalia. Was habe ich erreicht, was erlebt und was passiert – fast unbemerkt – sonst noch Gutes in meinem Leben?

3 Ergebnisse

#1 An meiner Website habe ich einige Dinge verändert, die mich schon lange gestört haben. Zum Beispiel habe ich die Abstände zwischen den Listenelementen verändert und die Ladezeiten auch in der mobilen Ansicht auf „grün“ gedreht.

#2 Meinen Jahresrückblick habe ich pünktlich veröffentlicht, wenn auch unfertig

#3 Einen wichtigen Auftrag in meinem Sidebusiness habe ich (gerade noch) rechtzeitig abgeschlossen.

3 Erlebnisse

#1 Heiligabend traf sich die Familie bei uns – so wie in jedem Jahr. Natürlich kam auch der Weihnachtsmann!

Bescherung bei uns
Von wegen, es gibt keinen Weihnachtsmann …

#2 Die Weihnachtsfilme, die wir uns gemeinsam mit unserem Weihnachtsbesuch angeschaut haben: Kevin allein zu Haus. Kevin allein in New York. Eine zauberhafte Nanny. Die Söhne der großen Bärin (ich glaube das war damals mein allererster Kinofilm).

#3 Ich weiß nicht, wie viele Laufkilometer ich schon in meinem Leben absolviert habe. Ich bin auch schon mehrere Halbmarathons gelaufen. Aber ich laufe nicht kontinuierlich. Auch meine Sportgewohnheiten verlaufen in Wellen, wie so vieles andere in meinem Leben. Also, im Jahr 2023 war ich keine Läuferin und hatte definitiv keinen Spaß daran. Und doch hatte ich am 2. Weihnachtstag das Bedürfnis, einfach loszulaufen.

Laufstrecke an der Warnow
Die schöne Laufstrecke an der Warnow hatte ich mir für meinen ersten Lauf nach Monaten ausgesucht.

Und auch am nächsten Tag, weil es am Vortag so schön war und besser ging als erwartet. Ich habe eine Erfahrung wiedererlangt, die mir nun wirklich nicht neu ist, die mir aber in den letzten Monaten irgendwie abhanden gekommen war: Wie wunderbar man beim Laufen nachdenken kann. Was für Ideen sich dabei entwickeln. Es ist Zeit, die sich wirklich lohnt! Ob jetzt wieder eine meiner “Laufwellen” beginnt?

3 Dinge, für die ich dankbar bin

Ich bin dankbar dafür …

  • … dass ich liebe Menschen habe, mit denen ich Weihnachten feiern kann.
  • … dass mein Jahr so gut gelaufen ist. So darf es gern weitergehen.
  • … dass mir die Ideen nie ausgehen – auch wenn ich weiß, dass mich diese Eigenschaft zugleich auch hemmt.

Was sonst noch passiert ist

Entenbraten mit Rotkohl und Klößen
Kaum zu glauben, dass ich diese riesige Portion geschafft habe …
  • Geburtstag unserer Enkelin Ida auf dem Weihnachtsmarkt
  • Freundinnentreffen auf dem Weihnachtsmarkt
Pyramide auf dem Weihnachtsmarkt
Pyramide auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt
  • Notion-Sprechstunde
  • Ich habe endlich mal wieder Plätzchen gebacken
Weihnachtsplätzchen im Glas
Plätzchen nach dem legendären Rezept von Frau Kirschke
  • Geburtstagsfeier unserer Freundin Dagmar im Rosmarino
  • Gemeinsames Weihnachtsbaumschlagen mit unseren Freunden Dagmar und Andreas
Weihnachtsbaumschlagen
Diesen Weihnachtsbaum haben wir uns ausgesucht.
Kühlungsborner Hafen
Am vorletzten Tag des Jahres waren wir in Kühlungsborn unterwegs, das machen wir fast jedes Jahr.
Beim Silvester-Coblogging bin ich wieder auf den Geschmack gekommen. Ich werde 2024 wieder öfter dabei sein.

Über diese Themen habe ich gebloggt


Worauf ich mich im Januar 2024 freue

Ich freue mich …

  • … auf einen Monat (fast) ohne Termine
  • … auf Zeit zum bloggen und zum Ideen umsetzen
  • … auf den einzigen Termin des Monats: Die gemeinsame Geburtstagsfeier unserer Töchter in der “Küstenmühle”

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Astrid Engel

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4 Kommentare

  1. Besonders die Fotos vom Ausflug nach Riga habe ich genossen, hab nämlich Lust, auch mal ins Baltikum zu fahren.
    Die Zeit, Weihnachtsmärkte anderswo, aber auch hier bei mir zu besuchen, ist allerdings wohl in meinem Leben abgeschlossen. Es fasziniert nicht mehr.
    Dir wünsche ich ein gutes weiteres Lebensjahr.
    LG
    Astrid

    Antworten
    • Liebe Astrid,
      vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein gutes neues Jahr.
      Wir haben das Baltikum erst vor einigen Jahren „entdeckt“. Wir legten während einer Kreuzfahrt in Tallinn an und waren sehr angenehm überrascht von der Stadt. Bis dahin hatten wir die baltischen Länder als Reiseziel gar nicht so richtig im Blick. Viel Spaß bei deiner Baltikum-Reise, für mich war es wieder mal eine tolle Erfahrung.
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten
  2. Hallo Astrid,
    vielen Dank für den Einblick in deinen Dezember.
    Mich würde brennend interessieren, ob du in Riga auch die Bremer Stadtmusikanten besichtigt hast!? 🫏🐕🐈‍⬛🐓
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2024.
    Liebe Grüße
    Rosi

    Antworten
    • Liebe Rosi,
      oh nein, wie konnte ich das verpassen 😢. Die Bremer Stadtmusikanten in Riga – davon höre ich gerade zum ersten Mal und auch der Stadtführer hat sie uns nicht gezeigt. Naja, so viele Deutsche waren wir ja nicht in der Gruppe. Ich habe mir gerade ein Bild davon angesehen und ich finde, sie sehen genauso aus wie die, die ich vor vielen Jahren mal in Bremen besichtig habe.
      Danke dir für den Anlass, noch einmal nach Riga zu fahren 🙂
      Ich wünsche dir alles Gute für 2024 und danke dir ganz herzlich für dein Feedback 🙂
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten

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