Monatsrückblick April 2026: Lebensverändernd …

28. April 2026
April 2026

Was für ein krasser Monat! Für mich haben sich in diesem April Welten verändert. Hört sich pathetisch an, ich weiß. Aber lies weiter, du wirst gleich verstehen, was mich zu dieser Einschätzung veranlasst.

Meine Claude Cowork Challenge im April

Im März war Claude Cowork DAS Thema in meiner Bubble. Ich konnte mich dem Hype nicht entziehen, und ich wollte es auch nicht. Warum auch? Nach allem, was ich in verschiedenen Webinaren hörte, würde Claude Cowork alle meine Zeitprobleme pulverisieren. Könnte das tatsächlich funktionieren? Auch für mich? Das musste ich einfach ausprobieren.

Eigentlich hatte ich für April schon ein anderes Challenge-Thema im Kopf, aber ich dachte mir: Noch einen Monat kann ich auf keinen Fall warten! Und ich war froh, dass ich mir den Raum geschaffen hatte, mich täglich mit der KI und speziell Claude zu beschäftigen.

Anfangs war es ein wenig frustrierend. Dabei ist es ja nicht so, dass ich erst anfange, mich an die KI ranzutatsten. Im Gegenteil: Ich experimentiere seit 2022 mit Chat GPT und anderen Modellen und auch das Claude-Abo habe ich schon seit längerer Zeit.

Dennoch: Anfangs fand ich die Unterscheidung zwischen Claude Chat und Claude Cowork sehr verwirrend. Die vielen Informationen, die ich vorher aus verschiedenen KI-Webinaren mitgenommen hatte, taten ein Übriges. Ich hatte den Eindruck gewonnen, jetzt würde alles sozusagen auf Fingerschnipps gehen. Hm … bei mir nicht … was mache ich nur falsch?

Irgendwann bin ich sicherer geworden, ohne es zu merken. Ich fühle mich immer noch wie ganz am Anfang, aber manchmal erkenne ich im Gespräch mit anderen: Diese Frage habe ich mir vor drei Wochen auch gestellt …

Und dann wird mir klar, wie viel dieser April für mich verändert hat.

Wahrscheinlich geht das auch nicht anders. Für uns alle ist es neu. Und jeder von uns experimentiert, entdeckt, probiert aus …

Nach und nach habe ich mir meine eigenen Use Cases gebastelt. Inzwischen sprudeln die Ideen für neue Anwendungsmöglichkeiten wie aus dem Nichts! Ich komme kaum hinterher, alles umzusetzen (alles macht die KI eben doch nicht 🫣) – aber das kenne ich ja. Nun dreht sich das Rad nur noch schneller. Und jetzt weißt du auch, was ich mit „lebensverändernd“ gemeint habe …

Meine April-Challenge habe ich Tag für Tag hier dokumentiert:

Meine KI-Praxis-Challenge im April: Was bringt mir Claude Cowork wirklich?

Vibe Coding und mein eigenes Schreibtool

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, mich mit Vibe Coding zu beschäftigen. Zwei Apps, die ich mir damals gebaut habe, nutze ich seitdem fast täglich. Nun hatte ich mich an etwas Größeres gewagt – ein eigenes Schreibtool. Kein Tool, das für mich schreibt, sondern ein Tool, das meine Schreibaufgaben strukturiert.

Ich weiß nicht, ob nur ich das brauche … aber mich hat die Arbeit an meinen bisherigen (sehr kleinen) Büchern so frustriert. Nicht wegen des Schreibens, sondern wegen des Managen der einzelnen Abschnitte, Kapitel etc …

Aber nun wird alles anders!

Das Schreibtool ist noch nicht ganz fertig, und das hat einen ganz einfachen Grund:

Momentan arbeite ich noch an einem anderen Buch, und zwar außerhalb des Schreibtools. Das muss fertig werden, bevor ich – im Schreibtool – mit einem neuen Buch beginne und gleichzeitig mein Schreibtool optimiere. Also in diesem Fall mal ganz bewusste Prokrastination, um mein anderes Projekt nicht aus den Augen zu verlieren.

Das mit dem Vibe Coding mache ich übrigens nicht auf eigene Faust. Falls dich das auch interessiert:

In der Skool-Community Code your ideas* wurde ich “infiziert”.

Unterschätztes Halle und August Hermann Francke

Unser alljährliches Familientreffen mit meinen beiden Brüdern, unseren Partner:innen und manchmal auch unseren Kindern führte uns in diesem Jahr nach Halle. Wir haben uns bisher immer einen Ort ausgesucht, zu dem jemand von uns eine besondere Verbindung hat. Zu Halle gibt es gleich mehrere Verbindungen: Aktuell studiert dort meine Nichte, mein Bruder hat einige Jahre in Halle gelebt und mein Vater und mein Onkel haben an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein studiert.

Als Vierjährige war ich mal in Halle – mein Vater hatte mich mitgenommen auf eine Dienstreise. Ich kann mich kaum daran erinnern (außer an eine ganz bestimmte Leuchtreklame) und fand Halle seitdem ziemlich uninteressant.

Nach diesem Wochenende muss ich sagen: Halle hat so viel mehr zu bieten hat, als ich dachte. Eigentlich schade, dass Halle in der öffentlichen Wahrnehmung so unterschätzt wird.

Es war schon beeindruckend, die Burg Giebichenstein zu besichtigen und später vor den Häusern zu stehen, in denen mein Vater und mein Onkel in den Fünfzigerjahren wohnten. Klingt komisch, ich weiß.

Als mein Bruder die Besichtigung der Francke-Stiftungen vorschlug, dachte ich erst, wir würden in eine Kunstausstellung gehen. Ich hatte noch nie von August Hermann Francke gehört. Was ich während der Führung durch die Franckeschen Stiftungen erfuhr, überraschte mich ungemein. Wie konnte es sein, dass das Werk dieses Mannes so unbemerkt an mir vorbeigezogen war?

August Hermann Francke war ein deutscher Theologe, Pädagoge und Sozialreformer des Pietismus, einer Erneuerungsbewegung innerhalb des Protestantismus. Francke wollte Christentum nicht nur als Lehre verstanden wissen, sondern als gelebte Praxis. Bildung, Armenfürsorge, Disziplin, Bibelstudium und soziale Verantwortung gehörten für ihn zusammen.

Alles, was ich über August Hermann Francke gehört habe, fand ich sehr revolutionär. Unter anderem, dass in seinen Bildungseinrichtungen Mädchen genau die gleichen Chancen hatten wie Jungen. Das war für seine Zeit, das frühe 18. Jahrhundert, äußerst ungewöhnlich.

Warum Herr Ebert mich so überrascht hat

Beeindruckt hat mich an diesem Wochenende nicht nur August Hermann Francke, sondern mindestens ebenso Herr Ebert, der uns fast drei Stunden durch die Stiftungen führte. Er erzählte so begeistert und mitreißend, dass wir vergessen hatten, dass die Führung eigentlich nur 1,5 Stunden dauern sollte.

Anschließend begannen wir zu rechnen. Herr Ebert sagte, er hätte von 1961 bis 1965 studiert, da wird er ja mindestens 20 Jahre gewesen sein. Dann muss er jetzt … nein! Das kann nicht sein! Dieser Mann ist doch niemals über 80 …

Wir hatten ihn auf etwa 70 geschätzt, vielleicht knapp darüber. Unglaublich, was möglich ist, wenn man sich fit hält und Themen hat, für die man sich begeistern kann.

Das finde ich auch aus einem anderen Grund interessant. Ich lese nämlich gerade das neue Buch von Laura Blaschko:

Mein Weg aus einer beginnenden Demenz: 14 Wege, die geistige Leistungsfähigkeit bei Alzheimer zu stärken; Gehirn entgiften, Gedächtnis stärken, Nervenzellen erneuern*

Die Autorin schildert, wie sie mit Anfang 50 feststellte, dass ihre kognitiven Fähigkeiten immer mehr nachließen. Ärzte sagten ihr, sie hätte noch etwa zwei gute Jahre und solle die Zeit doch genießen. Sie wollte sich damit nicht abfinden und beschloss, die zwei Jahre zu nutzen, um ihre beginnende Demenz zurückzudrängen.

Bedrückend, was sie in der Zeit erlebt hat. Scheinbar ist es nicht vorgesehen, etwas gegen Demenz zu unternehmen. Mit sehr viel Disziplin, Hartnäckigkeit und Eigeninitiative und gegen viele Widerstände ist es ihr gelungen, ihr Gehirn zu heilen. Das Buch ist kein medizinisches Fachbuch sondern ein Erfahrungsbericht, aber der Plan, mit dem sich die Autorin ins Leben zurückgekämpft hat, scheint mir plausibel zu sein.

Ich freue mich immer über Menschen wie Herrn Ebert oder Laura Blaschko – sie machen Mut und Lust auf Zukunft.

Was sonst noch passiert ist

  • Mein Buch ist (fast) veröffentlicht.
  • Ich war fast den ganzen Monat krank. Zu krank für Sport, zu gesund, um mich mal komplett rauszunehmen. Irgendwie ging es doch …
  • Freundinnen-Wochenende Lüneburg mit den „drei S“: Schwimmen, Shopping, Sauna …
  • Theaterbesuch mit lieben Freunden: Schnee in Venedig. Schon lange nicht mehr so gelacht 🥰😄😂

Über diese Themen habe ich gebloggt

Worauf ich mich im Mai 2026 freue

  • Ich werde Oma und freu mich total!
  • Meine Fun-Facts-Challenge – nach zwei schwereren, intensiven Monats-Challenges brauche ich jetzt mal was „Leichtes“.
  • Noch einmal Lüneburg – diesmal mit Hannes, meinem Mann.
  • Meine Freundin Kerstin wird 65 und wir feiern gemeinsam in Berlin.

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Über mich

Astrid Engel

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