Monatsrückblick August 2023: Es geht bergauf!

6. September 2023
Leuchtturm und Großsegler bei der Hanse Sail in Warnemünde Warnemünde

Im August war ich zwar noch nicht wieder gesund, aber es ging täglich bergauf. So konnte ich schon wieder allerlei machen. Dass von Sommer in diesem August kaum die Rede sein konnte, fand ich nicht so schlimm. Denn so konnte ich meinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen, ohne etwa wegen schönen Wetters ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich habe also gelesen, Onlinekurse absolviert, meine Website optimiert und Blogartikel veröffentlicht. Und als mir beim Monatsrückblick in meinem neuen Notion-Workspace die erledigten Aufgaben des Monats angezeigt wurden, war ich erstaunt. Wow, so viel erledigt!

Meine wichtigsten Erkenntnisse und Erlebnisse des Monats teile ich hier mit dir.

Am 12. auf der Rostocker Hanse Sail

Die Hanse Sail findet in Rostock immer am zweiten Augustwochenende des Jahres statt. Sie ist seit Anfang der neunziger Jahre immer gewachsen – bis zum Wechsel des Organisationsteams, einem neuen Konzept und einer pandemiebedingten Pause.

Segelschiffe in Warnemünde
Großsegler in Warnemünde

Die heutige Hanse Sail ist nicht mehr so groß wie in früheren Zeiten, in denen auf mehreren Bühnen bekannte Bands spielten und sich kein Rostocker (jedenfalls niemand, den ich kenne) der Begeisterung für die Sail entziehen konnte. Es sind auch nicht mehr so viele Segelschiffe dabei.

Großsegler bei der Ausfahrt in Richtung Ostsee
Ausfahrt in Richtung Ostsee

Ich musste wieder einmal feststellen, dass meine Euphorie für die Hanse Sail ein wenig nachgelassen hat. Dennoch – die Sail ist immer noch ein Highlight, nur eben eine Nummer kleiner. Und natürlich war ich auch unterwegs „Schiffe gucken“. Zufällig war an dem Tag auch noch der 12. August – 12 von 12-Tag.

Onlinekurse – bin ich so anders als „alle“ anderen?

Immer wieder höre ich, dass Selbstlernkurse nicht funktionieren würden, weil die Käufer sie sowieso nicht absolvieren. Diese Kurse würden angeblich nur deshalb gekauft, weil die Käufer dem Trugschluss unterliegen, sie könnten sich alleindurch den Besitz des Kurses Wissen aneignen bzw. die gewünschte Transformation durchlaufen. Diese Menschen würden sich immer wieder neue Kurse kaufen und diese ohnehin nicht umsetzen. Funktionieren würden nur betreute Gruppenkurse oder 1:1-Coachings.

Wenn ich das höre oder lese, überlege ich immer, ob das auf mich auch so zutrifft. Und ganz ehrlich: Bei mir ist es anders. Für mich sind Selbstlernkurse ideal.

Ein kurzer Erklärungsversuch.

Ich habe immer mehrere parallel laufende Themen, die mich interessieren – und das bedeutet, dass ich mich auf jedem dieser Gebiete weiterbilden und weiterentwickeln möchte. Diese Themen „bearbeite“ ich aber niemals alle gleichzeitig, das würde nicht funktionierten. Die Ressourcen habe ich einfach nicht.

Meine Interessen wechseln sehr schnell und sprunghaft. Dann bin ich froh, wenn ich einen passenden Onlinekurs habe. Stell dir das so vor:

Bei mir ist immer ein einziges Thema zur Zeit präsent. Beispielsweise befasse ich mich mehrere Tage intensiv mit Suchmaschinenoptimierung, optimiere einiges an meiner Website und an einzelnen Blogartikeln. Kaum habe ich ein Zwischenergebnis erreicht, mit dem ich erstmal zufrieden bin, ploppt schon das nächste Thema auf.

Dann wende ich mich zum Beispiel meinem Notion-Workspace zu. Auch da gibt es immer viel zu lernen und zu optimieren. Wenn mein Notion-Know-How ein neues Niveau erreicht hat und ich einige Dinge an meinem Workspace verbessert oder ein paar coole neue Funktionen eingerichtet habe, könnte beispielsweise meine „Instagram-Baustelle“ dran sein.

Zu jedem dieser Themen hole ich mir genau dann einen passenden Kurs, wenn ich ihn benötige und arbeite ihn in meinem Tempo durch. Manchmal habe ich auch schon einen passenden Kurs auf meiner Festplatte. Meine intrinsische Motivation ist Antreiber genug, ich benötige keine zusätzlichen Anreize.

Irgendwann, wenn jedes meiner 7 oder 8 aktuellen Thema erst einmal „dran“ war, lande ich wieder bei SEO. Ich habe dann zwar garantiert etwas vergessen aus meiner letzten SEO-Phase, bin aber schnell wieder auf meinem damaligen Stand.

Nicht alle Onlinekurse beende ich. Einige gefallen mir nicht. Manche Themen sind dann doch nicht so passend für mich, wie ich zunächst annahm. Manche beginne ich, pausiere, fange später wieder an, sobald das Thema wieder aktuell für mich ist. Es kann sein, dass ich dann die ersten Lektionen wiederhole.

Im Gegensatz dazu finde ich viele längere Onlinekurse mit einem festen Zeitplan ziemlich nervig, weil ich sie nicht entsprechend meinem Tempo absolvieren kann. Und weil ich mir dafür manchmal definitiv nicht die Zeit nehmen möchte.

Diesmal nur als Zuschauerin: Die BEMER Cyclassic

Die Teilnahme am Jedermann-Radrennen der BEMER Cyclassic in Hamburg ist bei uns seit 20 Jahren ein fester Programmpunkt. Nun musste ich aussetzen, da ich nach meiner Krankheit noch nicht wieder fit war. Mitfahren konnte ich diesmal also nicht, aber es ist ja auch mal ganz schön, einfach nur Zuschauerin zu sein.

4 Rennradfahrer bei der BEMER Cyclassics in Hamburg, kurz vor de Ziel.
Gerrit beim Zielsprint – auf sein Ergebnis kann er wirklich stolz sein.

Erkenntnis zu ADHS bei Frauen

Am letzten Tag des Monats hatte ich eine spannende Erkenntnis zum Thema Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, kurz ADHS. Ich hatte eine gewisse Vorstellung von ADHS, aber bisher hatte ich dazu kleine Jungs vor Augen, kleine „Zappelphilipps“.

Bereits einige Wochen zuvor hatte ich bei Werbetexterin Ina Mewes gelesen, dass sie seit kurzem weiß, dass sie selbst ADHS hat. Ich registrierte es für mich, war erstaunt und vergaß es wieder.

Nun tauchte das Thema in einem Podcast von Zeitplanerin Anita Weiß wieder auf. Anita interviewte in der Folge 142 mit dem Titel „ADHS bei Frauen – was dir wirklich durch den Alltag hilft“ zwei Frauen über ihre Erfahrungen mit ADHS. Als jede von ihnen schilderte, wie sich ADHS sich in ihrem Alltag konkret auswirkt, dachte ich plötzlich: Hey, das kenne ich doch! Sollte ich etwa auch …?

Anita berichtete unter anderem, dass sie sich vor allem deshalb so intensiv mit Zeitplanung beschäftigt, weil sie schon immer nach Wegen und Möglichkeiten gesucht hat, ihre eigenen Herausforderungen auf dem Gebiet zu kompensieren. Das kommt mir doch sehr bekannt vor …

Kein Wunder – denn genau das ist auch mein Antrieb. Auch ich beschäftige mich vor allem deshalb mit Organisation, Produktivität und Zeitmanagement, weil ich nach Wegen suche, um meine Vielfalt, meine Kreativität und meine chaotische Persönlichkeit zu kanalisieren. Ich bin immer auf der Suche nach Lösungen, die zu meiner Persönlichkeit passen, experimentiere gern und probiere vieles aus.

Ich werde mich jetzt weiter mit ADHS befassen – ich ahne, es könnte in irgendeiner Form mein Thema sein.

Darüber habe ich im August gebloggt

  • Du kennst das sicherlich: Überall hörst du von der Bedeutung der Fokussierung. Multitasking wird abgewertet und als ineffektiv abgestempelt. Alle sagen, dass du dich auf eine Sache konzentrieren und deinen Fokus behalten musst, um Erfolg zu haben. Ich finde, dass beides seine Berechtigung hat. Darum geht es in meinem Blogartikel Multitasking oder Fokussierung? Warum du dich nicht entscheiden musst
  • Fühlst du dich manchmal so, als würdest du in einem Ozean von Ideen schwimmen, weil du dich für so viele verschiedene Dinge interessierst? Wenn ja, herzlich willkommen im Club der Scannerpersönlichkeiten! Wir beide wissen aber auch, wie herausfordernd es sein kann, diese Vielfalt zu managen. Deshalb stelle ich dir in meinem Blogartikel Warum Journaling das perfekte Tool für Scannerpersönlichkeiten ist eine sehr effektive Methode vor, die mir dabei hilft, all meine Interessen und Ideen zu kanalisieren: das Journaling! 
  • Kleine Challenges für jeden Tag sind seit vielen Jahren DIE Methode meiner Wahl, wenn es darum geht, etwas Neues zu lernen, etwas an mir und meinem Leben zu verbessern oder unerledigte Dinge aufzuarbeiten. So eine kleine Challenge sieht bei mir so aus, dass ich mir für einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel für 30 Tage, kleine Aufgaben stelle und mich – mir selbst gegenüber – verpflichte, sie zu erfüllen. Ich nenne so eine kleine Challenge auch persönliche Challenge, Self-Challenge oder Mini-Challenge. Genau darum geht es in meinem Blogbeitrag 8 gute Gründe, warum ich mir regelmäßig kleine Challenges für jeden Tag setze

Was aus meiner Sommer-Bucketliste geworden ist

  • Die Hanse Sail in Rostock wollte ich wie in jedem Jahr live erleben – möglichst an jedem der vier Tage. Okay, an drei Tagen habe ich Schiffe gesehen.
  • Ich wollte an der Blogdekade bei TCS teilnehmen, um endlich meine vielen, vielen Artikelentwürfe fertigzustellen. Das hätte noch besser laufen können. Ich habe außer meinem 12-von-12 nur 5 Artikel veröffentlicht, aber dabei sein ist alles.
  • Einen chilligen Tag am Ostseestrand verbringen und baden – das fiel leider aus. Aber bei dem Wetter fiel es mir auch nicht schwer. Vielleicht im September …
  • Die Cyclassics in Hamburg wenigstens als Zuschauerin erleben – darüber habe ich ja schon berichtet.
  • Ich wollte wieder mit dem Rad zur Arbeit fahren, aber Radfahren ist leider noch nicht drin.
  • Mit meinem „Verlobten“ einen romantischen Sommerabend in Warnemünde mit leckerem Essen und Aperol Spritz verbringen. Da hoffen wir auf den September …
  • Mit unserem Boot einen Tag lang auf der Ostsee herumdüsen. Auch das wird auf September vertagt.

Worauf ich mich im September freue

  • Mein Jahresurlaub steht an. Es geht endlich wieder auf Kreuzfahrt: Diesmal umrunden wir Irland und Großbritannien.
  • Außerdem haben wir noch ganz viel für unsere Hochzeit im Oktober zu organisieren.
  • Und meine Zwangs-Sportpause hat ein Ende. Ob ich wieder in meine Sportroutine zurückfinde?

Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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