Im März kümmere ich mich um meine Finanzen. Nein, es ist nichts aus dem Ruder gelaufen. Und ich will auch nicht plötzlich zur Spar-Expertin werden. Dennoch haben sich einige Finanzthemen angesammelt, die ich schon länger vor mir herschiebe.
Wenn du mich kennst, weißt du: Genau dafür sind meine Monats-Challenges da. Vorher schiebe ich Dinge bewusst weg, damit ich mich nicht verzettele – und dann bekommen sie für 30 Tage meine volle Aufmerksamkeit. Diesmal ist das Thema Geld dran.
Früher: Quicken, Kategorien und jede einzelne Ausgabe
Jahrelang habe ich meine Finanzen mit Quicken, einer Finanzsoftware gemanagt. Jede Ausgabe habe ich dort erfasst und kategorisiert. Ja, auch die kleinen Beträge. Dafür wurde ich manchmal belächelt. Warum ich mir so viel Aufwand mache, nur um den Überblick zu behalten.
Für mich war das zwar Aufwand, hat mir aber auch ein gutes Gefühl verschafft. Ich wollte genau wissen, wofür ich wieviel Geld ausgebe. Auch die grafischen Auswertungen haben mich interessiert. Ich mochte diese Mischung aus Struktur und Zahlen. Irgendwann habe ich damit aufgehört. Warum genau, kann ich gar nicht mehr sagen – es ist einfach eingeschlafen.
Vor Kurzem wollte ich wieder einsteigen und musste feststellen: Quicken gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also habe ich recherchiert, mich für eine andere Finanzsoftware entschieden und sie installiert. Beim Einrichten bin ich allerdings nicht sofort weitergekommen. Nicht alle Konten ließen sich auf Anhieb verbinden. Bestimmt keine große Sache, aber es braucht eben Zeit, sich da einmal in Ruhe durchzuarbeiten.
Und genau diese Zeit nehme ich mir im März.
Wenn ich schon dabei bin …
Ich rechne damit, dass die Einrichtung der neuen Software ein paar Tage in Anspruch nimmt. Und wenn ich mich ohnehin mit meinen Finanzen beschäftige, dann kann ich auch gleich die anderen Punkte mitnehmen, die schon länger auf meiner inneren Liste stehen:
- meine Abos einmal bewusst durchgehen.
- meine Kontenstruktur überprüfen. Sind alle Geldflüsse optimal eingerichtet?
- meine Depots nicht nur oberflächlich checken
- justETF sauber einstellen
- Die Flexgold-App noch einmal genauer anschauen
- und alles andere, was sich im Laufe der Zeit angesammelt hat
Scannerleben ist teuer – zumindest manchmal
Ein Gedanke begleitet mich bei dieser Challenge besonders: Dass ein Scannerleben manchmal teuer ist. Nicht, weil ich wahllos Dinge abschließe oder Abos vergesse. Ich weiß sehr genau, welche Tools ich habe und warum ich sie habe. Wenn ich etwas nicht mehr brauche, kündige ich es auch.
Aber viele meiner Themen laufen zyklisch. Mal tauche ich intensiv in ein bestimmtes Thema ein, dann ruht es wieder. Und Monate später kommt es zurück. Das betrifft nicht nur Projekte oder Hobbys, sondern auch Tools und Mitgliedschaften.
Die spannende Frage ist also weniger: „Brauche ich dieses Abo?“
Sondern eher: „Wie gehe ich klug damit um, wenn ich es nur phasenweise nutze?“
Kann ich pausieren? Bleiben meine Daten erhalten? Welche Funktionen stehen mir im Pausenmodus noch zur Verfügung? Was lohnt sich – technisch und finanziell? All das ist vermutlich schnell herauszufinden. Aber es kostet eben Zeit und Fokus. Und beides investiere ich bewusst im März.
Eine Finanz-Challenge ohne großes Ziel
Ich habe mit dieser Challenge kein spektakuläres Ziel. Ich will keine radikalen Veränderungen, keine komplett neue Finanzstrategie, keine großen Einsparungen um jeden Preis. Ich möchte einfach alles einmal gesammelt durchgehen, ohne „Das mache ich später“ …
Am 1. März starte ich mit der Finanzsoftware. Ich schaue mir an, wo ich zuletzt hängen geblieben bin, und mache mir einen Plan für die Einrichtung. Und von dort aus arbeite ich mich Schritt für Schritt durch meine Themen.
Tägliche Updates – so läuft meine Finanz-Challenge
Ab dem 1. März dokumentiere ich hier täglich, wie meine Finanz-Challenge läuft. Was ich einrichte, was ich überprüfe, wo ich hängenbleibe und was ich vielleicht auch wieder anders mache als gedacht. Vielleicht magst du mitlesen, vielleicht bist du selbst auch gerade an einem Finanzthema dran. Dann nimm dir gern mit, was für dich passt.
Dieser Blogartikel ist an Tag 6 der Blogdekade im Februar 2026 entstanden.
Tag 1 – 1. März 2026: Rentenlücke geklärt
Gestern kam per Post meine detaillierte Rentenauskunft, die ich seit einiger Zeit in jedem zweiten Jahr erhalte. Ich kann – Stand heute – etwa 2.400 Euro Rente erwarten. Meine Tochter war entsetzt, dass es so wenig ist, dabei ist mir bewusst, dass meine Rentenerwartung weit oberhalb der Durchschnittsrente liegt.
In dieser Rentenauskunft sind alle bei der Rentenkasse gespeicherten Werte aufgelistet, so dass ich die Möglichkeit habe, eventuelle Lücken rechtzeitig zu klären. Und es gibt eine Lücke, bei der ich nicht ganz sicher bin, woher sie kommt. Denn während meiner Vollzeit-Selbstständigkeit zwischen 2006 und 2011 war ich als Texterin bei der Künstlersozialkasse (KSK) kranken- und rentenversichert.
Warum fehlt mir dann der Zeitraum zwischen 01.01.2010 und 06.02.2011? Das habe ich heute geklärt.
Ich habe in meinen alten Unterlagen Schriftverkehr mit der KSK gefunden. Anfang 2010 änderte ich den Schwerpunkt meiner Selbstständigkeit dahingehend, dass ich nicht mehr schwerpunktmäßig künstlerisch-publizistisch als Texterin für Verlage arbeitete, sondern – ebenfalls als Texterin – in der Immobilienvermarktung. Das hatte ich der KSK angezeigt und um eine Neubewertung gebeten, in deren Folge meine Tätigkeit nicht mehr als künstlerisch-publizistisch anerkannt wurde und ich nicht mehr über die KSK versichert war.
Ich weiß selbst, dass dieses ganze Aktion keine gute Idee war. Sie hat meiner bis dahin okay funktionierenden Selbstständigkeit buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen. Dass sie mich auch noch Versicherungszeiten in der Rentenversicherung gekostet hat, war mir gar nicht mehr so präsent, kommt also auch noch hinzu. In meinem Blogartikel Selbstständig als Scannerpersönlichkeit: Warum es bei mir nicht funktioniert hat habe ich über diese Zeit geschrieben.
Anfang Februar 2011 machte ich einen harten Schnitt und entschied mich, meine Selbstständigkeit zunächst nebenberuflich weiterzuführen. Spoiler: Bei „nebenberuflich“ blieb es auch … und seitdem zahle ich wieder in die Deutschen Rentenversicherung ein.
Nun ist also klar: Diese Lücke in meiner Rentenhistorie gibt es tatsächlich, und es gibt auch nichts mehr nachträglich zu bereinigen.
Tag 2 – 2. März 2026: Start mit der Finanzsoftware
Ab heute ist die Finanzsoftware dran. Was habe ich mir da nur vorgenommen …
Ich musste erst einmal wieder herausfinden, was für eine Software ich mir ausgesucht hatte. Mitte Januar hatte ich sie ausgewählt und begonnen, einzurichten. Schnell war klar, dass ich einige Zeit benötigen werde, das Programm für mich richtig zum Laufen zu bringen und ließ es erst mal sein. Heute habe ich also zum ersten Mal wieder reingeschaut.
Star Money Deluxe 15 heißt das Programm. Im Januar hatte ich schon alle Konten angelegt und den Online-Zugang hergestellt. Bei zwei Konten war mir das leider nicht gelungen. Heute habe ich es bei einem Konto erneut versucht – leider erfolglos. Da auf dem Konto nur wenige Buchungen stattfinden, könnte ich mich auch damit abfinden, das Konto offline zu führen. Aber vielleicht finde ich doch noch eine Lösung.
Bei einem anderen Konto – einem Online-Konto – habe ich alle Buchungen seit Anfang 2025 kategorisiert. Weiter zurück will ich erst mal nicht gehen. Ich nehme an, dass ich auch eine Möglichkeit finden werde, Buchungen automatisch Kategorien zuzuweisen. Aktuell schaue ich mir alles lieber genau an, um die vorgegebenen Kategorien kennenzulernen und mit zu überlegen, welche Kategorien ich mir zusätzlich anlegen kann.
Tag 3 – 3. März 2026: Video-Tutorials zu Star Money
Nun hat die Grippewelle mich wohl doch noch erwischt. Das einzige, wozu ich heute in der Lage war: Ich habe mir einige Youtube-Videos zu meinem neuen Finanzprogramm angesehen. Die hatte ich mir gestern schon rausgesucht, aber da wollte ich mir keine Zeit dafür nehmen. Heute hatte ich sie … und sie haben mir einen ganz guten Überblick verschafft. Wenigstens das …
Tag 4 – 4. März 2026: Weiter geht’s mit den Kategorien
Zum Glück erhole ich mich wieder, ich habe also wieder an meinem Programm getüftelt. Umsätze aktualisiert, weiter Buchungen kategorisiert, neue Kategorien angelegt. Das Zuweisen der Kategorien ist mühsam. Aus einem der Videos, die ich mir gestern angesehen habe, weiß ich, dass das Programm „lernt“. Teilweise habe ich das schon an entsprechenden Abfragen gemerkt. Allerdings suche ich immer noch nach einer Funktion, mit der ich das selbst auslösen kann.
Auch wenn es momentan ziemlich viel Kleinarbeit ist, alles erst einmal einzurichten: Ich frage mich, wie ich es so lange ohne Finanzsoftware ausgehalten habe. Wenn erst mal alles läuft, ist das schon alles sehr praktisch.
Tag 5 – 5. März 2026: Paypal verbinden – klappt leider nicht
Heute habe ich versucht, mein Paypal-Konto zu verbinden. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich nach unendlichen Versuchen und im Dialog mit Chat GPT heruasgefunden habe, warum es nicht funktioniert. Mein Paypal-Konto ist kein Geschäftskonto. Und also ich mein Konto in ein Geschäftskonto umwandeln wollte, musste ich mich entscheiden: Mein bisheriges Konto in ein Geschäftskonto umwandeln oder ein separates Geschäftskonto eröffnen? Da ich mir das noch genauer überlegen will, habe ich die Sache erst mal abgebrochen. Aber – ich bin schon mal ein Stück weitergekommen.
Tag 6 – 6. März 2026: Weiteres Konto verknüpft – dank ChatGPT
Ich habe begonnen, mein Haupt-Girokonto zu kategorisieren. So nach und nach finde ich heraus, wie ich das automatisieren kann. Zum Beispiel habe ich schon mehrere Regeln eingerichtet, das funktioniert gut.
Und – es ist mir gelungen, ein weiteres Konto zu verknüpfen. Das lag an einer wirklich blöden Sache, die ich niemals herausgefunden hätte, wenn mir ChatGPT nicht einen Tipp gegeben hätte. Man muss nämlich an seine Kontonummer eine 3-stellige Benutzerkennung anhängen, „meist 001“ (und mit genau der hat es bei mir auch funktioniert). Verrückt, oder? Was haben wir nur gemacht, bevor uns die KI solche Tipps geben konnte?
Tag 7 – 7. März 2026: Cheat Day
Dieses Wochenende gehört meiner Tochter, nicht den Finanzen. Wir verbringen ein gemeinsames Wochenende in Sankt Peter Ording an der Nordseeküste. Da macht meine Finanz-Challenge eine Pause.

Tag 8 – 8. März 2026: Schwungmasse und Flexgold
Auf dem Rückweg von SPO habe ich mir einen Finanzpodcast angehört, den ich früher regelmäßig gehört, in der letzten Zeit aber etwas aus den Augen verloren hatte. In der Folge „Gehaltserhöhung – und nun?“ des „Schwungmasse“-Podcast geht es um die Folgen der Lifestyle-Inflation: Dass nämlich eine Gehaltserhöhung bei den meisten Menschen zur Erhöhung des Lebensstandards führt, nicht zur Erhöhung der Spar- bzw. Investitionsrate. Das macht unfrei, allein schon, weil man dauerhaft auf ein hohes Gehalt angewiesen ist.
In diese Falle bin ich auch immer wieder getappt. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen, anderenfalls wüsste ich heute genau, was ich machen würde.
Später habe ich mir noch mal einen Überblick darüber verschafft, wo ich bei „Flexgold“ aufgehört hatte: Die App ist eingerichtet, das Identifikationsverfahren abgeschlossen aber ich konnte mich im letzten Jahr doch nicht entschließen, zu investieren. Bei Flexgold investiert man in Gold, baut physische Goldbestände auf, die sicher verwahrt werden. Ich könnte natürlich auch selbst Gold kaufen und im Bankschließfach verwahren. Würde die Gebühren ersparen. Aber ich habe mir noch keine Meinung dazu gebildet.
Tag 9 – 9. März 2026: Drei Monate Buchungen katogorisiert
In meiner Finanzsoftware bin ich die Monate Februar bis April 2025 durchgegangen und habe die Buchungen kategorisiert. Viele Regeln erstellt. Man muss höllisch aufpassen, sich nicht verleiten zu lassen, die Frage „sollen die anderen X Buchungen … auch dieser Kategorie zugewiesen werden?“ versehentlich zu bejahen – sonst wird vieles überschrieben, was man mühsam eingerichtet hat … war mir heute nämlich wieder passiert. Gut, wenn man dann die bereits eingerichteten Regeln erneut anwenden kann, dann ist der Schaden nicht ganz so groß.

Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.






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