30 Tage Coole-Zitate-Challenge – bist du dabei?

28. Mai 2024
Zitate Challenge

Immer wieder begegnen mir Zitate, die mich berühren, statt einfach an mir vorbeizurauschen. Das sind nicht unbedingt die bekannten Zitate berühmter Persönlichkeiten. Mit „coole Zitate“ meine ich besondere Sätze, Sprüche, Aussagen, die mir in meinem Alltag begegnen: In einem Podcast, einem Onlinekurs, in einem Buch und natürlich im realen Leben. Wenn möglich, schreibe ich mir diese Zitate und die jeweilige Fundstelle auf.

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Meine 30-Tage-Challenge: Jeden Tag ein cooles Zitat!

Dennoch habe ich das Gefühl, nicht genug aus diesen Zitaten mitzunehmen. Denn kaum habe ich ein Zitat aufgeschrieben, gehe ich wieder zur „Tagesordnung“ über. Ich nehme mir viel zu wenig Zeit, über das Zitat nachzudenken. Es auf mich wirken zu lassen. Mich zu fragen, warum es mich so anspricht. Was es für mich bedeutet, was ich daraus lerne.

Ich weiß oft also nicht so recht, was ich mit meinen Fundstücken anfangen soll. Meistens bleibt das Gefühl, dass ich dieses Zitat besser “nutzen” kann. Nur wie?

In meinem letzten Monatsrückblick stieß ich auf den April-Rückblick von Katja Scalia, die dort über ein Zitat schrieb, das sie durch den ganzen Monat begleitete. Und genau dieses Zitat wirkte dann auch bei mir noch mehrere Tage nach und fand Eingang in meine Coole-Zitate-Datenbank.

Deshalb meine Coole-Zitate-Challenge.

In diesem Monat möchte ich mich intensiv mit den Zitaten befassen, die mich in irgendeiner Weise bewegen. Und ich will versuchen, in Worte zu fassen, warum das so ist.

Bevor es losgeht, lass uns zunächst einmal grundsätzlich über Zitate sprechen.

Was ist ein Zitat und was nicht?

Ein Zitat ist eine wörtliche Wiedergabe von Aussagen oder Texten, die jemand anderes verfasst oder gesprochen hat. Wir nutzen Zitate oft, um die Worte einer anderen Person direkt wiederzugeben und würdigen dadurch ihre Weisheit, Autorität oder Originalität. Aber wann genau sprechen wir von einem Zitat und wann nicht? Hier ein paar Merkmale und Beispiele:

Wann sprechen wir von einem Zitat?

  1. Wörtliche Wiederholung: Ein Zitat gibt die genauen Worte einer anderen Person wieder, ohne Veränderungen oder Paraphrasierungen. Zum Beispiel: „Der Weg ist das Ziel“ von Konfuzius.
  2. Quellenangabe: Zitate sollten idealerweise mit einer Quellenangabe versehen werden, um die Herkunft der Aussage klar zu machen. Zum Beispiel: „Der Weg ist das Ziel“ (Konfuzius).
  3. Direkte Rede: Zitate sind in direkter Rede formuliert und oft in Anführungszeichen gesetzt, um sie als direkte Worte einer anderen Person zu kennzeichnen.

Wann sprechen wir nicht von einem Zitat?

  1. Paraphrase: Eine Paraphrase gibt die Idee oder den Sinn einer Aussage in eigenen Worten wieder, ohne die genauen Worte der ursprünglichen Quelle zu verwenden. Beispiel: „Konfuzius sagte, dass es wichtiger sei, den Prozess zu genießen, als nur das Ziel zu erreichen.“
  2. Zusammenfassungen: Eine Zusammenfassung fasst den Inhalt oder die Hauptpunkte eines längeren Textes oder einer Aussage zusammen, ohne die exakten Worte zu verwenden.
  3. Eigene Gedanken: Eigene Gedanken, Meinungen oder Interpretationen einer Aussage gelten nicht als Zitat, selbst wenn sie auf einer anderen Quelle basieren.

Beispiele:

  • Zitat: „Ich denke, also bin ich.“ – René Descartes
  • Nicht-Zitat: Der Philosoph René Descartes meinte, dass das Denken die eigene Existenz beweist.

Zitate sind also wörtliche Wiedergaben von Aussagen anderer, die in direkter Rede und oft mit Quellenangaben verwendet werden. Sie unterscheiden sich von Paraphrasen, Zusammenfassungen und eigenen Gedanken durch ihre genaue Worttreue.

Welche Bedeutung haben Zitate für uns?

Zitate haben das gewisse Etwas – sie können uns mit nur wenigen Worten tief berühren. Oft bringen sie komplexe Gedanken auf den Punkt und eröffnen uns neue Blickwinkel. In unserer hektischen Welt, in der wir ständig mit Informationen bombardiert werden, sind Zitate wie kleine Pausen, die uns zum Nachdenken bringen.

Zitate können aber auch Argumente untermauern, Inspiration liefern oder eine bestimmte Stimmung erzeugen. Sie geben unseren Worten Gewicht und verbinden uns mit den Gedanken und Erfahrungen anderer.

Wie Zitate unser Denken und Handeln beeinflussen

Oft erkennen wir die wahre Kraft eines Zitats erst, wenn wir es auf unsere eigenen Erfahrungen und Herausforderungen beziehen. Zum Beispiel erinnert mich das Zitat ‚Der Weg ist das Ziel‘ (übrigens eins meiner Lieblingszitate) daran, dass es nicht nur darum geht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern auch den Prozess und die kleinen Fortschritte zu genießen.

Wie genau funktioniert meine Coole-Zitate-Challenge?

In unserer reizüberfluteten Welt empfinde ich es als ein großes Geschenk, von etwas berührt zu werden. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Monat achtsamer mit den coolen Zitaten umgehen, die mir im Alltag begegnen.

Meine Coole-Zitate-Challenge lautet also: Jeden Tag kommentiere und reflektiere ich am Ende dieses Blogartikels ein Zitat, das mir etwas bedeutet. Noch habe ich keine Ahnung, was mich dabei genau erwartet. Am Ende des Monats werde ich schlauer sein. Bisher stelle ich mir meine Challenge so vor:

Meine Methode zur Reflexion über Zitate

Um das Beste aus dieser Challenge herauszuholen, habe ich mir eine kleine Routine überlegt. Jeden Abend nehme ich mir Zeit, das Zitat des Tages aufzuschreiben und darüber nachzudenken.

Dazu stelle ich mir einige Fragen:

  • Warum hat mich dieses Zitat heute besonders angesprochen?
  • Welche Gefühle hat es in mir ausgelöst?
  • Wie kann ich die Botschaft des Zitats in meinem Alltag anwenden?

Wenn mir an diesem Tag kein neues Zitat begegnet, öffne ich meine Zitat-Schatzkiste und präsentiere eins der Zitate, die ich irgendwann mal aufgeschrieben habe – vorausgesetzt, ich finde es immer noch interessant. Ich hole also das Reflektieren über dieses Zitat nach.

Da ich jetzt schon weiß, dass der Juni für mich Ereignisse bereit hält, an denen ich möglicherweise überhaupt nicht mit Zitaten in Berührung komme, keinen Internetzugang habe oder keine Gelegenheit, meinen Blog aufzurufen, gibt es eine Minimalvariante und Cheat-Days:

  • Minimalvariante: Ich schreibe nur das Zitat auf und füge meine Reflexion dazu später hinzu – oder auch nicht. Diese Minimalvariante darf 5 x stattfinden.
  • Cheat-Days, an denen es überhaupt kein Zitat gibt, gestehe ich mir 3 x zu.

Ich plane, meine Gedanken in meinem Blog zu teilen, um auch andere zu inspirieren, über die Zitate, die ihnen begegnen, nachzudenken. Am 1. Juni geht es los. Machst du mit? Nutze einfach weiter unten die Kommentarfunktion 😊

Meine 30-Tage-Challenge: Jeden Tag ein cooles Zitat!

Tag 1: Was, wenn’s richtig gut wird?

Gelesen bei Katja Scalia – und Katja hat diesen Satz aus einem Newsletter von Tim Schlenzig. Dieser Satz hat sie durch einen Teil des Monats April begleitet und auch ich war gleich angeknipst. Was für ein Satz …

So viel Optimismus, so viel positive Perspektive, so viel Ermutigung.

Ja, es mag sinnvoll sein, auch an Risiken zu denken und daran, was alles schief gehen kann. Es ist verantwortungsvoll. Doch dann brauchen wir als Gegengewicht einen Satz wie:

Was, wenn’s richtig gut wird?

Unbekannt

Was wäre, wenn alles perfekt laufen würde und die bestmöglichen Ergebnisse erzielt würden? Würde es sich nicht lohnen, die Sache anzugehen? Trotz möglicher Risiken?

“Was, wenn’s richtig gut wird?” macht Mut! Mut, sich auf die positiven Möglichkeiten zu konzentrieren, anstatt sich von potenziellen Schwierigkeiten oder negativen Szenarien entmutigen zu lassen. Mega!

Tag 2: Machen ist wie wollen, nur krasser!

Machen ist wie wollen, nur krasser – diesen Satz habe ich erstmals bei Julia Mack gehört. Er fasst zusammen, was wir alle ganz genau wissen: Wir können uns noch so viele kluge, spannende, nützliche, grandiose, umwerfende Dinge ausdenken – solange wir sie nicht umsetzen, existieren sie nicht.

Nur, dass das Wollen so viel leichter ist als das Machen. Das musste ich heute bei meiner Wochenplanung feststellen: Einige Aufgaben der letzten Woche habe ich nicht umgesetzt und musste sie auf die nächste Woche übertragen. Okay, ich hatte auch etwas zu ambitioniert geplant.

Kommt dir bekannt vor, oder?

Klar, das Umsetzen von Plänen ist oft schwer, oft liegt es an einem dieser Gründe:

  1. Angst zu scheitern: Niemand macht gern Fehler, und die Angst davor will erst mal überwunden sein.
  2. Perfektionismus: Wer immer alles perfekt machen will, fängt vielleicht gar nicht erst an, weil es eben nie perfekt sein wird.
  3. Zu viel auf einmal: Große Ziele können total überfordern, sodass du nicht weißt, wo du anfangen sollst.
  4. Bequemlichkeit: Es ist einfach bequemer, in der Komfortzone zu bleiben, statt neue Dinge anzugehen.
  5. Ablenkungen: Viele Interessen und Ideen machen es dir schwer, dich auf eine Sache zu konzentrieren.
  6. Zeitmangel: Oft lässt auch ein voller Terminkalender wenig Raum für neue Projekte.
  7. Selbstzweifel: Zweifel an deinen eigenen Fähigkeiten rauben dir die Motivation.
  8. Fehlende Unterstützung: Wenn niemand dir den Rücken stärkt, ist es schwieriger, dranzubleiben.

Die Lösung? Nimm dir kleine, machbare Schritte vor, fokussiere dich auf das Wesentliche und hole dir Unterstützung, wenn du sie brauchst.

Und: Schreib den Satz

Machen ist wie wollen, nur krasser

Hans-Uwe L. Köhler

auf ein Post-it, klebe ihn dir an den Spiegel oder an den Monitor und starte gleich morgen damit in den Tag.

Tag 3: Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Was verbindest du mit dem Begriff Selbstbewusstsein? Durchsetzungsvermögen, Charisma, Leistungsorientierung, Extraversion, Präsenz in der Körpersprache?

Auch wenn ich es eigentlich besser weiß, verbinde ich mit Selbstbewusstsein im ersten Moment genau diese Begriffe. Dieses Selbstbewusstsein ist meistens laut und dominant, geprägt von einer ständigen Selbstdarstellung und dem Bedürfnis, sich immer wieder zu beweisen. Es scheint, als müssten diese Menschen sich selbst und ihre Erfolge ständig zur Schau stellen, um ihre Bedeutung zu unterstreichen.

Umso mehr gefällt mir die elegante Art des Selbstbewusstseins, die die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach so treffend zusammenfasst:

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

Marie von Ebner-Eschenbach

Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich durch innere Ruhe, Klarheit und Stabilität. Menschen, die gelassen selbstbewusst sind, müssen nicht laut sein oder sich ständig in den Vordergrund drängen. Sie strahlen eine natürliche Souveränität aus, sind weniger ego-getrieben und benötigen keine ständige Bestätigung von außen. Dafür können sie gut zuhören und sind empathisch – schließlich haben sie es nicht nötig, sich immer wieder zu beweisen.

Diese elegante Form des Selbstbewusstseins wünsche ich mir.

Das Zitat erinnert mich daran, dass wahres Selbstbewusstsein nicht laut und aufdringlich sein muss. Es kann auch still, beständig und anmutig sein.

Tag 4: Ich muss Dinge nicht besitzen, um mich an ihnen zu erfreuen

Diese Erkenntnis verdanke ich Madame Moneypenny, die darüber vor einiger Zeit in ihrem Podcast sprach. Es ging darum, nicht jedem spontanen Kaufimpuls sofort nachzugeben, nur weil etwas gut gefällt.

Schade, dass ich diesen Satz nicht schon vor Jahren verinnerlicht habe, er hätte mich vermutlich vor unüberlegten Ausgaben, Fehlkäufen und einigen Schrankleichen bewahrt.

Ich muss Dinge nicht besitzen, um mich an ihnen zu erfreuen

Madame Moneypenny

Auch wenn es in dem Podcast tatsächlich um „Shopping“ im klassischen Sinne ging – für mich hat dieser Satz auch noch eine weitere Bedeutung. Nämlich, dass eine gewissen Gelassenheit materiellen Dingen gegenüber glücklicher und zufriedener macht.

Tag 5: Ein Haus rein zu halten, ist wie in einer Drehtür gefangen zu sein.

Ach nee, wird Dusty jetzt auch noch poetisch? Dusty, das Staubmonster aus meiner Tody-App, ist mein Gegner in der „Dusty-Challenge“, meiner monatlichen Haushalts-Challenge.

Dusty hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Heute war es dieser:

Ein Haus rein zu halten, ist wie in einer Drehtür gefangen zu sein.

Dusty, Staubmonster

Dusty meint damit wohl: So wie man in einer Drehtür immer wieder im Kreis geht und nie wirklich rauskommt, fühlt es sich an, als ob man bei der Hausarbeit nie fertig wird. Aber vermutlich kennt er mein Workbook Bye-bye Putzfrust nicht:

Bye-bye Putzfrust!

Hier sind 13 Putzhacks für dich, mit denen das Saubermachen schnell geht und Spaß macht.

Lade dir jetzt das Workbook herunter:

Nachdem ich die Dusty-Challenge im letzten Monat haushoch gewonnen hatte, lag ich heute früh 11 Punkte zurück. Das hat Dusty offenbar zu diesem bildhaften Vergleich animiert. Erkenne ich da so etwas wie Mitgefühl?

Sieht gerade nicht gut aus für mich 🫣

Aber der Monat ist noch lang – noch ist alles drin!

Wenn dich Gamification im Haushalt interessiert, erfährst du in diesem Blogartikel mehr darüber:

Haushalts-Challenge mit der Tody-App: In 7 Schritten zur entspannten Putzroutine

Tag 6: Gefühle folgen Gedanken. Wir können sie einladen, aber auch wieder ausladen.

Dieses Zitat von Karrierecoach Martin Wehrle erinnert mich daran, dass ich mich früher oft sehr geärgert habe und wütend war. Über alles mögliche, vor allem aber über andere Menschen in meinem Umfeld. Lange fand ich das auch normal. Gehört eben zum Leben dazu, dachte ich.

Bis ich irgendwann einen Karrieretest absolvierte, für den ich einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen musste. Bei dieser Gelegenheit lernte ich den Begriff „Frustrationstoleranz“ kennen. Die war bei mir nämlich äußerst gering ausgeprägt. Das blieb auch noch lange so.

Erst viel später entschloss ich mich, an meiner Frustrationstoleranz zu arbeiten. Ich machte mir bewusst, dass ich mir selbst am allermeisten schade, wenn ich mich ärgere – denn der jeweilige „Auslöser“ wusste oft nicht einmal, dass ich wütend war.

Dieser Gedanke war entscheidend dafür, dass ich Schritt für Schritt gelassener wurde. Heute lasse ich weder Frust noch unkontrollierte Wut zu – jedenfalls nicht für längere Zeit. Inzwischen weiß ich nämlich genau, mit welchen Gedanken ich meine Gefühle lenken kann:

Gefühle folgen Gedanken. Wir können sie einladen, aber auch wieder ausladen.

Martin Wehrle

Heute fällt mir in meiner Umgebung immer wieder auf, wie viel Lebensenergie mit sinnlosem Ärger verschwendet wird. Wenn zum Beispiel immer wieder voller Frust über den unmöglichen Chef gewettert wird, während der wahrscheinlich gerade seinen Feierabend genießt. Wer nimmt hier gerade Schaden? Wäre es nicht viel klüger, die negativen Gedanken einfach „auszuladen“ und ebenso einen schönen Abend zu erleben?

Tag 7: Wenn etwas ein Spiel ist, scheint es uns leichter zu fallen, Anstrengung aushalten zu können.

Wie du vielleicht weißt, bin ich ein großer Fan von Gamification. Ralf Senftleben offenbar auch, denn genau das meinte er mit seinem Satz:

Wenn etwas ein Spiel ist, scheint es uns leichter zu fallen, Anstrengung aushalten zu können.

Ralf Senftleben

Er sprach darüber – ich glaube, es war in seinem Podcast – wie erstaunlich es doch ist, dass Leistungssportler alles geben, nur um ein Spiel zu gewinnen. Dann strengen Menschen sich unglaublich an und erbringen Höchstleistungen, obwohl sie es eigentlich nicht müssten. Stimmt. Auch ich funktioniere so, nicht nur beim Sport.

Auch mir hilft eine spielerische Herangehensweise an Aufgaben und Herausforderungen, motiviert zu bleiben und Anstrengungen leichter zu bewältigen. Insofern hat mir das Zitat keine überraschenden, neuen Erkenntnisse vermittelt.

Interessant fand ich aber die Feststellung, dass Sportler sich freiwillig extrem quälen können, einfach nur für ein Spiel. Das ist immer noch eine höhere Stufe der Gamification als nur die Motivation zu Aufgaben, die sowieso zu erledigen wären.

Und natürlich freue ich mich, wenn ich mit meinem „Gamification-Faible“ nicht allein bin.

Bereit für deine nächste Challenge?

Mach den Quiz und finde heraus, welche Challenge am besten zu deiner Persönlichkeit passt:

Tag 8: Wenn es nur einer Person hilft, ist es gut genug.

Das heutige Zitat habe ich gerade im Podcast von Sandra Holze gehört. In Folge #195 ihrer Marketingshow zum Thema „Wie du LinkedIn 2024 für dein Business nutzt“ interviewt sie Bewerbungscoach und LinkedIn-Expertin Selma Kuyas. Das Zitat bezieht sich auf die Angst, auf LinkedIn aktiv zu werden, da an den dort veröffentlichten Content wegen des Businessbezugs der Plattform wesentlich höhere Anforderungen gestellt werden als an Content für Instagram oder Facebook.

Diese Angst kann ich sehr gut nachvollziehen. Selma Kuyas übrigens auch – zumindest ging es ihr bis 2019 ebenfalls so. Heute hat sie sich von dem Wunsch verabschiedet, jeder und jedem zu gefallen. Es müssen sich nicht Tausende angesprochen fühlen. Wichtiger ist ihr heute, genau eine einzige Person zu inspirieren. Deshalb ist ihr Motto, bezogen auf ihre Posts:

Wenn es nur einer Person hilft, ist es gut genug.

Selma Kuyas

Das allgegenwärtige Trauma, das sich hinter Fragen wie „Bin ich gut genug?“, „Ist mein Angebot gut genug?“ oder „Ist mein Content gut genug?“ verbirgt, kennen wohl alle, die mit ihrem Content und ihren Angeboten mehr oder weniger sichtbar sind: Die Angst vor der öffentlichen Meinung. Selmas Satz kann helfen, den inneren Kritiker in Zaum zu halten.

Tag 9: Schmerz ist eine Währung für Erfolg.

Das ist ein Satz aus einem Podcast von Tim Gelhausen. Gibt es Erfolg über Nacht? Erfolg ohne Mühe? Wie gern würden wir glauben, dass es nur der richtigen Methode bedarf – und schon ist er da! Aber so funktioniert das nicht, und das wissen wir eigentlich. Jedem vermeintlichen Erfolg „über Nacht“ sind Schmerz, Anstrengung und harte Arbeit vorausgegangen.

Schmerz ist eine Währung für Erfolg

Tim Gelhausen

Tag 10: Wenn wir unsere Pläne nicht umsetzen, brechen wir ein Versprechen, das wir uns selbst gegeben haben.

Wieder einmal hat mich Julia Mack zum Nachdenken angeregt. Das heutige Zitat stammt aus ihrer Podcastfolge #97 Warum ist Planung für mich als Scannerpersönlichkeit so schwierig?

Anschaulich schildert Julia eine Spirale, die sich in Gang setzen kann, wenn wir unsere Pläne nicht in die Tat umsetzen. Wenn wir Versprechen uns selbst gegenüber nicht so ernst nehmen wie Versprechen anderen Personen gegenüber.

Wenn wir unsere Pläne nicht umsetzen, brechen wir ein Versprechen, das wir uns selbst gegeben haben und untergraben unser Selbstbewusstsein.

Julia Mack-Amanatids

Wenn wir ein Vorhaben planen und dann doch nicht umsetzen, schwächen wir unser Vertrauen in uns selbst, in unsere Umsetzungskraft. Dies kann zu Selbstzweifeln führen. Dazu, dass wir an unseren Fähigkeiten zweifeln, zukünftige Ziele zu erreichen. Kein gutes Signal an unser Selbstbewusstsein!

Daraus kann ein Teufelskreis entstehen: Immer wieder scheitern wir, weil wir das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten verloren haben – eine sogenannte sich selbst erfüllende Prophezeiung setzt sich in Gang: Unser Mangel an Selbstvertrauen führt dazu, dass wir weiterhin nicht erfolgreich sind, was wiederum unser Selbstvertrauen weiter schwächt.

Will man das?

Tag 11: Mehr Mut zu JOMO!

Mein heutiges Zitat des Tages stammt von Alexandra Polunin, genauer gesagt aus ihrem neuen Buch „No Social Media“. In ihrer aktuellen Podcastfolge liest sie das erste Kapitel vor. Darin empfiehlt sie „JOMO“ in Bezug auf die Nutzung der sozialen Medien.

Was bedeutet JOMO?

Bei JOMO (Joy of Missing Out) geht es darum, Freude daran zu finden, bewusst auf bestimmte Aktivitäten oder soziale Ereignisse zu verzichten. Im Gegensatz zu FOMO (Fear of Missing Out), bei dem man Angst hat, etwas zu verpassen. Es geht darum, die eigene Zeit und Energie für Dinge zu nutzen, die einem wirklich wichtig sind und Freude bereiten, anstatt sich von dem Druck leiten zu lassen, überall dabei sein zu müssen.

Mehr Mut zu JOMO!

Alexandra Polunin

Im konkreten Fall meint Alexandra Polunin den Druck, die sozialen Medien zu nutzen, obwohl wenn man keine Lust dazu hat.

Ich finde das sehr interessant. Ich selbst verbringe nur sehr wenig Zeit in sozialen Netzwerken, einfach weil ich wenig Spaß daran habe und mir andere Sachen wichtiger sind. Mir ist einfach meine Zeit zu schade dafür.

Und doch schaue ich immer mal rein. Dann sehe ich, dass andere dort anscheinend mehrere Stunden täglich verbringen – und mir kommen gelegentlich Zweifel: Vielleicht „muss“ man das ja doch machen?

Alexandras Zitat hat mich heute daran erinnert, dass ich natürlich nicht „muss“!

Tag 12: Ich suche meinen Weg und finde ihn, indem ich ihn gehe.

Dieser Satz von Judith Peters ist eine klare Aufforderung zur Umsetzung. Wir können uns noch so lange und detailliert überlegen, welchen Weg wir einschlagen wollen – ob es der richtige ist, wissen wir erst, wenn wir ihn gehen. Deshalb:

Ich suche meinen Weg und finde ihn, indem ich ihn gehe.

Judith Peters

Judith hat übrigens recht. Sie hat mich mit dieser Aussage zum Handeln motiviert und ich sehe meinen Weg immer klarer vor mir. Danke, liebe Judith!

Tag 13: Ich sehe das Bessere und billige es, dem Schlechteren gehe ich nach.

Diesmal ein historisches Zitat:

Ich sehe das Bessere und billige es, dem Schlechteren gehe ich nach

Ovid, römischer Epiker

Ovid beschreibt mit seinem Zitat den inneren Konflikt, bei dem man weiß, was richtig ist, aber trotzdem aus verschiedenen Gründen das Schlechtere tut.

Interessant finde ich, dass Ovid die Schwierigkeit, immer nach dem eigenen Wissen und den eigenen Überzeugungen zu handeln, offenbar als menschliche Schwäche erkannt hat. Heute, 2000 Jahre später, ist das Thema immer noch hoch aktuell. Bei allem Fortschritt, den es seither gegeben hat – bei diesem Teil des menschlichen Daseins gab es ihn wohl nicht.

Warum tun Menschen oft nicht das, was sie als das Beste erkennen? Daran könnte es liegen:

  1. Gewohnheit: Unsere täglichen Routinen und Gewohnheiten sind stark. Auch wenn wir wissen, dass etwas besser ist, bleiben wir oft beim Vertrauten. Beispiel: Du weißt, dass Joggen gesund ist, aber du entspannst lieber auf der Couch. Die Gewohnheit hat gesiegt.
  2. Bequemlichkeit: Das Bessere zu wählen, ist oft anstrengend oder unangenehm. Wir nehmen lieber den einfachen Weg, auch wenn er nicht der beste ist. Beispiel: Selbst kochen wäre gesünder und preiswerter, aber es ist einfacher, eine Pizza zu bestellen.
  3. Emotionen: Unsere Entscheidungen werden oft von Gefühlen beeinflusst. Auch wenn wir das Bessere erkennen, folgen wir manchmal unseren Emotionen. Beispiel: Du weißt, dass du in einer Diskussion ruhig bleiben solltest, aber deine Wut lässt dich aggressiv reagieren.
  4. Selbstkontrolle: Manchmal fehlt uns die Disziplin. Wir wissen, was richtig wäre, aber halten uns nicht daran. Beispiel: Du willst weniger Süßigkeiten essen, greifst dann aber doch zur Schokolade.
  5. Kurzfristige Belohnung: Oft ziehen wir die sofortige Befriedigung einem langfristigen Vorteile vor. Das Nachteilige erscheint kurzfristig angenehmer. Beispiel: Du weißt, du solltest Geld sparen, kaufst aber ein neues Smartphone mit fancy Funktionen, obwohl dein altes noch funktioniert.
  6. Unsicherheit und Angst: Veränderungen sind oft beängstigend. Auch wenn wir wissen, dass wir von ihnen profitieren würden, bleiben wir beim Bekannten. Beispiel: Ein Jobwechsel wäre gut für deine Karriere, aber die Angst vor dem Unbekannten hält dich zurück.

So komplex und oft widersprüchlich kann unsere Natur sein …

Tag 14: Menschen überschätzen Veränderungen, die auf sie zukommen und unterschätzen ihre eigene Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit.

Gehört heute im Podcast „Lanz und Precht“. Beide sprachen in der heutigen Podcastfolge #145 – Europa nach der Wahl: Klima als Verlierer? darüber, was das Ergebnis der Europawahl für das Klima bedeutet. Fazit: Nichts Gutes. Dabei fiel dieser Satz:

Menschen überschätzen Veränderungen, die auf sie zukommen und unterschätzen ihre eigene Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit

Richard David Precht

Gemeint sind die Ängste vieler Menschen in Bezug auf die Veränderungen, die der Kampf gegen den Klimawandel ihnen abverlangt. In der Praxis ist es oft so, dass Veränderungen im Nachhinein meistens als viel weniger schlimm empfunden werden als zunächst befürchtet. Denn unser Leben ändert sich ständig, und wir können gut damit umgehen. Einige Beispiele:

  1. Berufswechsel:
    Wir haben oft Angst vor einem Jobwechsel, merken aber schnell, dass wir uns gut einarbeiten und ganz neue Stärken entwickeln.
  2. Umzug in eine neue Stadt:
    Ein Umzug scheint anfangs schwierig, doch wir finden uns schnell zurecht und entdecken neue Locations, neue Freizeitmöglichkeiten, ein neues Lebensgefühl.
  3. Technologische Veränderungen:
    Neue Technologien sind zunächst anspruchsvoll, aber nach kurzer Zeit beherrschen wir sie gut und sie erleichtern unseren Alltag.
  4. Lebensverändernde Ereignisse:
    Vor großen Veränderungen wie der Geburt eines Kindes oder einer Scheidung haben wir oft großen Respekt, doch wir wachsen erstaunlich schnell in unsere Rolle hinein und bewältigen sie besser als gedacht.

Ich habe natürlich die große Hoffnung, dass wir auch die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen. Ob das aktuelle Wahlergebnis dafür förderlich ist? Ich wünsche mir sehr, dass Herr Precht sich in diesem Fall irrt …

Tag 15: Wir verstehen nur das, was wir in Beziehung setzen können zu etwas, das wir schon verstanden haben.

Dieses Zitat des Schweizerischen Schriftstellers Rolf Dobelli macht deutlich, warum stures Auswendiglernen zusammenhangloser Informationen so schwer ist. Wir verstehen neue Dinge eben nur, wenn wir sie mit etwas vergleichen können, das wir schon kennen. Indem wir also Neues mit bereits Bekanntem verbinden:

Wir verstehen nur das, was wir in Beziehung setzen können zu etwas, das wir schon verstanden haben.

Rolf Dobelli

Zu diesem Thema gibt es verschiedene interessante Aspekte und Beispiele:

  1. Analogien: Oft nutzen wir Analogien, um neue Konzepte zu verstehen. Zum Beispiel wird das Internet oft mit einem „Netzwerk“ oder einem „Informations-Highway“ verglichen, um das Konzept greifbarer zu machen.
  2. Lernen durch Erfahrung: Kinder lernen viele Dinge, indem sie sie mit bereits bekannten Erfahrungen vergleichen. Zum Beispiel lernen sie, dass ein Ball rund ist, weil sie schon vorher runde Objekte wie Äpfel oder Orangen gesehen haben.
  3. Metaphern in der Sprache: Unsere Sprache ist voller Metaphern, die helfen, komplexe Ideen verständlicher zu machen. Wenn wir sagen, jemand ist ein „Fels in der Brandung“, verstehen wir sofort, dass diese Person stabil und verlässlich ist, weil wir Felsen als stabil und unveränderlich kennen.
  4. Wissenschaftliche Erkenntnisse: In der Wissenschaft werden neue Entdeckungen oft durch Vergleich mit bekannten Theorien gemacht. Ein berühmtes Beispiel ist die Entdeckung der Struktur der DNA durch Watson und Crick, die auf bereits bekanntem Wissen über chemische Bindungen basierte.
  5. Technologie: Viele Technologien sind leichter verständlich, wenn sie mit alten verglichen werden. Frühe Autos wurden oft als „Pferdekutschen ohne Pferde“ beschrieben.

Seitdem ich das weiß, versuche ich über neue Informationen nachzudenken und ganz bewusst – schriftlich – mit meinem bisherigen Wissen in Verbindung zu bringen. Vorausgesetzt natürlich, ich will es mir merken.

Tag 16: Sorgen sind wie Schneebälle. Je länger wir sie wälzen, umso größer werden sie.

Wieder einmal ein interessanter Gedanke von Karrierecoach Martin Wehrle, den ich unbedingt für mich festhalten möchte:

Sorgen sind wie Schneebälle. Je länger wir sie wälzen, umso größer werden sie.

Martin Wehrle

Sorgen und Ängste werden immer größer und erdrückender, wenn man ihnen zu viel Aufmerksamkeit und Gedanken widmet. Genau wie ein Schneeball, der größer wird, je länger man ihn im Schnee rollt, wachsen Sorgen, wenn man ständig darüber nachdenkt, anstatt sie loszulassen oder aktiv an einer Lösung zu arbeiten.

Dieser bildhafte Vergleich passt doch perfekt zum gestrigen Zitat, oder? Ich sehe den immer größer werdenden Problem-Schneeball direkt vor mir …

Grübeln verstärkt Probleme also, anstatt sie zu lösen. Warum ist das überhaupt so? Hier habe ich einige Aspekte zusammengetragen, die dies näher erklären:

  1. Verstärkung durch Aufmerksamkeit: Wenn wir uns auf eine Sorge konzentrieren, denken wir oft immer wieder darüber nach. Diese wiederholte Aufmerksamkeit kann die Sorge größer und bedeutender erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist. Unser Gehirn neigt dazu, das, worauf wir uns fokussieren, zu verstärken.
  2. Gedankenschleifen: Sorgen führen oft zu sogenannten Gedankenschleifen. Man grübelt immer wieder über das gleiche Problem nach, ohne zu einer Lösung zu kommen. Diese Schleifen können sich verselbstständigen und immer negativer werden, ähnlich wie ein Schneeball, der beim Rollen mehr Schnee aufnimmt und größer wird.
  3. Emotionale Intensivierung: Je länger wir uns mit Sorgen beschäftigen, desto intensiver werden die damit verbundenen negativen Gefühle wie Angst, Stress oder Unsicherheit. Diese Emotionen können uns zusätzlich belasten und die Sorgen noch überwältigender machen.
  4. Realitätsverzerrung: Durch ständiges Grübeln verlieren wir oft den Blick für die Realität. Kleine Probleme erscheinen riesig und unlösbar, weil wir in unseren Gedanken gefangen sind. Am Ende nehmen wir die Situation schlimmer wahr, als sie tatsächlich ist.
  5. Handlungsunfähigkeit: Wenn wir uns ständig sorgen, kann dies zu einer Art mentaler Lähmung führen. Wir sind so mit unseren Sorgen beschäftigt, dass wir nicht mehr in der Lage sind, klar zu denken oder praktische Lösungen zu finden. Der Schneeball der Sorgen wird so groß, dass er uns überwältigt und wir das Gefühl haben, nichts tun zu können.
  6. Negative Kettenreaktionen: Sorgen können sich auch auf andere Lebensbereiche auswirken und eine Kettenreaktion negativer Gedanken und Gefühle auslösen. Ein Problem auf der Arbeit kann zum Beispiel zu Sorgen über die finanzielle Sicherheit führen, was wiederum zu Spannungen in persönlichen Beziehungen führt.

Zusammengefasst: Je länger und intensiver wir uns mit unseren Sorgen beschäftigen, desto größer und belastender werden sie. Auch wenn es vielleicht nicht immer einfach ist – der Schlüssel liegt darin, diese Gedankenschleifen zu durchbrechen, Lösungen zu suchen und unsere Sorgen nicht unnötig zu „wälzen“.

Tag 17: Ich komme da an, wo ich hinschaue! 

Gelesen im Newsletter von Gabi Kremeskötter und notiert, weil … wahr und cool! Erst einige Tage später ist mir bewusst geworden: Der Satz ist mehr für mich als einfach nur ein kluges Zitat über die Macht der Konzentration und Fokussierung auf das, was man erreichen möchte.

Ich komme da an, wo ich hinschaue! 

Gabi Kremeskötter

… ist sowas wie mein persönlicher Leitstern. Das, was mich antreibt.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man seine Ziele erreicht, wenn man sie im Blick behält. Dass die eigene Aufmerksamkeit und Ausrichtung entscheidend dafür ist, wohin man im Leben gelangt.

Indem du also deine Gedanken und Energie auf ein bestimmtes Ziel richtest, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dieses Ziel auch zu erreichen.

Mehr Tipps, Ideen und Lifehacks für Vielbeschäftigte?

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Tag 18: Was ist der Sinn einer Lektüre, wenn der Inhalt zum großen Teil versickert?

Dieser Satz wird dem Schweizer Autor Rolf Dobelli zugeschrieben. Und weil ich mich das auch frage, findet er Eingang in meine Zitate-Sammlung:

Was ist der Sinn einer Lektüre, wenn der Inhalt zum großen Teil versickert?

Rolf Dobelli

Rolf Dobelli beschreibt in diesem schon etwas älteren Artikel in der Neuen Züricher Zeitung eine interessante Methode, um mehr von den Büchern zu behalten, die man liest: weniger Bücher lesen, dafür aber jedes Buch zweimal! Er ist der Meinung, dass wir oft zu oberflächlich lesen. Deshalb schlägt er vor, nach den ersten zehn Minuten zu entscheiden, ob ein Buch es wert ist, weitergelesen zu werden. Wenn ja, dann sollte man es zweimal hintereinander lesen.

Dobelli sagt, dass man beim zweiten Lesen viel mehr Details und Zusammenhänge entdeckt und das Gelesene besser im Gedächtnis bleibt. Er meint sogar, dass der Effekt des doppelten Lesens zehnmal höher ist als das einfache Lesen.

Diese Methode soll helfen, die Lesezeit effektiver zu nutzen und sicherzustellen, dass die Bücher, die man liest, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich will das auf jeden Fall mal testen. Probier’s doch auch mal aus und schau, ob dir diese Technik hilft, mehr aus deinen Büchern mitzunehmen!

Tag 19: Der Reis wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst.

Dieses chinesische Sprichwort, diese Metapher ist mir heute wieder eingefallen. Ich habe sie vor Jahren bei Alex Fischer gehört. Ich erinnere mich nur noch dunkel an die Story, in die er die Metapher verpackt hatte, ich glaube, es ging um meterhohe Bambuspflanzen … oder verwechsle ich da etwas? Egal, ich werde noch einmal nachlesen. Denn worum es dabei geht, ist klar:

Der Reis wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

chinesisches Sprichwort, gehört bei Alex Fischer

Schlechte Nachrichten für Tschakka-Typen und die, die an sie glauben: Manche Prozesse lassen sich nicht beschleunigen, indem man ungeduldig ist oder versucht, sie zu erzwingen. Sie brauchen einfach ihre Zeit, um sich zu entwickeln.

Das gilt nicht nur im Business, sondern lässt sich auf viele Lebensbereiche übertragen. Hier sind einige Beispiele:

  1. Persönliche Entwicklung: Du kannst deine Fähigkeiten und Kenntnisse nicht über Nacht perfektionieren. Es braucht kontinuierliches Lernen und Üben.
  2. Beziehungen: Freundschaften und Partnerschaften wachsen und vertiefen sich mit der Zeit. Geduld und Verständnis sind entscheidend.
  3. Gesundheit und Fitness: Körperliche Fitness und eine bessere Gesundheit sind das Ergebnis langfristiger, beständiger Anstrengungen und nicht von schnellen, überstürzten Maßnahmen.

Fazit: Geduld, Beständigkeit und das Vertrauen in den natürlichen Prozess bringen oft mehr als hektische oder übertriebene Anstrengungen.

Tag 20: Wenn du dir die Frage stellst, ob etwas so ist, dann ist es nicht so.

Aus einem Podcast von Madame Moneypenny Natascha Wegelin habe ich mir diesen Satz gemerkt:

Wenn du dir die Frage stellst, ob etwas so ist, dann ist es nicht so.

Natascha Wegelin

Für mich hat dieser Satz gleich zwei Bedeutungen. Nämlich:

Unsicherheiten oder Zweifel sind ein Hinweis darauf, dass eine Sache nicht so ist, wie du sie gerne hättest oder wie sie erscheint. Du erkennst daran, dass die richtige Antwort wahrscheinlich „Nein“ lautet. Echte Überzeugung und Klarheit lassen keinen Raum für Zweifel.

Wunderbar ist aber auch, wie dieser Satz das Bauchgefühl ausdrückt, das Menschen wie ich leider viel zu gern unterdrücken. Warum heißt es eigentlich immer: Hinterher ist man immer schlauer …? Ich weiß hinterher oft, dass ich eigentlich schon vorher so ein ungutes Gefühl hatte …

Tag 21: Wenn Routinen Spaß machen, können auch wir Scanner Routinen entwickeln.

Dieses Zitat von Julia Mack habe ich mir schon vor einigen Monaten notiert. Warum? Weil es so wahr ist. Mich hat dieser Satz richtig getriggert:

Wenn Routinen Spaß machen, können auch wir Scanner Routinen entwickeln.

Julia Mack

Scannerpersönlichkeiten und Routinen – das scheint auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenzupassen. Gelten wir doch als unorganisiert, unstrukturiert und angeblich bringen wir nichts zum Abschluss.

Die Wahrheit ist: Wir wollen unsere Sachen auf die Reihe bekommen und wissen genau, was uns daran hindert. Dass wir dafür eine gewisse Struktur und Routinen brauchen.

Das weißt du doch, oder?

Glücklicherweise sind wir so kreativ, dass wir wissen, dass Routinen nicht stinklangweilig sein müssen, sondern richtig Spaß machen können. Deshalb lassen wir uns immer wieder etwas einfallen, damit unsere Routinen spannend bleiben und unser Leben bereichern. Deshalb motivieren wir uns mit Punktesystemen, Challenges und spielerischen Wettbewerben – kurz: wir mögen Gamification!

Das kommt dir bekannt vor? Dann komm in meinen Newsletter. Dort erfährst du am schnellsten über neue Challenges, inspirierende Apps und Routinen, die Spaß machen.

Bereit für deine nächste Challenge?

Mach den Quiz und finde heraus, welche Challenge am besten zu deiner Persönlichkeit passt:

Tag 22: Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat.

Gehört bei Martin Wehrle:

Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat.

Publilius Syrus

Viele der eigenen Fähigkeiten und Talente kennt oder erkennt man tatsächlich oft nicht, bis man eine Gelegenheit nutzt und etwas Neues auszuprobiert. Deshalb finde ich es so wichtig, mutig zu sein und Unbekanntem eine Chance zu geben. Erst durch das Ausprobieren und die praktische Erfahrung kann man herausfinden, was man tatsächlich erreichen oder schaffen kann.

Allerdings, machen wir Scannerpersönlichkeiten das nicht ohnehin schon ständig? Verzetteln wir uns dann nicht noch mehr? Wozu dann noch diese Empfehlung?

Ich meine: Wir lassen uns ohnehin nicht davon abhalten. Dann doch lieber gezielt und ganz bewusst. Vielleicht mit einer persönlichen Challenge, die wir im Anschluss analysieren? Was, wenn’s einfach gut wird?

Tag 23: Wenn die Behandlung nicht anschlägt, solltet du die Diagnose hinterfragen

Steph von Queen of Routine:

Wenn die Behandlung nicht anschlägt, solltet du die Diagnose hinterfragen.

Ärzteweisheit

Tag 24: Wenn sich jemand länger als 15 Sekunden über etwas ärgert, hat es ganz viel mit der Person selbst zu tun.

Wenn sich jemand länger als 15 Sekunden über etwas ärgert, hat es ganz viel mit der Person selbst zu tun.

Vera F. Birkenbihl

Tag 25: Es ist ungemein befreiend, wenn du nicht zu allem eine Meinung haben musst.

Es ist ungemein befreiend, wenn du nicht zu allem eine Meinung haben musst.

Ralf Senftleben

Tag 26: Nichts, was sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß.

Nichts, was sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß.

Tim Gelhausen

Tag 27: Bildung ist das einzige, für das sich Verschulden lohnt.

Bildung ist das einzige, für das sich Verschulden lohnt

Leslie Mandoki

Tag 28: Kleine Scharniere schwingen große Türen

Kleine Scharniere schwingen große Türen

Tim Gelhausen

Tag 29: Wir alle haben 1000 Ideen, wenn wir sie nicht umsetzen, verstopfen sie unseren Kopf.

Wir alle haben 1000 Ideen, wenn wir sie nicht umsetzen, verstopfen sie unseren Kopf.

Judith Peters

Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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6 Kommentare

  1. Liebe Astrid,
    was für eine besondere Idee! Großartig! Ich bin ja absolute Fanin von „kurz und knackig“ 🙂
    Schreibe selbst jeden Tag ein Gedicht, die oftmals aus Tagesgedanken heraus entstehen.
    Bist du bei Instagram oder Facebook? Dann schau dir mein Autorinnenprofil „Juli Norden“ an, dort findest du meine Gedanken … und wer weiß, womöglich inspiriere ich dich zurück?
    Immer Anfang des Monats veröffentliche ich übrigens meine TOP10 – morgen ist es für Mai wieder so weit, aber schau dir gern auch die Älteren an:
    https://www.gabi-kremeskoetter.de/blog/category/autorin-juli-norden/

    Auf alle Fälle werde ich im Juni des Öfteren hier vorbeischauen, interessiert mich, deine Challenge !
    Liebe Grüße
    Gabi

    Antworten
    • Liebe Gabi,
      das ist ja interessant, deine Tagegedanken schaue ich mir gleich mal an. Ich bin sicher, du inspirierst mich zurück – danke dir 😊
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten
  2. hey astrid, da ist sie, deine nächste challenge! so ein tolles thema hast du wieder ausgesucht! da schau ich auf jeden fall mal öfter vorbei im juni! und auch wenn ich mich wiederhole: dieses blogformat ist der hammer! gefällt mir sehr! lg

    Antworten
    • Liebe Iris,
      das darfst du sehr gern wiederholen, auf diese Weise verliere ich nicht die Lust darauf 😊
      Obwohl, bisher ist ja definitiv das Gegenteil der Fall. Die Challenge-Ideen sprudeln nur so … 😍😍
      Freut mich mega, wenn du immer mal wieder reinschaust.
      Liebe Grüße und tausend Dank
      Astrid

      Antworten
  3. hey astrid, so, da hab ich deinen 12von12 kommentiert und dachte mir, wenn ich schonmal hier bin, dann schau ich mal direkt wieder bei deiner aktuellen challenge vorbei und mir ging echt die kinnlade runter: wow, was du da schon alles zusammengetragen und sogar auch noch reflektiert hast! den spruch mit der drehtür und dem haushalt finde ich super! und auch dass sich der weg findet, während man ihn geht! jomo statt fomo sag ich nur! un! be! dingt! ich finde, dass jedes zitat fast schon einen eigenen blogbeitrag wert ist, weil so viel drinsteckt! das ist mal wieder eine echt tolle challenge! richtig cool und ich komm bestimmt nochmal wieder um auch die restlichen zitate noch zu lesen! ich wünsche dir weiterhin viel spaß dabei! lg

    Antworten
    • Hey Iris,
      das mit den eigenen Blogbeiträgen habe ich manchmal auch schon gedacht. Ich werde sie garantiert noch mal irgendwo aufgreifen, das habe ich mir auch schon vorgenommen. Danke dir, dass du das auch so einschätzt.
      Ja, diese Challenge ist etwas herausfordernder als die Sport-Microdosing-Challenge, allein schon zeitlich. Und in diesem Monat liegt einiges an, allein schon der Urlaub, den wir noch vor uns haben. Aber das ist ja auch die Herausforderung. Es irgendwie doch zu schaffen. Aktuell schreibe ich aus einem Hotel mit Blick über Stettin. Bin aber glücklich, dass ich auf diese Weise meine Fundstücke etwas ins „Rampenlicht“ hole, anderenfalls würden sie irgendwo „versauern“.
      Freu mich sehr, wenn du wieder vorbeischaust.
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten

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