hinzugefügt hinzugefügt

Video-Challenge im Mai: 30 Tage Selbstversuch, obwohl ich Videos eher meide

2. Mai 2026
Video-Challenge

Heute morgen schon wieder. Beim Frühstück lese ich einen Newsletter, und da heißt es: ohne Video geht heute kein Online-Business mehr. Gestern das gleiche in einem Podcast. Auch vorgestern irgendwo die gleiche Message. Gefühlt täglich.

Ich rolle innerlich mit den Augen. Aber ich habe ja bereits vor einigen Tagen beschlossen, mich der Sache mal richtig zu stellen.

Das Wichtigste in Kürze:

30 Tage Video aufnehmen im Mai. Mein Selbstversuch.
Ich mag Videos weder besonders gern sehen noch besonders gern aufnehmen.
Die Videos werden nicht veröffentlicht. Es geht erstmal nur ums Aufnehmen.
Ich mache mit bei der Video-Challenge von Marianna Sajaz.
Hier auf dem Blog gibt es ein laufendes Tagebuch dazu, sobald die Challenge läuft.

Mein gespaltenes Verhältnis zu Videos

Ich gucke ehrlich gesagt nicht gern Videos. Ich höre auch nicht gern Talking-Head-Formate, bei denen jemand einfach nur in die Kamera spricht und ich dabei zuschauen soll. So etwas konsumiere ich lieber als Podcast. Da brauche ich das Bild nicht.

Klar, manchmal ist Video genau richtig. Wenn jemand etwas zeigt, das man weder gut beschreiben noch sinnvoll fotografieren kann, will ich es sehen. Ein Software-Workflow zum Beispiel oder eine Bewegungsabfolge.

Aber bitte nicht das fünfzehnminütige Selfie-Video, das genauso gut ein Text in 600 Wörtern hätte sein können.

Was ich auch immer wieder höre: Video schaffe Vertrauen. Da ist was dran. Man lernt jemanden anders kennen, wenn man Stimme und Mimik dazubekommt. Und doch gibt es Menschen, denen ich blind vertraue, obwohl ich nur ihre Texte kenne.

Videos sind situationsabhängig, Texte nicht

Manchmal stören mich Videos sogar. In den meisten Situationen, in denen ich Inhalte konsumiere, kann ich gerade keinen Ton gebrauchen. Ich will nur lesen. Mal eben zwischen zwei Terminen, mal im Wartezimmer, mal in der Bahn ohne Kopfhörer.

Auf ein Video muss ich mich vorbereiten. Ich brauche eine Umgebung, die nicht mithört, oder Kopfhörer im Ohr. Auf einen Text nicht.

Trotzdem stehe ich in Kursen oft vor genau diesem Problem: Ich erwarte einen Text und bekomme ein Video. Oder umgekehrt.

Mein Lieblingsformat ist eine Kombination. Das Video, das ich bei Bedarf wie einen Podcast hören kann. Und parallel dazu der Text, ergänzt mit Screenshots, Infografiken oder Skizzen, damit ich gezielt nachlesen kann. Mit Zeitstempel und Transkript, damit ich gezielt eine Stelle wiederfinden kann.

Und du? Wie ist dein Verhältnis zu Videos im Alltag?

Selbst aufnehmen mag ich auch nicht

Das ist der nächste Punkt. Ich mag nicht nur ungern Videos sehen, ich mag sie auch ungern aufnehmen. Schon gar nicht von mir selbst. Und wenn man etwas selten macht, wird man darin auch nicht besser.

Es gab schon mehrere Anläufe in den letzten Jahren. Bisher sind sie an zwei Dingen gescheitert.

Erstens am Setting: Ein Platz mit ordentlichem Licht und passendem Hintergrund ist bei mir nicht einfach so da. Beides müsste ich mir jedes Mal extra einrichten. Dafür reicht meine Geduld nicht.

Zweitens am Naturell: Ich bin nicht die, die sich gern in Szene setzt. Vor der Kamera zu stehen ist für mich kein Bedürfnis, eher das Gegenteil. Typisch Scannerpersönlichkeit, würde ich sagen, oder vielleicht auch einfach typisch ich.

Trotzdem ahne ich, dass ich nicht drumherum komme

Genau das ist der Punkt. So gern ich textbasiert arbeite, ich ahne, dass das im Online-Business auf Dauer nicht reicht. Vielleicht doch, vielleicht auch nicht. Ich weiß es schlicht nicht.

Was ich weiß: Wenn ich es nicht ausprobiere, weiß ich es nie. Und wer weiß, vielleicht finde ich Videos hinterher sogar ganz okay. Ich bin selbst gespannt.

Marianna Sajaz, die ich schon eine Weile aus meiner Blog-Community kenne, ruft im Mai zu einer Video-Challenge auf. Meine eigene Mai-Challenge stand längst, als ich davon erfuhr, aber egal. Ich wusste sofort: Da mache ich jetzt einfach mit. Kurz entschlossen, gleich zwei Challenges im Mai. Wieder einmal Überforderung pur? Ich ahne es schon. Sehr typisch Scannerpersönlichkeit!

Meine eigene Challenge heißt Fun-Facts-Challenge. Es geht darum, täglich einen Blog zu besuchen und damit eine Sache anzugehen, die seit Jahren auf meiner To-Want-Liste steht. Wer mag, kann da hinterhergucken. Aber heute geht es um die Video-Challenge.

Wie ich die Video-Challenge angehe

So habe ich es mir vorgenommen:

  • Täglich ein Video aufnehmen, mindestens eines.
  • Nicht veröffentlichen, weder hier auf dem Blog noch auf Social Media noch in einem Kurs.
  • Täglich in Mariannas Skool-Community einchecken, sobald die Aufgabe erledigt ist.
  • Hier im Blog gibt es ein kurzes Tagebuch-Update zu jedem Tag. Mindestens dazu, ob ich aufgenommen habe und wie es war.

Es geht mir nicht darum, plötzlich gerne in die Kamera zu sprechen. Es geht ums Üben und um Routine, und um die Frage, wo bei mir der Widerstand wirklich sitzt.

Auch wenn ich am Ende sage, das ist nichts für mich, weiß ich danach mehr als jetzt. Mehr Klarheit über das eigene Tun ist immer ein Gewinn. Genau das ist mein Mindestgewinn aus dieser Challenge: Ich werde dreißig Mal etwas aufgenommen haben. Egal, wie es mir damit ergeht, dieser Erfahrungspunkt liegt dann hinter mir.

Und du?

Wie ist dein Verhältnis zu Videos? Schaust du gern, sprichst du gern in die Kamera? Oder geht es dir wie mir? Beides ist nicht so deins, und die Frage hängt trotzdem im Raum.

Mein Tagebuch: So läuft meine Video-Challenge im Mai

Ich bin gestern, am 1. Mai schon gestartet und trage ausnahmsweise mal nach.

Tag 1 – 1. Mai 2026: Ein 4-Minuten-Video mit der Smartphonekamera

Ich habe ein Video mit der Smartphonekamera aufgenommen, nur so für mich. Etwas mehr als 4 Minuten lang. Fand ich okay und stimmt mich sehr optimistisch …

Dass bei diesen Trockenübungen der Hintergrund egal ist, macht vieles einfacher.

Tag 2 – 2. Mai 2026: Videonotiz auf WhatsApp

Gestern erstmals von der Funktion Videonotiz auf Whatsapp gehört, heute gleich mal ausprobiert. Habe die Notiz einfach an mich selbst geschickt. Das heißt, ich habe sie aufgenommen, mir angesehen, dann aber nicht mal abgeschickt, um meinen eigenen Account nicht so zuzuspammen. Aber – gemacht.

Als nächstes will ich mal die anderen Funktionen anschauen. Filter, Hintergründe …

Zu viele Ideen, zu wenig Zeit?

Hol dir meine besten Ideen, Mini-Challenges und ehrlichen Einblicke in ein Leben als Scanner-Sidepreneurin – direkt in dein Postfach.

Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

Newsletter

Hier kannst du dich zu meinem Newsletter anmelden, der voller Tipps für mehr Leichtigkeit, Struktur und Motivation im Alltag steckt.

Diesmal bleibe ich dran!

Du willst den fetten Haken hinter deinem wichtigsten Projekt?

In meinem Selbstlernkurs „Diesmal bleibe ich dran“ erfährst du in 7 Schritten, wie du an deinen Vorhaben dranbleibst – auch wenn du schon oft aufgegeben hast.

Mehr davon? Dann lies hier weiter:

1 Kommentar

  1. Angela

    Spannende Aktion! Ich sehe mir gerne Videos an, allerdings ist die Schmerzgrenze bei 17 Minuten, wenn ich das Thema interessant finde und die Person kenne. Zum Kennenlernen klicke ich Videos über 5 Minuten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht an. Mich stören auch die Talking Heads nicht sonderlich. Ich habe mal eine Zeitlang für eine Aktivismusgruppe Menschen per Videochat interviewt und die Aufnahmen auf YouTube geteilt, das war für mich auch kein Problem, der Kanal ist inzwischen allerdings gelöscht, weil sich die Gruppe aufgelöst hat und wir wirklich mit unserem Anliegen wenig Resonanz bekommen haben. Ich hoffe, das lag nicht an meiner mngelnden Videokompetenz 😉

    Dass mit der Routine der innere Widerstand nachlässt, kann ich mir gut vorstellen und ich wünsche dir viele interessante Erkenntnisse und hoffentlich auch Spaß bei deiner Challenge!

    Liebe Grüße
    Angela

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner