Heute morgen schon wieder. Beim Frühstück lese ich einen Newsletter, und da heißt es: ohne Video geht heute kein Online-Business mehr. Gestern das gleiche in einem Podcast. Auch vorgestern irgendwo die gleiche Message. Gefühlt täglich.
Ich rolle innerlich mit den Augen. Aber ich habe ja bereits vor einigen Tagen beschlossen, mich der Sache mal richtig zu stellen.
Das Wichtigste in Kürze:
30 Tage Video aufnehmen im Mai. Mein Selbstversuch.
Ich mag Videos weder besonders gern sehen noch besonders gern aufnehmen.
Die Videos werden nicht veröffentlicht. Es geht erstmal nur ums Aufnehmen.
Ich mache mit bei der Video-Challenge von Marianna Sajaz.
Hier auf dem Blog gibt es ein laufendes Tagebuch dazu, sobald die Challenge läuft.
Mein gespaltenes Verhältnis zu Videos
Ich gucke ehrlich gesagt nicht gern Videos. Ich höre auch nicht gern Talking-Head-Formate, bei denen jemand einfach nur in die Kamera spricht und ich dabei zuschauen soll. So etwas konsumiere ich lieber als Podcast. Da brauche ich das Bild nicht.
Klar, manchmal ist Video genau richtig. Wenn jemand etwas zeigt, das man weder gut beschreiben noch sinnvoll fotografieren kann, will ich es sehen. Ein Software-Workflow zum Beispiel oder eine Bewegungsabfolge.
Aber bitte nicht das fünfzehnminütige Selfie-Video, das genauso gut ein Text in 600 Wörtern hätte sein können.
Was ich auch immer wieder höre: Video schaffe Vertrauen. Da ist was dran. Man lernt jemanden anders kennen, wenn man Stimme und Mimik dazubekommt. Und doch gibt es Menschen, denen ich blind vertraue, obwohl ich nur ihre Texte kenne.
Videos sind situationsabhängig, Texte nicht
Manchmal stören mich Videos sogar. In den meisten Situationen, in denen ich Inhalte konsumiere, kann ich gerade keinen Ton gebrauchen. Ich will nur lesen. Mal eben zwischen zwei Terminen, mal im Wartezimmer, mal in der Bahn ohne Kopfhörer.
Auf ein Video muss ich mich vorbereiten. Ich brauche eine Umgebung, die nicht mithört, oder Kopfhörer im Ohr. Auf einen Text nicht.
Trotzdem stehe ich in Kursen oft vor genau diesem Problem: Ich erwarte einen Text und bekomme ein Video. Oder umgekehrt.
Mein Lieblingsformat ist eine Kombination. Das Video, das ich bei Bedarf wie einen Podcast hören kann. Und parallel dazu der Text, ergänzt mit Screenshots, Infografiken oder Skizzen, damit ich gezielt nachlesen kann. Mit Zeitstempel und Transkript, damit ich gezielt eine Stelle wiederfinden kann.
Und du? Wie ist dein Verhältnis zu Videos im Alltag?
Selbst aufnehmen mag ich auch nicht
Das ist der nächste Punkt. Ich mag nicht nur ungern Videos sehen, ich mag sie auch ungern aufnehmen. Schon gar nicht von mir selbst. Und wenn man etwas selten macht, wird man darin auch nicht besser.
Es gab schon mehrere Anläufe in den letzten Jahren. Bisher sind sie an zwei Dingen gescheitert.
Erstens am Setting: Ein Platz mit ordentlichem Licht und passendem Hintergrund ist bei mir nicht einfach so da. Beides müsste ich mir jedes Mal extra einrichten. Dafür reicht meine Geduld nicht.
Zweitens am Naturell: Ich bin nicht die, die sich gern in Szene setzt. Vor der Kamera zu stehen ist für mich kein Bedürfnis, eher das Gegenteil. Typisch Scannerpersönlichkeit, würde ich sagen, oder vielleicht auch einfach typisch ich.
Trotzdem ahne ich, dass ich nicht drumherum komme
Genau das ist der Punkt. So gern ich textbasiert arbeite, ich ahne, dass das im Online-Business auf Dauer nicht reicht. Vielleicht doch, vielleicht auch nicht. Ich weiß es schlicht nicht.
Was ich weiß: Wenn ich es nicht ausprobiere, weiß ich es nie. Und wer weiß, vielleicht finde ich Videos hinterher sogar ganz okay. Ich bin selbst gespannt.
Marianna Sajaz, die ich schon eine Weile aus meiner Blog-Community kenne, ruft im Mai zu einer Video-Challenge auf. Meine eigene Mai-Challenge stand längst, als ich davon erfuhr, aber egal. Ich wusste sofort: Da mache ich jetzt einfach mit. Kurz entschlossen, gleich zwei Challenges im Mai. Wieder einmal Überforderung pur? Ich ahne es schon. Sehr typisch Scannerpersönlichkeit!
Meine eigene Challenge heißt Fun-Facts-Challenge. Es geht darum, täglich einen Blog zu besuchen und damit eine Sache anzugehen, die seit Jahren auf meiner To-Want-Liste steht. Wer mag, kann da hinterhergucken. Aber heute geht es um die Video-Challenge.
Video-Tipps von Claude
Ich habe schon unzählige Empfehlungen für so eine Video-Challenge gehört. Nur, aktuell fällt mir nicht viel dazu ein. Also habe ich mal bei der KI nachgefragt. Das ist die Empfehlungen von Claude:
Vor der Aufnahme: Anfangshürde abbauen
- Drei-Wörter-Spickzettel statt Skript: nur drei Stichworte auf einen Klebezettel, dann lossprechen.
- Ersten Satz vor dem Drücken im Kopf parat haben – die meisten Leute scheitern an Sekunde eins, nicht an Sekunde fünfzehn.
- Feste Eröffnungsformel etablieren („Hi, hier ist Astrid, heute geht es um …“). Das ist ein Anker, ab dem das Gehirn weiß: Aufnahmemodus.
- Drei tiefe Atemzüge vor dem Start. Klingt banal, senkt aber tatsächlich die Stimmlage.
- „Reset-Satz“ davor sprechen, der lustig oder absurd ist – „Brokkoli liebt mich“ – macht den Mund locker und verschiebt das ernste „Ich nehme jetzt was auf“.
Während der Aufnahme: frei reden trainieren
- Nicht in die Linse, sondern eine konkrete Person daneben imaginieren. Manche kleben ein Foto neben die Kamera.
- Sich vorstellen, man erklärt es einer bestimmten Freundin am Küchentisch, nicht „der Welt“.
- Eine Frage stellen und sofort selbst beantworten – simuliert ein Gespräch.
- Verhaspler bewusst stehen lassen statt nochmal anzufangen. Das trainiert Toleranz für die eigene Unvollkommenheit, was eigentlich der Kern ist.
- Pausen aushalten. Stille fühlt sich beim Reden viel länger an als beim Anschauen.
- Beim Spaziergang oder beim Kochen aufnehmen, nicht im Aufnahmestudio-Setup. Reduziert Performance-Druck.
Stimme und Körpergefühl
- Erst nur Audio, ohne Bild. Stimme zuerst, Gesicht später.
- Im Auto laut Selbstgespräche führen, ohne Aufnahme. Gewöhnt den Mund daran, Sätze zu produzieren, ohne Zuhörer.
- Alltagstext vorlesen (Kochrezept, Newsletter), dann ohne Vorlage frei nacherzählen.
- Vor dem Spiegel sprechen, ohne Aufnahme. Andere Hürde, lockert aber den Blick aufs eigene Gesicht.
Mit dem inneren Kritiker arbeiten
- Nach dem Aufnehmen nicht sofort anschauen. Erst am nächsten Tag, da ist man weniger im Kritikermodus.
- Beim Anschauen einmal komplett ohne Ton sehen, einmal nur Ton hören. Trennt Inhalt von Optik und entdramatisiert beides.
- Inneren Kritiker beim Namen nennen („Ach hallo Helga, ich seh dich“). Macht ihn zur Figur statt zur Wahrheit.
- Bewusst absichtlich peinliche Aufnahmen machen. Wenn du den Tiefpunkt selbst produzierst, nimmst du dem Zufall die Macht.
Routine und Mengeneffekt
- Feste Uhrzeit oder fester Trigger („nach dem ersten Kaffee“, „bevor ich den Laptop zuklappe“).
- Immer derselbe Platz, dasselbe Licht. Setup darf nicht zur Tagesentscheidung werden.
- Streak-Logik: Hauptsache jeden Tag, egal wie kurz. Auch zehn Sekunden zählen.
- Zeit langsam steigern: Tag 1-7 nur 10 Sekunden, Tag 8-14 dreißig Sekunden, Tag 15-21 eine Minute. Gewöhnung statt Sprung.
- Strichliste für „habe aufgenommen“, nicht für „war gut“. Misst das, was du beeinflussen kannst.
- Nach jeder Woche kurz reflektieren: was war anders als die Woche davor? Nicht ob besser, nur ob anders.
Mental-Tricks für Fortgeschrittene
- Bewusst nutzen, dass es niemand sieht. Diese Phase kommt nie wieder, das ist Gold.
- Sich selbst beim Anschauen wie eine Fremde behandeln: „Wenn das eine andere Frau wäre, was würde ich denken?“
- Themen-Pool vorab anlegen, damit du nicht jeden Tag bei Null anfängst, was zu sagen ist.
- Cheat-Mode an schwachen Tagen: ablesen erlaubt. Aufnahme zählt trotzdem.
Wie ich die Video-Challenge angehe
So habe ich es mir vorgenommen:
- Täglich ein Video aufnehmen, mindestens eines.
- Nicht veröffentlichen, weder hier auf dem Blog noch auf Social Media noch in einem Kurs.
- Täglich in Mariannas Skool-Community einchecken, sobald die Aufgabe erledigt ist.
- Hier im Blog gibt es ein kurzes Tagebuch-Update zu jedem Tag. Mindestens dazu, ob ich aufgenommen habe und wie es war.
Es geht mir nicht darum, plötzlich gerne in die Kamera zu sprechen. Es geht ums Üben und um Routine, und um die Frage, wo bei mir der Widerstand wirklich sitzt.
Auch wenn ich am Ende sage, das ist nichts für mich, weiß ich danach mehr als jetzt. Mehr Klarheit über das eigene Tun ist immer ein Gewinn. Genau das ist mein Mindestgewinn aus dieser Challenge: Ich werde dreißig Mal etwas aufgenommen haben. Egal, wie es mir damit ergeht, dieser Erfahrungspunkt liegt dann hinter mir.
Und du?
Wie ist dein Verhältnis zu Videos? Schaust du gern, sprichst du gern in die Kamera? Oder geht es dir wie mir? Beides ist nicht so deins, und die Frage hängt trotzdem im Raum.
Mein Tagebuch: So läuft meine Video-Challenge im Mai
Ich bin gestern, am 1. Mai schon gestartet und trage ausnahmsweise mal nach.
Tag 1 – 1. Mai 2026: Ein 4-Minuten-Video mit der Smartphonekamera
Ich habe ein Video mit der Smartphonekamera aufgenommen, nur so für mich. Etwas mehr als 4 Minuten lang. Fand ich okay und stimmt mich sehr optimistisch …
Dass bei diesen Trockenübungen der Hintergrund egal ist, macht vieles einfacher.
Tag 2 – 2. Mai 2026: Videonotiz auf WhatsApp
Gestern erstmals von der Funktion Videonotiz auf Whatsapp gehört, heute gleich mal ausprobiert. Habe die Notiz einfach an mich selbst geschickt. Das heißt, ich habe sie aufgenommen, mir angesehen, dann aber nicht mal abgeschickt, um meinen eigenen Account nicht so zuzuspammen. Aber – gemacht.
Als nächstes will ich mal die anderen Funktionen anschauen. Filter, Hintergründe …
Tag 3 – 3. Mai 2026: Gemacht, das zählt!
Wir haben das Haus voll Besuch, es ist unruhig, ich bin ständig irgendwie gefordert, trotzdem müssen natürlich die Challenges laufen 😄
Also, nur eine kurze Videonotiz, und ich gewöhne mich immer mehr daran.
Tag 4 – 4. Mai 2026: Jetzt kommt Claude ins Spiel
Gleich morgens vor dem Losgehen habe ich noch ein kurzes Video aufgenommen, etwas mehr als 2 Minuten lang. Auch das war wirklich nicht „schlimm“.
Ich gehe jetzt also einen Schritt weiter und lasse mir von Claude Cowork einen Plan erstellen. Wie schon im letzten Monat schickt mir Claude ab morgen täglich eine kleine Video-Aufgabe, die ich an diesem Tag zu bewältigen habe. Freu mich schon … 😊
Zusätzlich hat mir Claude Video-Tipps gegeben, die ich oben in den Artikel eingefügt habe.
Tag 5 – 5. Mai 2026: Rezept-Video im Auto
Ab heute folge ich meinem Plan, den Claude Cowork für mich entwickelt hat. Okay, vielleicht nicht täglich, bestimmt schiebt sich auch mal eine andere Aufgabe dazwischen.
Meine heutige Aufgabe lautete: Erklär dein Lieblingsrezept Schritt für Schritt. 30 bis 60 Sekunden reichen.
Das war nicht sonderlich schwer, ich habe nämlich das Porridge-Rezept gewählt, das es bei mir seit fast genau vier Jahren täglich gibt, außer am Wochenende. Ich habe zwar länger gebraucht als 60 Sekunden, hatte aber auch erschwerte Bedingungen. Ich stand nämlich heute früh im Stau. Diese Art Stau, bei der man so mit 5-10 km/h vorwärts kriecht und natürlich trotzdem aufpassen muss, dass man dem Fahrzeug davor nicht zu sehr auf die Pelle rückt. Eigentlich wollte ich längst im Fitness-Studio sein, was ich wegen der Verzögerung leider sausen lassen musste, aber mit meinem Video konnte ich wenigstens diese zwei Minuten produktiv nutzen.
Während ich mein Rezept erklärte, wurde mir klar, dass ich das Porridge nicht mehr mag. Zuvor hatte ich schon etwas anderes gegessen, und nun war mir klar: Das war jetzt keine Ausnahme. Meine Porridge-Ära ist vorbei!
Tag 6 – 6. Mai 2026: Erklärvideo mit Loom
Marianna hatte mich gebeten zu erklären, wie ich das mit den täglichen Video-Aufgaben gemacht habe. Dazu habe ich ein Loom-Video aufgenommen und in der Skool-Community geteilt. Das war zwar nicht die Aufgabe, die mir Claude geschickt hat, aber Loom zählt natürlich auch. Den Account habe ich bestimmt schon zwei Jahre, nur bisher nie genutzt. Bis heute …
Tag 7 – 7. Mai 2026: Teleprompter-App
Heute habe ich mal ne Teleprompter-App ausprobiert, die ich schon EWIG auf meinem Smartphone hatte. Ist komisch, aber auch das hilft, sich an die Sache zu gewöhnen. Unabhängig davon, ob man den Teleprompter später nutzen möchte oder nicht.
Tag 8 – 8. Mai 2026: Putz-Challenge mit Effekten
Meine heutige Video-Aufgabe von Claude lautete: Stelle deine Putz-Challenge in einer Minute vor.
Ich hatte ohnehin vor, bei den WhatsApp Video-Notizen auch mal die Effekte auszuprobieren. Und eine Videonotiz dauert genau eine Minute. Aaaaber: In einer Minute das ganze System zu erklären … auch wenn es einfach ist … beim besten Willen …
Gesagt – getan: Ich brauchte also zwei Videonotizen für den Kern der Putz-Challenge und habe bei der Gelegenheit gleich zwei witzige Effekte ausprobiert. 🥰
Tag 9 – 9. Mai 2026: Loom und ein „Missgeschick“
Das schönste an dieser Challenge ist, dass ich immer mehr Spaß daran finde. Nicht nur, dass das Thema „Video aufnehmen“ seinen Schrecken immer mehr verliert, ich befasse mich endlich auch mal etwas näher mit den dazugehörigen Tools. Denn das hat sich in den letzten Tagen immer mehr herauskristiallisiert: Ja, ich nehme ein kurzes Video auf – und wenn es nur das ist, ist es auch okay. Aber bisher habe ich mich gleichzeitig auch immer ein wenig mit Tools, Technik, Funktionen befasst. Ich merke gerade, dass mich das ungemein entlastet. Wahrscheinlich hat auch das mein Unbehagen befeuert. Der Gedanke daran, dass nicht nur die Videoaufnahme an sich zu bewältigen ist, sondern auch das ganze Drumherum. Das ich zwar habe, aber nie so richtig nutze.
Das bringt mich jetzt zu meinem heutigen Video. Meine Aufgabe von Claude lautet: Erzähl ein Missgeschick aus deinem Alltag. 30 bis 60 Sekunden reichen. Wenn du beim Erzählen lachen musst, lass es drin, das ist das Beste am Material.
Okay, Missgeschicke aus meinem Alltag gibt es wohl einige. Dumm nur, dass mein Kopf in diesem Moment leer war. Das einzige „Missgeschick“, wenn man das so nennen kann, das mir einfiel, hat ausgerechnet mit einer Video-Software zu tun. Ich habe nämlich eine kostenpflichtigen Zugang zu der Software „Prezi“. Irgendwann mal in einem Workshop gekauft, nie genutzt und vergessen zu kündigen. Als dann im Februar die Abbuchung für des Folgejahr kam, hat mich das (unter anderem) zu meiner Finanz-Challenge im März veranlasst. Prezi habe ich allerdings immer noch nicht gekündigt, weil ich zumindest mal wissen wollte, wozu das Tool gut ist. Ich weiß nur, es hat etwas mit Video zu tun. Das werde ich in diesem Monat also auch noch erforschen. Und dann entscheiden, ob ich es kündige oder – diesmal bewusst – behalte.
Diese Prezi-Story war also Thema meines heutigen Loom-Videos. Allerdings war Loom in diesem Fall nicht das richtige Tool, denn ich hatte ja nichts interessantes am Bildschirm zu zeigen. Ich wollte aber unbedingt herausfinden, wie ich den Kuller mit meinem Talking Head aufs Video bekomme. Denn als ich kürzlich meinen Bildschirm geteilt und die Oberfläche der Claude App aufgenommen hatte, war mein Bild nicht zu sehen. Könnte es sein, dass das nur geht, wenn man den vollen Bildschirm aufnimmt? Heute hat es funktioniert.
In einem Tutorial über Loom habe allerdings noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten gesehen, die ich alle nicht habe. Oder nicht finde. Entweder hat sich die Oberfläche sehr geändert oder es liegt daran, dass ich den kostenlosen Account habe. Der Bezahl-Account kostet ab 18 Euro im Monat, brauche ich den? Bisher eigentlich nicht …
Tag 10 – 10. Mai 2026: Loom in der Desktop-App
Das Rätsel um die Loom-Funktionen hat sich aufgelöst. Marianna gab mir den Tipp, die Desktop-App könnte mehr Funktionen haben. Klar doch, das ist doch bei anderen Tools auch so. Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Heute also die Desktop-App runtergeladen und mal die Effekte durchprobiert.
Dann noch das obligatorische „Trockenübungs-Video“ aufgenommen, in dem ich erzählt habe, dass die Kamera (im Kuller) zunächst nicht funktionierte, weil angeblich ein anderes Programm darauf zugreifen würde. Welches, bitteschön? Das sollte ich doch wissen …
Einmal den PC runter- und wieder hochgefahren und dann hat es funktioniert!
Eine Sache habe ich bei dem heutigen Video außerdem gelernt: Eine der Funktionen, die nur in der Desktop-App funktionieren, ist ein Notizzettel. Damit konnte ich erst nicht viel anfangen, weil ich dachte, er würde mit aufgenommen. Nun weiß ich: Er wird nicht mit aufgenommen. Und das kann schon eine praktische Funktion sein, glaube ich.
An Prezi robbe ich mich auch gerade ran. Ich habe ChatGPT gefragt, was ich damit machen kann und das klingt ganz interessant. Werde ich also die Tage ausprobieren.
Tag 11 – 11. Mai 2026: Erster Versuch mit Prezi
Heute also Prezi. Im ersten Moment eine ganz normale Video-Software. Claude hatte für mich folgende Aufgabe vorgesehen: Wenn du heute eine Stunde geschenkt bekämst, was würdest du damit machen? Erzähl es der Kamera, ohne es vorher durchzuplanen.
Ich habe Prezi also erzählt, dass ich gern einen Onlinekurs überarbeiten würde und bereits einen weiteren im Kopf habe. Dafür würde ich die geschenkte Stunde einsetzen, auch die eine Stunde nicht reicht.
Die Qualität des Videos war grottenschlecht, aber ich hatte nicht dran gedacht, eine externe Kamera anzuschließen. Die nutze ich ja – normalerweise – nicht umsonst. Anschließend habe ich mich noch durch einige Funktionen geklickt und bekomme langsam eine Ahnung davon, was ich damit machen kann. Morgen also der nächste Versuch mit externer Kamera.
Tag 12 – 12. Mai 2026: Loom mit Webcam
Oh ja, mit Webcam ist die Qualität um Längen besser. Ich habe gleich drei Video-Varianten getestet, aber „versehentlich“ wieder mit Loom statt wie geplant mit Prezi. Dann also morgen das Gleiche noch einmal mit Prezi.
Dennoch frage ich mich, ob man sich tatsächlich daran gewöhnen kann, in ein kleines schwarzes Loch zu sprechen. Und sich das dann hinterher auch noch anzusehen. Wahrscheinlich ja, aber bei mir wird das wohl Jahre dauern.
Aber … ich habe doch Video-Tipps von Claude bekommen (oben in diesem Artikel). Da heißt es zum Beispiel: Nicht in die Linse, sondern eine konkrete Person daneben imaginieren. Manche kleben ein Foto neben die Kamera.
Und:
Nach dem Aufnehmen nicht sofort anschauen. Erst am nächsten Tag, da ist man weniger im Kritikermodus.
Das mit dem Foto probiere ich mal. Und dass ich meine Videos weniger schlimm finde, wenn ich sie erst später anschaue, ist mir auch schon aufgefallen. Interessant …
Überhaupt will ich mir die Tipps in den nächsten Tagen immer mal wieder ansehen und nach und nach das Eine oder Andere umsetzen.
Tag 13 – 13. Mai 2026: Zweiter Versuch mit Prezi
Heute also Prezi mit Webcam. Fand ich besser als mit der integrierten Kamera, aber die Qualität gefällt mir nicht so richtig. Ist meine Webcam vielleicht nicht gut genug? Oder war die Beleuchtung einfach zu schlecht? Das wäre vermutlich am einfachsten zu lösen.
Abgesehen von der Videoqualität war ich heute ganz zufrieden. Das Video mit Hi, ich bin Astrid zu beginnen, habe ich heute mal ausprobiert. Kann man machen …
Ansonsten habe ich mich mit Prezi beschäftigt. Mir war ja gar nicht bewusst, dass es gar nicht so sehr eine Videosoftware ist sondern vor allem Präsentationssoftware. Ich habe eine Präsentation mit KI erstellen lassen, auch das als „Trockenübung“, und war total angetan von dem Ergebnis. Natürlich kann ich die Präsentation anschließend immer noch bearbeiten, wenn ich möchte. Da werde ich noch tiefer einsteigen!
Tag 14 – 14. Mai 2026: Was stört mich wirklich?
Inzwischen hat sich in meiner Video-Challenge ein Ablauf etabliert, den ich richtig gut finde: Eine Videoaufnahme von mir (immer als Trockenübung) und ein Learning rund ums Video-Setting: Neue Lichtverhältnisse, eine andere Kamera, eine neues Tool, eine neue Funktion in einem Video-Tool. Also auch noch eine Technik-Challenge obendrauf.
Ich habe heute erneut die Prezi-Software genutzt. Meine Webcam ist okay, daran scheint es nicht zu liegen. Ich habe die Beleuchtung geändert, unter anderem durch eine zusätzliche Videoleuchte. Das hat die Qualität etwas verbessert. Ich werde weiter üben.
Das Video selbst war okay. Ich frage mich gerade, was mich am Videoaufnehmen wirklich stört. So richtig artikulieren kann ich das gar nicht.
Tag 15 – 15. Mai 2026: Halbzeit – YEAH!
Mein heutiges Trockenübungs-Video ist wieder am Smartphone entstanden. Dazu habe ich ein kleines Stativ genutzt, mit dem mein Mann unzufrieden ist. Er meinte, er wäre ein typisches Konsumopfer, das aufgrund einer Werbeanzeige ein völlig nutzloses Gerät gekauft hat.
Mich freut es – ich find’s super. Klein, leicht, handlich und das Smartphone ist blitzschnell befestigt. Heute habe ich auch die Fernbedienung entdeckt, aufgeladen und mit meinem Smartphone verbunden. Sehr bequem.
Das Video selbst war okay für mich. Ich halte mir gerade nicht an die Inspirationen von Claude, das werde ich morgen wieder machen.
Morgen will ich auch mal wieder den Teleprompter nutzen.
Tag 16 – 16. Mai 2026: Neuer Teleprompter-Test
Heute also noch mal ein Teleprompter-Test. Diesmal im Querformat – mein Smartphone habe ich dazu an meinem „neuen“ Stativ befestigt (danke, Hannes).
Woher kommt der Text und wie kommt er in die App?
Ich könnte ihn selbst schreiben, mittels der genialen App Whisper Flow einsprechen oder eine Datei hochladen. Ich wollte die letzte Option testen und habe dazu wahllos irgendein Google Doc ausgewählt. Den Text habe ich mit einer integrierten KI-Funktion umgeschrieben und an die geplante Video-Länge und den Zweck des Videos angepasst.
Zur Aufnahme selbst: Vor einiger Zeit hatte ich schon mal einen Teleprompter ausprobiert und fand es total schlimm. Heute: so what, geht doch …
Tag 17 – 17. Mai 2026: Teleprompter-Skript per Spracheingabe
Mein heutiges Technik-Novum bestand darin, das Skript für den Teleprompter mit der App Whisper Flow einzusprechen. Anschließend gab es wieder meine tägliche Videoaufnahme, bei der es einzig und allein darum geht, es „normal“ zu finden, Videos von mir aufzunehmen. Da bin ich zwar noch lange nicht, aber ich gewöhne mich daran.
Tag 18 – 18. Mai 2026: Videonotiz mit Hintergrund
Heute sollte es ganz besonders schnell gehen. Ich wollte sogar auf das Technik-Learning verzichten, das sich in den letzten Tagen und Wochen in meine Challenge „eingeschlichen“ hat.
Deshalb heute also wieder eine Videonotiz bei WhatsApp. Aber es gab doch ein Technik-Learning: Beim letzten Mal hatte ich das mit den Hintergründen nicht richtig hinbekommen. Heute schon – meine Videonotiz kam aus einem Cafe. Und ich fand’s gut.
Zu viele Ideen, zu wenig Zeit?
Hol dir meine besten Ideen, Mini-Challenges und ehrlichen Einblicke in ein Leben als Scanner-Sidepreneurin – direkt in dein Postfach.


Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.







Spannende Aktion! Ich sehe mir gerne Videos an, allerdings ist die Schmerzgrenze bei 17 Minuten, wenn ich das Thema interessant finde und die Person kenne. Zum Kennenlernen klicke ich Videos über 5 Minuten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht an. Mich stören auch die Talking Heads nicht sonderlich. Ich habe mal eine Zeitlang für eine Aktivismusgruppe Menschen per Videochat interviewt und die Aufnahmen auf YouTube geteilt, das war für mich auch kein Problem, der Kanal ist inzwischen allerdings gelöscht, weil sich die Gruppe aufgelöst hat und wir wirklich mit unserem Anliegen wenig Resonanz bekommen haben. Ich hoffe, das lag nicht an meiner mngelnden Videokompetenz 😉
Dass mit der Routine der innere Widerstand nachlässt, kann ich mir gut vorstellen und ich wünsche dir viele interessante Erkenntnisse und hoffentlich auch Spaß bei deiner Challenge!
Liebe Grüße
Angela
Liebe Angela,
wie unterschiedlich wir das doch empfinden, und das wundert mich auch nicht. Es muss ja einen Grund geben, warum Videos so beliebt sind. Talking Head Videos stören mich auch nicht, ich habe das vielleicht missverständlich ausgedrückt. Aber ich finde sie auch nicht sondern nützlich, außer als Podcast …
In meinem Tagesablauf bin ich wohl zu ungeduldig für Videos. Dafür höre ich gern was. Aber wer weiß, wie ich das in einem Monat sehe …
Danke, dass du reingeschaut hast, liebe Angela.
Liebe Grüße
Astrid