Meistens merke ich erst beim Schreiben meines Monatsrückblicks, wie voll ein Monat eigentlich war. Der Juli fühlte sich zwischendurch ziemlich sommerlich, ruhig und fast ein bisschen unspektakulär an. Viel lesen, ein bisschen Urlaub, weiter an meinen Tools basteln, Pinterest füttern, hier und da etwas optimieren.
Und dann sitze ich vor meinen Notizen und denke: Ach guck, da war ja doch wieder eine ganze Menge los.
Der Juli war kein Monat der großen Knalleffekte. Eher einer dieser Monate, in denen vieles im Hintergrund wächst. Ich habe gelesen, sortiert, ausprobiert, weitergebaut, verworfen, wieder aufgenommen und zwischendurch tatsächlich auch einfach Sommer gemacht. Also zumindest für meine Verhältnisse.
Hier kommt mein Monatsrückblick Juli 2026 – mit Büchern, Werkzeugbau, Pinterest-Erkenntnissen, Urlaubsmomenten und der beruhigenden Erkenntnis, dass Fortschritt manchmal ziemlich unspektakulär daherkommt.
Meine Lese-Challenge – und der Bücherstapel ist geschrumpft
Sommer, Sonne, ohne mich? In diesem Jahr passiert mir das nicht, dachte ich mir. Deshalb sollte bei meiner Monats-Challenge keine Aufgabe im Vordergrund stehen, die mich unnötig lange an den Laptop fesselt. Und da sich die ungelesenen Bücher nicht nur bei mir zu Hause stapeln sondern auch auf dem Kindle, entschied ich mich kurzerhand für eine Lese-Challenge.
Ich hatte mir einen Pool mit Büchern zusammengestelllt – Bücher, die ich gern gelesen hätte. Drei dieser Bücher konnte ich im letzten Monat lesen. Der Plan war, dass ich täglich mindestens 10 Seiten lese, auf dem Kindle mindestens 15 Minuten. Das ist mir nun wirklich nicht schwergefallen, oft war es deutlich länger.
Ich kam mir schon ein wenig komisch vor, bei schönem Wetter einfach auf der Terrasse im Liegestuhl zu liegen und zu lesen. Warum eigentlich? Wann sonst, wenn nicht in meiner Freizeit?
Geschafft habe ich meine “Leseliste” trotzdem nicht, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Diese drei Bücher waren meine Sommerlektüre:
- Buch 1 – Die Danziger von Brunon Zwarra – hier siehst du mich mit seinem Buch auf der ihm zu Ehren aufgestellten Bronze-Bank in der Straße seiner Kindheit

Ich habe große Lust, auch weiterhin zu lesen. Nicht, dass das komplett neu für mich wäre – bis vor wenigen Jahren war ich eine richtige Leseratte. Leider habe ich mir dafür irgendwann keine Zeit mehr genommen. Was ich dadurch alles verpasst habe …
Hier habe ich meine Lese-Challenge dokumentiert: Meine Lese-Challenge im Juli: Wie ich mir im Sommer meine Lesezeit zurückgeholt habe

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Wie ich gerade meine Säge schärfe
Kennst du die Metapher von dem Holzfäller, der vor lauter Arbeit nicht dazu kommt, seine Säge zu schärfen und deshalb viel länger braucht als mit geschärfter Säge? Diese kleine Geschichte ist sowas wie mein Nordstern. Ich halte immer Ausschau nach Optimierungspotenzial, mit dem Ziel, irgendwann mal ganz viel Freizeit zu haben. Hier habe ich mal einen Blogartikel über diese und meine beiden anderen Lieblingsmetaphern geschrieben:
Selbstcoaching-Methoden: 3 Metaphern, die mein Leben seit 20 Jahren prägen
Okay, inzwischen habe ich längst erkannt, dass das mit der vielen Freizeit wohl nie funktionieren wird, weil ich jedes neue Zeitfenster sofort mit einem neuen Projekt fülle. Aber dann gewinne ich eben Zeit für neue Projekte, und das motiviert mich nicht weniger.
Mir ist schon länger klar, dass ich viel Zeit mit Suchen verbrate. Auch wenn mein “Zweites Gehirn” gar nicht mal so schlecht funktioniert – insgesamt läuft trotzdem noch nicht alles rund mit meinen Workflows.
Hinzu kommt, dass meine Dateien – organisch gewachsen – an unterschiedlichen Orten gespeichert sind. Ein Projekt, das ich lange vor mich hergeschoben habe: Ich wollte alles an einem Ort zusammenführen. Genau. Wollte … und das schon seit Jahren. Dann hatte ich mich von diesem Gedanken irgendwann verabschiedet, das habe ich auch in meinem Blogartikel Ordnungssystem für Scanner: Warum „verstreut“ manchmal besser ist als perfekt beschrieben. Nur, wie geht das in praktisch?
In diesem Monat bin ich der Lösung meines Problems endlich ein Stück nähergekommen, und zwar aus zwei Gründen:
- Ich habe mir endlich ein Tool gebaut, das sich wie ein Spinnennetz über alle meine gewachsenen Ordner- und Tool-Strukturen legt und die Übersicht über alle Workflows, Werkzeuge und Quellen hat. Ich bin zwar noch beim Feinschliff, was gleichzeitig Praxistest ist, aber es wächst und gedeiht. Das ist die Hauptsache.
- Vorher hat die KI mein digitales Leben richtig aufgeräumt. Zum Beispiel die Alt-Texte für die Bilder auf meinem Blog nachgetragen. Aktionen wie diese stehen schon lange auf meinem Programm, aber ich mochte dafür keine Zeit opfern. Muss ich nun ja auch nicht. Inzwischen fallen mir ständig neue Aufträge für meine KI-Tools ein. Alles Eselarbeit, die bei mir einfach hinten runter gefallen war. Sogenannte Irgendwahn-Aufgaben.
Nach der Pinterest-Challenge ist vor der Pinterest-Challenge
Pinterest macht mir nach wie vor Spaß. Anders als Social Media empfinde ich Pinterest-Content nicht als Last, sondern als Bereicherung. Auch nach Ende meiner Pinterest-Challenge vom Juli habe ich unverändert weitergemacht und gemerkt: Pinterest wird langsam zu einem echten Experimentierfeld. Zeitweise kamen über Pinterest schon fast halb so viele Besucher:innen auf meinen Blog wie über Google.
Besonders spannend: Die ausgehenden Klicks kommen offenbar genau von den Menschen, für die meine Inhalte gedacht sind.
Pinterest-Challenge: So habe ich meinen Blog sichtbarer gemacht
Ist das noch eine To-Want Liste, wenn ich SO da rangehe?
Und dann gibt es ja auch noch die To-Want-Liste. Als ich mir meine To-Want-Liste mir den Aufgaben, NEIN, den Wünschen, für das zweite Quartal ansah, war ich im ersten Moment … ein wenig geschockt. Ich hatte nicht einmal reingeschaut, nachdem ich sie veröffentlicht hatte, und ich erlebte auch keine Überraschung im Sinne von: Wow, alles umgesetzt. Super, Astrid …
Das Gegenteil war der Fall. Aber es ist ja nicht so, dass ich nichts gemacht hätte. Ich war sogar so fleißig und produktiv wie selten zuvor. Aber all das, was ich gerade als so wertvoll empfinde, stand nicht auf meine To-Want-Liste.
Jetzt ist das 3. Quartal auch schon zu einem Drittel vorbei, und ich habe immer noch keine neue To-Want-Liste. Irgendwie habe ich gerade auch keine Lust darauf. Vielleicht denke ich morgen schon anders darüber. Ich bin selbst gespannt, ob und wann meine nächste To-Want-Liste entsteht.
Aber ich zeige dir hier einfach völlig „schmerzfrei“ meine letzte To-Want-Liste: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026
Was sonst noch passiert ist
- Unser Urlaub. Eine Woche Danzig. Tolle Stadt, tolles Wetter. Über die ersten Tage unseres Danzig-Urlaubs hatte ich schon in meinem Juni-Rückblick geschrieben: Monatsrückblick Juni 2026: Zwischen Sichtbarkeitsschub und Sommergefühl




- Anschließend einige Tage Hamburg, Zeit mit meiner Tochter und meinem kleinen, zuckersüßen Enkelsohn, 6 Wochen alt.
- Besuch von unseren Kindern und Enkelkindern

Worauf ich mich im August freue
- Meine Herzensprojekt-Challenge: Herzensprojekt-Challenge im August: Band 2 der Tagebücher meiner Großmutter
- Jontes Einschulung und das Beisammensein mit der Familie
- Das Treffen mit meiner ehemaligen Kollegin Angela, über die ich auch in diesem Blogartikel geschrieben habe: Vorbilder: Warum ältere „Rolemodels“ für mich so wichtig sind – für dich auch?
- Das Treffen mit Sandra aus meiner Community, der ich bisher nur online begegnet bin
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Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.





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