Du hast Lust auf mehr Ordnung, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Dann probier doch mal eine 30-Tage-Aufräum-Challenge. Ich habe es selbst ausprobiert und zeige dir in diesem Artikel, wie du ganz einfach deinen Alltag entrümpelst. Von Papierkram über Küche bis zur digitalen Ordnung: Hier findest du Ideen, Tipps und echte Erfahrungen.
Was ist eine Aufräumchallenge?
Eine Aufräumchallenge ist ein 30-tägiger Plan, mit dem du durch tägliche kleine Aufgaben gezielt Unordnung reduzierst. Durch kleine, aber regelmäßige Schritte sind spürbare Fortschritte sichtbar und die Motivation bleibt hoch.
Ob Papierkram, Küche oder digitale Ordnung: Das Prinzip funktioniert in jedem Bereich.
Schaffst du es, deine Umgebung immer perfekt organisiert und aufgeräumt zu halten? Wirklich immer? Falls ja, brauchst du vermutlich keine Aufräumchallenge. Bei mir sieht das anders aus. Ob Zuhause, auf der Festplatte oder im Büro – von Zeit zu Zeit braucht meine Umgebung einen Frischekick. Eine 30-Tage-Aufräum-Challenge ist das optimale Format dafür. Wie das bei mir in der Praxis aussieht, verrate ich dir im zweiten Teil dieses Blogartikels.
Ob Kleiderschrank, E-Mail-Postfach oder Papierkram – mehr Ordnung bringt mehr Übersicht und eine angenehmere Atmosphäre. Aber wie gelingt das im hektischen Alltag? Hier kommt die 30-Tage-Aufräum-Challenge ins Spiel: ein flexibler, motivierender Ansatz, mit dem du Schritt für Schritt mehr Struktur schaffst – ganz ohne Druck.
Könnte deine Umgebung auch etwas mehr Struktur und Ordnung vertragen? Dann lass uns gemeinsam herausfinden, wie du deine eigene Aufräumchallenge gestaltest, die perfekt zu dir und deinem Alltag passt.
Warum eine 30-Tage-Aufräumchallenge dir wirklich hilft
Eine Aufräumchallenge über 30 Tage ist ideal, um deine Umgebung ohne Überforderung Schritt für Schritt in Ordnung zu bringen. Der Fokus liegt darauf, täglich einen kleinen Fortschritt zu machen, der sich nach einem Monat zu einem großen Ergebnis summiert. Aber warum ist diese Methode so effektiv? Hier sind die Gründe:
- Machbare Schritte: Statt alles auf einmal anzugehen, erledigst du täglich eine kleine Aufgabe – das fühlt sich leichter und überschaubarer an.
- Flexibilität: Du bestimmst selbst, was für dich passt: ob tägliche kleine Aktionen oder ein Gesamtziel für den Monat.
- Greifbare Erfolge: Nach einem Monat siehst du konkrete Resultate – mehr Platz, weniger Unordnung und eine klarere Struktur.
- Positive Routine: Die regelmäßige Beschäftigung mit einer klaren Aufgabe stärkt deine Motivation und hilft dir, am Ball zu bleiben.
30-Tage-Aufräumchallenge: So funktioniert der Plan
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Challenge zu gestalten. Entscheidend ist, dass sie zu deinem Lebensstil passt und dich langfristig motiviert. Hier sind drei bewährte Ansätze:
- Tägliche Aufgaben: Setze dir kleine, konkrete Ziele – zum Beispiel täglich eine Schublade aufräumen oder fünf Dateien löschen.
- Wochenziele: Teile deine Challenge in thematische Wochen ein, etwa „Woche 1: Kleiderschrank“, „Woche 2: Papierkram“.
- Ergebnisorientiert: Konzentriere dich auf ein Gesamtziel, beispielsweise „100 Dinge ausmisten“ oder „10 GB Speicherplatz schaffen“.
Tipp: Führe eine Checkliste oder Strichliste, um deine Fortschritte festzuhalten. Das steigert deine Motivation und macht sichtbar, wie viel du bereits erreicht hast.
In meinem großen Blogartikel über Mini-Challenges zeige ich dir, wie du trotz Ideenflut und Zeitmangel Schritt für Schritt vorankommst – jetzt entdecken
Ideen für deine 30-Tage-Aufräumchallenge
Die Möglichkeiten sind vielfältig, und du kannst die Challenge ganz nach deinen Bedürfnissen gestalten. Hier sind die besten Ideen:
Kategorien aufräumen
- Kleiderschrank: Widme dich täglich einem Fach oder einer Kategorie (z. B. T-Shirts) und sortiere Überflüssiges aus.
- Papierkram: Prüfe alte Rechnungen und Dokumente – sortiere aus oder digitalisiere sie.
- Küche: Bring Ordnung in Gewürze, Vorratsdosen oder den Kühlschrank.
Digitale Ordnung
- E-Mails: Räume täglich einen Ordner auf und kündige überflüssige Newsletter.
- Fotos: Lösche unnötige Bilder und strukturiere deine Alben.
- Dateien: Entrümple alte Downloads, Duplikate und veraltete Dokumente.
Strichlisten-Challenge
Dokumentiere deine 30-Tage-Erfolge:
- Anzahl ausgemisteter Gegenstände
- Anzahl gekündigter Newsletter
- Menge des freigeräumten Speicherplatzes in GB
Sieh dir dazu auch meinen Blogartikel an:
Jeden Tag ein Teil aussortieren – so lief meine Aufräum-Challenge im Jahr 2021
Kreative Aufräum-Challenge-Ideen: Bingo, Zeitrennen & Co.
- Aufräum-Quickies: Erledige täglich eine 5-Minuten-Aufgabe (z. B. Handtasche oder Handschuhfach aufräumen).
- Aufräumen als Zeitrennen: Stelle dir täglich einen 10-Minuten-Timer und räume in dieser Zeit auf, was du schaffst.
- Aufräum-Bingo: Erstelle ein A4-Blatt mit verschiedenen kleinen Aufräum-Aufgaben und hake in den 30 Tagen möglichst viele feierlich ab! Oder hol dir gleich ein fertiges Aufräum-Bingo >>>

Routinen entwickeln
- Mache es dir zur Gewohnheit, abends Küche oder Wohnzimmer aufzuräumen: Kissen ausrichten, Wohnzimmertisch abräumen und abwischen, Decken ordentlich zusammenlegen.
Praktische Tipps für die Umsetzung
Damit du mit Freude und Motivation dranbleibst, helfen dir diese Tipps:
- Plane voraus: Überlege dir vorab, welche Bereiche du bearbeiten möchtest und notiere dir konkrete, kleine Schritte.
- Nutze meinen Mini-Kurs „Diesmal bleibe ich dran!“ – der Kurs unterstützt dich dabei, Hindernisse zu erkennen und motiviert zu bleiben.
- Belohne dich: Setze dir kleine Etappenziele und feiere jeden Erfolg – vielleicht mit einem guten Buch oder einem entspannten Abend.
- Bleib flexibel: An manchen Tagen schaffst du mehr, an anderen weniger. Das Wichtigste ist, dass du weitermachst.
- Organisiere neu: Miste nicht nur aus, sondern schaffe gleich neue Ordnungssysteme – zum Beispiel mit praktischen Einteilungen für deine Schubladen.
Starte deine Challenge noch heute!
Bist du bereit, deinen Kleiderschrank zu verschlanken, dein Postfach zu befreien oder endlich Ordnung in deine Unterlagen zu bringen? Starte deine 30-Tage-Aufräum-Challenge und erlebe, wie gut es tut, wieder mehr Übersicht und Struktur zu haben.
Welche Variante der Aufräum-Challenge gefällt dir am besten? Teile deine Ideen in den Kommentaren und lass dich von den Erfahrungen anderer inspirieren. Brauchst du noch mehr Tipps? In meinem Selbstlernkurs „Diesmal bleibe ich dran“ findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiche Challenges und eine Community, die sich gegenseitig beim Durchhalten motiviert.
Neuauflage meiner 30-Tage-Aufräum-Challenge: Januar 2026
Am 1. Januar 2026 gibt es eine Neuauflage meiner Aufräumchallenge. Wie bereits im Vorjahr dokumentiere ich täglich, was ich ausgemistet oder aufgeräumt habe.
So will ich meine Aufräum-Challenge 2026 konkret angehen
Ich habe mich entschieden, in meiner aktuellen Aufräum-Challenge das Thema „digitale Ordnung“ bewusst auszuklammern. Der Grund: Beim Planen meiner Challenge ist mir bewusst geworden, wie viel da zu tun ist. Klar, ich könnte das mit angehen, dann ist wenigstens ein Teil schon getan. Anfangs war das auch mein Plan. Nun konzentriere ich mir ausschließlich auf physische Ordnung und die digitale Ordnung ist etwas später im Jahr dran. Vielleicht im März?
Der Grund ist folgender: Im Jahr 2025 hatte ich gleich zwei Challenges, bei denen es ums Aufräumen bzw. um Ordnung ging. Das heißt, alles offensichtlichen „Wegwerfkandidaten“ sind schon weg. Aber: Es sind Bereiche übrig geblieben. Und warum sind sie übrig geblieben? Weil sie schwierig sind. Weil ich selbst noch nicht so richtig weiß, wie ich damit umgehen soll. Und weil ich weiß, dass es sich dabei nicht um Aufgaben handelt, die mal so eben nebenbei erledigt sind. Ganz im Gegenteil, nur deshalb gibt es sie ja noch.
Ich habe mich für ein Aufräum-Bingo* mit eigenen Aufgaben entschieden, das genau das berücksichtigt. Hier ist es:

Das Bingo-Sheet hat 30 Felder, für jeden Tag eins. Ich hätte mir natürlich auch für jeden Tag eine kleine Aufgabe eintragen können, die ich in einer selbstgewählten Reihenfolge erledige. Erledigte Aufgaben werden durchkreuzt. Sobald eine Zeile oder Spalte komplett erledigt, also durchkreuzt ist, habe ich mir eine Belohnung verdient.
Wie diese Belohnung aussieht, definiere ich selbst. Hier sind einige Beispiele für Belohnungen für erledigte Aufgaben:
111 kleine Belohnungen, die deine Motivation pushen!
Ich habe für mich noch keine Belohnungen definiert, das mache ich wenn es so weit ist.
In meinem Bingo-Sheet habe ich nicht für jeden Tag Aufgaben eingetragen, das hat folgenden Grund:
Einige der Aufgaben sind so komplex, dass ich sie nicht an einem Tag erledigen werde. Wenn möglich, habe ich diese größeren Aufgaben bereits in kleinere Abschnitte aufgeteilt. Bei anderen Aufgaben weiß ich noch nicht genau, was mich erwartet, wenn ich mich damit konkret befasse. Für diese Aufgaben habe ich Tage als „Joker“ reserviert.
Weitere Tage habe ich mit OQ1 bis OQ10 bezeichnet. OQ steht für „Ordnungsquickies“:
Die leeren Felder sind für kleine Aufräumprojekte reserviert, die sich im Laufe des Monats noch ergeben. Ich weiß ja aus Erfahrung: Wenn der Blick erst mal für das Thema geschärft ist, der Fokus darauf liegt, eröffnen sich neue Perspektiven. Wenn nicht, habe ich ja noch meine Ordnungs-Quickies.
Tag 1 – 1. Januar 2026: Steuerbelege aus 2015
Wie schon im letzten Jahr habe ich meine Steuerunterlagen aus dem Jahr 2015 vernichtet. Das ist einfach, muss eben nur gemacht werden. Und interessant, was vor 10 Jahren in meinem (neben)beruflichen Leben los war.

Und weil es so einfach war, habe ich gleich noch ein paar Hängemappen entsorgt. Dabei habe ich in einer der vermeintlich leeren Hängemappen einen Ausdruck meiner Website von 2008 gefunden. Und die Autorenseite für einen Onlinekurs, den ich damals angeboten hatte. Wie interessant ist das denn 🫣

Tag 2 – 2. Januar 2026: Ein „vergessenes“ Bücherregal und Papiertüten
Ich wusste, ab Tag 2 wird es schwierig. Und ich möchte natürlich die schwierigen Fälle gleich zu Beginn anpacken, bevor der Alltag wieder richtig losgeht.
Texterbücher und Losblattsammlungen
Es begann mit einem kleinen, unscheinbaren Bücherfach, das ich kürzlich „wiederentdeckt“ hatte. Damit war ich schnell durch. Es sind fast ausschließlich Texter-Bücher, die ich nach meiner letzten Bücher-Umräum-Aktion schon vermisst hatte und die ich nur prominenter unterbringen möchte. Außerdem gibt es dort zwei Loseblattsammlungen über Organisation und Selbstmanagement. Ob ich die noch behalten will? Einiges vielleicht. Dazu müsste ich sie durchsehen, aber … nein, nicht jetzt.
Shopping-Papiertüten
Eine wirklich harte Nuss sind meine beiden Ordnungsboxen mit Papiertüten. Von schlichten braunen bis hin zu stylishen Designertüten. Die brauche ich natürlich nicht alle, aber sie einfach so ins Altpapier zu geben, das gelingt mir einfach nicht. Ich versuche, sie im Alltag zu verwerten, aber es kommen regelmäßig welche dazu, wodurch ich den Berg nie wirklich abtragen kann. Was sagt das eigentlich über mein Shoppingverhalten aus?
Heute habe ich mal nach Möglichkeiten zur Zweitverwertung gesucht.
- Das meiste dieser Ideen setze ich ohnehin schon um, wobei hier tatsächlich die braunen Einkaufstüten gemeint sind: https://mygreentoddler.com/paper-bag-uses/
Mir ist schon lange klar, dass man aus dem schönen Papier tolle Dinge gestalten kann, das ist ja auch der Grund dafür, dass ich mich so schwer davon trennen kann. Nur – aus heiterem Himmel habe ich auch keine Ideen dafür. Und auch dafür müsste ich mir die Zeit nehmen.
- Erste DIY-Ideen habe ich hier gefunden: https://www.wmn.de/living/home/papiertueten-upcycling-wiederverwenden-basteln-id498999
Ich bin gespannt, was siegen wird: Die Hoffnung auf mehr Zeit auch für solche kreativen DIY-Projekte oder der realistische Blick auf mein Zeitbudget und meine Prioritäten. Oder … wäre auch das mal eine Challenge-Idee? Kreatives Upcycling?
Für heute habe ich alle Tüten eines Designershops in der Nähe zusammengesucht um sie bei der nächsten Gelegenheit dort abzugeben. Es sind zwar die schönsten meiner Tüten, aber auch die größten. Das ist doch schon mal ein Anfang.
Tag 3 – 3. Dezember 2026: Ade Sport-Kosmetiktasche
Heute beim Sport nervte mich meine Sport-Kosmetiktasche. Der Reißverschluss funktioniert nur noch einseitig und die Form ist unpraktisch. Andererseits hat sie auch einige sehr praktische Seiten an sich, die ich nirgends sonst gefunden habe. Dennoch habe ich heute – nach bestimmt 20 Sportjahren – davon getrennt. Ich hatte ohnehin längst eine andere, die auf ihren Einsatz wartet. Ob ich es bereue? Das weiß ich beim nächsten Mal im Fitness-Studio.
Tag 4 – 4. Dezember 2026: Chaotische Ablage
Erinnerst du dich an die beiden Ordner von vorgestern? Heute wollte ich sie mal kurz durchblättern – und dann weg damit. Aber von wegen! Denn beim schnellen Durchblättern blieb ich bei dem Stichwort „Chaotische Ablage“ hängen. Das ist ein super einfaches System für Papierunterlagen, die nicht thematisch abgelegt werden können und dann typischerweise Stapel bilden.
Die Unterlagen werden dort abgelegt, wo Platz ist und mit einer Kennung versehen. Der Platz, also der Ordner, das Hängeregister, das Regalfach, der Karton oder der Stehsammlung bekommt auch eine eindeutige Kennung. In einer Master-Liste wird dann nur noch das Dokument oder Buch mit den dazugehörigen Kennungen erfasst.
Was für ein Glück ist das bitte? Also wenn ich es mit diesem System nicht hinbekomme, meine „Sorgenkinder“ zu bewältigen, dann weiß ich auch nicht. Ich habe schon angefangen – und es ist super.
Übrigens, die beiden Ordner dürfen bleiben. Ich habe einige Abschnitte entsorgt, einiges rund um die Telekommunikation ist ja definitiv veraltet. Aber das meiste ist Evergreen.
Aus zwei Papiertüten habe ich heute übrigens etwas gebastelt. Hat Spaß gemacht.
Tag 5 – 5. Januar 2026: Zwei Ordner verschlankt
Den Inhalt zweier Ordner habe ich durchgesehen, einiges aussortiert und in meine Notion-Mediathek integriert. Leider noch kein weiteres Kreuz in meinem Aufräum-Bingo, das Fach ist nicht ganz fertig geworden.
Tag 6 – 6. Januar 2026: Drei Kreuze im Aufräum-Bingo
Heute konnte ich meinem Aufräum-Bingo* gleich drei Kreuze hinzufügen. Dort heißen zwei der Felder „flaches Bücherregal rechts“ und „weißes Regal unten rechts“. Hauptsache, ich weiß, was damit gemeint ist. 😊
Außerdem habe ich ein Blanko-Feld durchkreuzen können, denn ich habe eine bis dato nicht erfasste Schreibtisch-Schublade aufgeräumt.
Meine „chaotische Ablage“ ist wirklich der Hammer. Ich bin jetzt viel motivierter, Unterlagen abzulegen, weil ich weiß, dass ich sie über die Suchfunktion in Notion jederzeit wiederfinde. Und weil ich sie jetzt ebenso mit Tags versehen habe wie meine digitalen Medien und sie bei einer thematischen Suche auftauchen. Ich bin begeistert!
Tag 7 – 7. Januar 2026: Eine Datenbank in Notion
Ich weiß, in diesem Monat habe ich mich zum Papieraufräumen committet. Aber heute ärgerte mich meine Content-Datenbank in Notion so sehr, dass ich einfach nicht anders konnte und sie einmal aufgeräumt habe. Nun überblicke ich meine Ideen und Entwürfe für Blogartikel und Newsletter endlich wieder. Das musste mal sein! Wieder ein Kreuz in einem Blanko-Feld des Aufräum-Bingos – Nummer sechs.
Tag 8 – 8. Januar 2026: Unterwäsche – Ordnungs-Quickie Nr. 27
Da ich heute ultrawenig Zeit für meine Challenge hatte, nahm ich mir das erste Ordnungs-Quickie vor. Du erinnerst dich an das Buch mit den kleinen Aufräum-Aufgaben? Hier verlinke ich es noch einmal: „Ordnungs-Quickies“ von Dagmar Schäfer*
Ich entschied mich für Ordnungs-Quickie Nr. 27, die Unterwäsche. Das juckt mir schon seit Tagen in den Fingern, allerdings habe ich diesmal doch nichts aussortiert. Das mache ich immer, sobald mir etwas auffällt – aber man weiß ja nie. So habe ich alle Unterwäsche-Schubladen wenigstens einmal ausgewischt und den Inhalt neu einsortiert.
Tag 9 – 9. Januar 2026: Ungekühlte Lebensmittel und Vorräte – Ordnungs-Quickie Nr. 24
Diese Aufgabe aus dem Buch „Ordnungs-Quickies“ von Dagmar Schäfer* habe ich spontan gewählt, weil mich Krümel genervt haben … aber von Anfang an.
Für unsere ungekühlten Vorräte, die wir in einem Unterschrank aufbewahren, hatte ich vor einiger Zeit ausziehbare Schubladen zum Nachrüsten gekauft. Und jetzt wird es peinlich …
Denn ich hatte die Schubladen ja selbst eingebaut und hätte wissen müssen, dass ich sie ganz einfach herausnehmen kann, ohne die seitlichen Halterungen abzuschrauben. Denn so hatte ich sie ja auch angebaut. Trotzdem war ich lange der Meinung, um den Schrankboden zu reinigen, müsse ich die Schubladen komplett demontieren. Und da die Schubladen Gitterstäbe haben, fällt immer mal etwas durch. Krümel und heruntergefallenen Kleinkram habe ich bisher immer mit Hilfsmitteln und Verrenkungen entfernt. Bis heute!
Um die Fläche unter den Gitterschubladen endlich mal gründlich zu reinigen, räumte ich alle Vorräte aus und wollte die Schubladen demontieren – und da sah ich, dass ich sie nur „rausklicken“ muss. Tja … gut (es wieder) zu wissen.
Aber es hat sich auch gelohnt, die Vorräte mal wieder raus- und einzuräumen. Allein dadurch, dass sie nun wieder ordentlich aufgestellt sind, scheint gleich viel mehr Platz zu sein. Und nach der „Kochorgie“ über Weihnachten (wir hatten 7 Tage lang Besuch) gab es auch einige angebrochene Verpackungen, deren Inhalt in Glasbehälter umgefüllt werden konnte.
Mein System selbst habe ich bei der Gelegenheit nicht komplett geändert, das funktioniert ganz gut. Aber während ich das hier schreibe, merke ich, dass ich doch noch einige kleine Dinge optimieren möchte. Das Gewürz-Drehregal stört mich …
Übrigens, so sieht mein Aufräum-Bingo aktuell aus:

Tag 10 – 10.Januar 2026: Ordnungs-Quickie Nr. 53 – Digitale Smartphone-Bilder
Eine mindestens 3-stündige Zugfahrt steht an – perfekt für eine Aufräum-Aufgabe für unterwegs. Ich nehme mir meine digitalen Bilder auf dem Smartphone vor. Allein schon deshalb, weil ich immer noch an meinem Jahresrückblick arbeite und mich dazu schon seit Tagen durch meine Bildergalerie kämpfe. Ich habe also die gesamte Zugfahrt dazu genutzt, meine Bildergalerie durchzugehen und alle Bilder zu löschen, die doppelt, unscharf oder insgesamt nicht gelungen sind.
Ganz ehrlich, diese 3 Stunden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es war ein sehr gutes Training für meine Entscheidungsstärke und meine Wahrnehmung (welches Foto ist besser und warum?) – aber wenn ich mal hochrechne, wie viele Stunden ich benötige, um meine Galerie so zu verschlanken wie ich es jetzt für wenige Monate des letzten Jahres gemacht habe, wird mir schwindelig.
Tag 11 – 11. Januar 2026: Weiter geht’s mit der Fotogalerie
Auch die heutige Rückfahrt habe ich mit dem Ausmisten nicht benötigter Smartphone-Bilder verbracht. Mit Ankunft am Rostocker Hauptbahnhof hatte ich gerade die letzten Dezember-Fotos gelöscht.
Da ich gestern bei Monat Juli begonnen hatte, kann ich also für ein halbes Jahr Bilder-Ausmisten 5-6 Stunden ansetzen. Da habe ich noch einiges vor mir, wenn ich mich – allein hier – von digitalem Ballast befreien möchte. Ich habe mich heute mehrfach gefragt, warum ich alles immer doppelt und dreifach fotografieren muss. Noch ein besserer Ausschnitt, noch ein besserer Winkel, und schnell gibt es bis zu10 Varianten eines Motivs. Wenn ich da nicht regelmäßig aufräume, wird es sehr schnell übersichtlich, denn ich muss mich dann ja auch für die beste Variante entscheiden. Hoffentlich erinnere ich mich bei meinen nächsten Fotos an meine aktuelle Löschaktion.
Tag 12 – 12. Januar 2026: Endlich geht’s an die Rezepte
Heute war der seit einem Jahr ungeöffnete Rezepte-Karton dran. Und offenbar hatte ich vor einem Jahr schon eine ganze Menge ausgemistet. Das macht es mir nicht einfacher. Aber ich war mutig und habe großzügig Rezepte aussortiert, die ich vermutlich nie nachkochen werde. Aber für heute ist erst mal Schluss damit, morgen geht’s weiter.
Tag 13 – 13. Januar 2026: Weiter Rezepte – und Kochbücher
Warum fällt mir das nur so schwer? Ich habe weiter Rezepte aussortiert – und trotz alle Aufräum- und Ausmistmantras fällt mir das sehr, sehr schwer. Dabei suche ich Rezepte meistens im Internet. Und ich war erstaunt, was für Kochbücher und Rezepte ich heute entdeckt habe.
Ich habe mir immer vorgestellt, wann ich die wohl mal gebrauche könnte. Denn ich weiß ja selbst, dass ich nicht einfach Kochbücher durchblättere, um mir Inspirationen zu holen. Eher ist es umgekehrt. Ich möchte etwas zubereiten und schlage dann nach, wie ich das übliche Rezept abwandeln kann. Dazu nutze ich, wenn überhaupt, nur einige wenige Kochbücher.
Warum behalte ich dann die anderen? Wahrscheinlich, weil sie alle so schön aussehen. Okay, eins habe ich heute schon mal aussortiert …
Tag 14 – 14. Januar 2026: YEAH – mein Tütenproblem ist gelöst!
Die entscheidenden Tipps kamen von Ordnungsexpertin Monika Köhler von „Ausmisten und mehr“: Zum Thema „Wohin mit überflüssigen Einkaufstüten“ empfiehlt sie unter anderem:
- an den jeweiligen Shop zur Wiederverwendung zurückgeben
- im Sozialkaufhaus abgeben
Beides habe ich heute gemacht – und sowohl im Closed Store als auch im Sozialkaufhaus war man sehr erfreut. Wer hätte das gedacht …

Gerade im Sozialkaufhaus hieß es: „Ja super, Tüten können wir immer gebrauchen …“
Ich habe jetzt nur noch eine Ordnungsbox mit Papiertüten statt zwei – ich benötige ja auch immer mal wieder welche – und falls es doch mehr werden sollten, freut sich das Sozialkaufhaus, wie ich jetzt weiß. Und – mein Aufräum-Bingo hat ein weiteres Kreuz bekommen.
Ohnehin ist Monikas Blog eine super Anlaufquelle rund ums Ausmisten für mich. Denn ihr geht es ums nachhaltige Ausmisten – und genau darum geht es mir auch. Ich trenne mich gern von Dingen, wenn ich weiß, dass sie „in gute Hände“ kommen und ein zweites Leben erhalten. Vielleicht ist das meine DDR-Prägung? Wer so wie wir in der DDR ein eigenes Haus hatte, für den war jede Schraube und jede Leiste äußerst wertvoll.
Hier verlinke ich dir einen ihrer Artikel über nachhaltiges Entrümpeln:
NACHHALTIG ENTRÜMPELN-So findest du einen guten Platz, für alles was du nicht mehr brauchst
Tag 15 – 15. Januar 2026: Weniger Rezepte, weniger irgendwas …
Mit der Rezepte-Kiste bin ich fast fertig, und auch die Tasche „Wichtig“ hat heute an Volumen verloren. Leider noch kein Kreuz fürs Aufräum-Bingo …
Tag 16 – 16. Januar 2026: Gleich zwei Kreuze – und weniger Bücher
Unser größtes Bücherregal habe ich schon letztes Jahr in vier Aufräum-Abschnitte aufgeteilt, heute habe ich den zweiten davon abgearbeitet. Das heißt, die Bücher ausgeräumt, Regale ausgewischt, die Bücher gesichtet und möglichst viel aussortiert. Den Rest thematisch sortiert wieder eingeräumt. Die meisten der Bücher auf dieser Seite gehören Hannes, bei anderen kann man das nicht so genau sagen. Und von denen, die nicht ausdrücklich ihm gehören, habe ich einige aussortiert – jetzt liegen sie bereit für die Büchertelefonzelle.
Ich hoffe nur, dass Hannes nichts davon wieder zurückstellt. Oder oder wenigstens nicht allzu viel …
Und weil sich dieses Kreuz so gut anfühlt, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe mich auch noch von den letzten Rezeptkarten getrennt. Und habe mir damit gleich das zweite Kreuz verdient!
Tag 17 – 17. Januar 2026: Endlich ein aufgeräumtes Bücherregal!
Am Ende war es halb so schlimm. Die beiden letzten Regalreihen habe ich heute „in einem Rutsch“ aufgeräumt. Allerdings liegt die Betonung hier auf „Aufräumen“, nicht auf Ausmisten. Denn ich habe die Bücher aus den Regalen geräumt, die Fächer ausgewischt und die meisten Bücher neu geordnet wieder eingeräumt. So war es ja auch geplant.
Erstaunlicherweise passen die Bücher jetzt viel besser ins Regal, teilweise ohne zweite Reihe. Dennoch – ich werde später wohl doch noch mal kategorienweise durchgehen und das eine oder andere Buch gehen lassen. Jetzt habe ich ja noch die volle Büchertasche von gestern, die muss erst mal weg.
Jetzt kann ich endlich …
- meinem Aufräum-Bingo* zwei neue Kreuze hinzufügen
- in meiner Tody-App eine seeeeehr lange überfällige Aufgabe abhaken
- die Aufgabe endlich in meiner letzten To-Want-Liste abhaken (wenn auch verspätet – fertig ist fertig!)
Tag 18 – 18. Januar: Der zähe Stapel …
Es gab da noch diesen einen hartnäckigen Stapel, bei dem ich gar nicht so genau weiß, wie er entstanden ist. Ich glaube, durchs Hin-und Herräumen. Über Weihnachten und im Januar durch meine Aufräumchallenge. Eine Sammlung von Dokumenten, die nirgends hingehörten. Das ist ja die Natur von Stapeln.
Vollständig abgetragen habe ich ihn noch nicht, aber sehr deutlich reduziert.
Tag 19 – 19. Januar: Schuhe und Stiefeletten
Heute habe ich mich von insgesamt drei Schuhpaaren getrennt. Sie stehen schon etwas länger auf meiner mentalen Kann-weg-Liste, aber bisher habe ich immer noch gezögert, weil sie passen, neutral und intakt sind. Ich hätte sie also durchaus noch tragen können. Habe ich nur nicht gemacht. Und, wie ich gerade in meiner Kleiderschrank App gesehen habe, bereits seit 5 und 6 Jahren. Das dritte Paar steht offenbar noch länger ungetragen im Schrank, weil es nicht einmal in meiner App erfasst war. Und das will etwas heißen, ich muss sie also seit 2018 haben und nicht getragen haben. Sie haben wohl immer auf Gartenarbeit und Renovierung gewartet 😊
Laut Buch habe ich damit gleich zwei Ordnungs-Quickies* abgearbeitet, Nr. 41 – Halbschuhe und 42 – Stiefel und Stiefeletten. Doch da es so einfach war, gebe ich mir dafür nur ein Kreuz auf dem Aufräum-Bingo. Kein Wunder, dass ich mir immer noch keine Belohnung verdient habe …

Tag 20 – 20. Januar 2026: Hausapotheke
Unsere Hausapotheke ist recht überschaubar, deshalb war mein Ordnungs-Quickie Nr. 63 (siehe Buch)* schnell erledigt. Ich konnte immerhin noch drei Teile aussortieren und konnte mir ein schnell verdientes Kreuz in mein Aufräum-Bingo eintragen.
Tag 21 – 21. Januar 2026: Mein neuer Büchertrick
Bei der Aufgabe „Flaches Bücherregal links“ musste ich mich ein wenig austricksen. Denn die Bücher in diesem Regal hatten einen besonderen Status bzw. Zweck, an den ich mich allerdings nicht mehr erinnern kann. Deshalb hatte ich mir morgens beim Schwimmen – meiner „Kreativstunde“ – folgenden Trick überlegt:
Ich sortiere ganz streng aus, und zwar nach den Kriterien, die ich in Dagmar Schäfers „Ordnungs-Quickies“* und bei Ordnungsexpertin Monika Köhler gelesen hatte. Die wären:
Weg können demnach …
- Romane, die ich seit Jahren nicht lese
- Romane, die ich schon gelesen habe
- Lehrbücher, in die ich seit Jahren keinen Blick mehr geworfen habe
- Sachbücher und Ratgeber zu Themen, die mich nicht (mehr) interessieren
Und da gibt es so einige.
Monika Köhler empfiehlt: Alles, was sich innerhalb von 20 Minuten für unter 20 Euro beschaffen lässt kann weg. Okay, die Bücher sind zwar nicht in 20 Minuten da, aber ich kann sie wenigstens in dieser Zeit bestellen.
Ich habe mir dann überlegt, was mich daran hindern könnte, mich nach diesen Regeln von einem Großteil meiner Bücher zu trennen. Ich glaube, ich will wenigstens wissen, was ich da weggebe. Warum auch immer …
Meine erste Idee, die Titel in Notion zu erfassen erschien mir viel zu aufwändig. Aber ein Foto vom Cover, das geht doch schnell, oder?
Und so habe ich es dann gemacht. Plötzlich war es ganz leicht.
Das Regal ausgeräumt, erkannt, dass fast alle Bücher in eine der Wegwerf-Kategorien passen. Bei der Gelegenheit habe ich noch eine weitere entdeckt:
Auch wenn mir Buchsatz und Haptik nicht gefallen, können die Bücher weg. Sollte ich doch noch mal auf die Idee kommen, sie lesen zu wollen, wird es sicherlich eine Kindle-Version geben.
Einige Bücher habe ich dann doch noch behalten, will aber schnell herausfinden, ob ich sie bleiben dürfen oder nicht. Ich lese die ersten 10 Seiten, und dann weiß ich, ob ich weiterlesen möchte oder nicht.
Alle anderen Bücher habe ich schnell fotografiert und aus dem Haus geschafft. Morgen bringe ich sie in die Büchertelefonzelle.


Tag 22 – 22. Januar 2026: Handschriftliche Notizen ins Notion
Wie lange hatte ich schon vor, endlich meine vielen, vielen Notizzettel in mein Notion-Board zu übertragen. Ich bin heute zwar nicht fertig geworden, aber ein Zwischenziel ist erreicht. Hoffentlich kann ich meine Schrift morgen besser lesen 😊
Deine Challenge hältst du sowieso nicht durch? Das kannst du ändern!
In meinem Mini-Kurs „Diesmal bleibe ich dran!“ lernst du 7 Erfolgsfaktoren kennen, mit denen du in Zukunft jede Challenge meisterst!
Melde dich gleich an:

Mein Selbsttest: So lief meine 30-Tage-Aufräum-Challenge im Januar 2025
Für meine eigene Aufräum-Challenge im Januar 2025 habe ich mir vorgenommen, systematisch meine Papierunterlagen zu prüfen und auszumisten. Die Liste meiner Vorhaben ist lang:
- Die Buchhaltung des Jahres 2014
- Diverse Ordner mit Dokumenten
- Online-Marketing-Unterlagen aus den Jahren 2005–2012 – ich bin gespannt, ob davon heute noch etwas relevant ist
- Kassenbelege
- Bedienungsanleitungen
- Wohnzeitschriften, die ich für Einrichtungsideen aufgehoben habe
- Schnittmuster, über die sich meine Freundin freut
- Interessante Zeitungsausschnitte
- und vieles mehr …
Ich werde dazu das Buch „Ordnungs-Quickies“ von Dagmar Schäfer* nutzen. Das Buch enthält Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für kleine Aufräum-Projekte zu allen möglichen Themen, auch zum Papierkram.
Wie bei jeder Challenge ist mir wichtig, neue Strukturen zu schaffen, von denen ich auch langfristig profitiere. Besonders die Aufbewahrung meiner Kassenbelege braucht ein besseres System – das bisherige hat nie wirklich funktioniert.
Meine Regeln:
- Täglich sichte und organisiere ich einen kleinen Bereich mit Papierunterlagen und miste aus, was möglich ist
- Einen Tag pro Woche darf ich aussetzen
- Als Belohnung gönne ich mir am Monatsende eine kleine Überraschung – aber nur, wenn ich meine „Cheat Days“ nicht in Anspruch genommen habe
* Dieser Link ist ein sogenannter Affiliatelink. Falls du das Produkt über diesen Link kennenlernst und irgendwann ebenso überzeugt sein solltest wie ich, erhalte ich eine kleine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht.
Hier habe ich ab 1. Januar 2025 dokumentiert, welche Aufräumschritte ich täglich unternommen habe.
Tag 1 – 1. Januar: Steuerbelege 2014
Zugegeben, so groß war diese Herausforderung nicht. Meine Steuerbelege aus 2014 hätte ich heute vermutlich auch ohne Aufräumchallenge vernichtet. Ich genieße dieses Ritual zu Beginn jeden Jahres und es fällt mir auch nicht schwer. Ich schwelge einen Moment in Erinnerungen – „stimmt, da war ich beim Meeting in Köln …“, „ach, da war ja noch Frau ABC meine Ansprechpartnerin bei Auftraggeber XYZ …“, „… oh, so viel hat mein Laptop damals gekostet …“ – und dann kann ich mich auch schnell trennen. Das wird in den nächsten Tagen nicht immer so leicht sein.

Tag 2 – 2. Januar: Zwei Ordner sind wieder schlank!
Das war nicht ganz so einfach wie meine gestrige Aktion: Ich habe mir zwei Ordner vorgenommen (Versicherungen, Betriebskosten) und aussortiert, was nicht mehr benötigt wird. immer dabei der Gedanke: Ja, ich habe das alles 20 Jahre nicht benötigt. Aber was, wenn jetzt doch? Aber egal, ich war mutig!
Tag 3 – 3. Januar: Ein Deja-vue und die Bedienungsanleitungen
Heute war ein Karton dran, bei dem ich dachte, es wäre ganz einfach. Weg damit, denn nichts davon ist heute noch aktuell. Ich hatte mir einige Marketing-Unterlagen aus der Zeit meiner ersten Selbstständigkeit und meines ersten, inzwischen nicht mehr existierenden Blogs aufbewahrt, also um 2008 herum. Den Verdacht hatte ich ja schon, aber dass es so krass ist, überrascht mich etwas: Ja, es hat sich vieles geändert, aber vor allem Tools und Begriffe. Und man wurde noch gesiezt.
Schaut man über ein paar Details hinweg, wird deutlich: Inhaltlich ändert sich so viel weniger als uns immer weis gemacht wird. Beispielsweise in einer Anleitung zur Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger. Dort wurde bereits damals vermittelt, dass es um Lesbarkeit geht, um Relevanz für den Leser und es wurde vor scheinbar cleveren Keyword-Tricks gewarnt. Natürlich würde ich nach dieser Anleitung heute nicht mehr vorgehen, deshalb ist sie auch im Altpapier gelandet. Andere Unterlagen zu weniger techniklastigen Themen bekommen noch mal eine zweite Chance.
Interessant fand ich, dass auch schon 2008 folgende Punkte auf meiner Todo-Liste standen:
- Traffic auf die Website bringen durch Artikelmarketing
- Artikel SEO-optimieren
- Kostenloses E-Book zum Download
Deshalb: Nicht verrückt machen lassen und auf eine solide Wissensgrundlage vertrauen. Es lohnt sich. Gerade jetzt, wo überall zu lesen und zu hören ist, was 2025 so krass anders sein wird als 2024. Klar, gibt es immer wieder Neues, aber die Basics ändern sich nicht.
Und weil ich gerade so schön „drin“ war, habe ich mir gleich auch die beiden Kartons mit den Bedienungsanleitungen vorgenommen. Ich konnte das „Volumen“ der Anleitungen halbieren, da wir viele Geräte inzwischen nicht mehr haben. Dennoch fehlt mir ein gutes System. Ich überlege, ob ich sie überhaupt noch physisch aufbewahre, schließlich findet man zu nahezu jedem Gerät auch die Bedienungsanleitung digital.
Tag 4 – 4. Januar: Werbetexter-Unterlagen von 2008
Heute habe ich mir eine Kiste mit Werbetexter-Unterlagen vorgenommen. Damals war ich als Werbetexterin selbstständig und wenn ich mich weiterbilden wollte (also ständig 😉) holte ich mir die Infos von amerikanischen Copywritern. Das, was heute an jeder Ecke vermittelt wird, war damals in Deutschland ungewohnt und weitgehend unbekannt.

Was davon könnte mir heute noch nützlich sein? Die „SEO-Secrets“ eher nicht. Aber Produktivitätstipps für Texter? Dreifache Schreibgeschwindigkeit? E-Book-Tipps, wo ich 2025 doch ein Buch schreiben will? Darf erst mal bleiben, so wie auch die „Journalistische Kreativität“. Am Ende ist die Kiste nur noch halb so voll.

Tag 5 – 5. Januar: Die Online-Marketing-Kiste
Heute war meine Kiste mit alten Online-Marketing-Unterlagen von 2008/2009 dran. Dafür werde ich noch einige Tage benötigen, aber von einem Teil der Unterlagen konnte ich mich sofort leichten Herzens trennen: Alles, was ich beispielsweise zu Google Adsens und SEO/SEM gefunden habe. Beim Durchblättern ist mir nur wieder aufgefallen, dass damals schon die gleichen Themen dominierten wie heute. Nur dass es viele der Tools heute nicht mehr geben dürfte. Auch über die Bedeutung von Datenschutzerklärungen auf der Website habe ich etwas gelesen. Dass das alles nicht soooo neu ist, wird heute vielen garantiert nicht bewusst sein.
Tag 6 – 6. Januar: Küchenprospekte – und ein weiterer erschlankter Ordner
Diesmal musste eine Mappe mit Küchenprospekten dran glauben. Wir haben vor zwei Jahren unsere Küche renoviert und wollen noch einiges an der Küche ändern. Aber frühestens im nächsten Jahr, aktuell ist der Flur dran. Werde ich im nächsten Jahr tatsächlich diese Küchenprospekte durchschauen? Ich wusste ja heute schon nicht mehr, was an den einzelnen Küchenprospekten mir so sehr gefallen hatte, dass ich sie aufheben musste. Also war ich heute ziemlich streng mit mir und habe nach kurzer Durchsicht den ganzen ins Altpapier gegeben.
Dann war noch ein Ordner dran – deutlich verschlankt!
Tag 7 – 7. Januar: Die Rezeptsammlung
Ein Karton mit Rezeptkarten, Zeitungsausschnitten sowie Koch- und Backbüchern war heute dran. Ein Anfang ist gemacht. Denn so, wie die Rezepte jetzt aufbewahrt werden, wird niemand auf die Idee kommen, nach einem bestimmten Rezept zu suchen. Nun habe ich mir erst mal einen Überblick verschafft, mich von einigen Rezepten getrennt und überlege in den nächsten Tagen, wie ich die verbleibenden Rezepte sinnvoll aufbewahren kann. Und ob ich die wirklich alle benötige …
Tag 8 – 8. Januar: Kassenbelege – Teil 1
Heute war eine Kiste mit Kassenbelegen dran – die Hälfte davon habe ich heute entsorgt. Die andere Hälfte ist morgen dran. Die Lösung, Kassenbelege, aber auch Lieferscheine, Rücksendeaufkleber und anderen „Papierkram“ aus Online-Bestellungen einfach in eine Kiste zu werfen, ist einfach. Dafür findet man hinterher nichts wieder, falls das mal nötig sein sollte. Dafür möchte ich in diesem Monat eine andere Lösung finden.

Tag 9 – 9. Januar: Kassenbelege – Teil 2
Die Kassenbelege-Kiste ist Geschichte. Es gibt noch eine andere Stelle, wo ich die neueren Kassenbelege aufbewahre, diese werden dann Teil der neuen Lösung sein, die ich in den nächsten Tagen einrichten möchte.
Tag 10 – 10. Januar: Kassenbelege – Teil 3
Die neue Lösung für die Kassenbelege ist da – und alle Belege, die ich aufheben will, sind einsortiert. Ich verwende dafür eine ganz einfache Tasche mit mehreren Fächern, für jedes Quartal eine anderes. So kann ich jeweils die ältesten Belege entsorgen, wenn ein neues Quartal beginnt.
Tag 11 – 11. Januar: Ordner und Marketing-Unterlagen
Diesmal war wieder ein Ordner dran. Hier gab es nicht so viel auszusortieren, dafür habe ich den Inhalt auf zwei Ordner aufgeteilt: Alles, was Renovierungen an unserem Haus betrifft, will ich dauerhaft aufbewahren, bzw. bis zur nächsten Renovierung. Außerdem habe ich erste Marketing-Unterlagen aussortiert.
Tag 12 – 12. Januar: Marketing-Unterlagen von 2008 – was darf bleiben?
Heute habe ich mir meine Marketing-Unterlagen aus 2008 genauer angesehen. Ich hatte sie aufbewahrt, weil ich damals, nachdem ich meinen damaligen Blog eingestampft hatte, gleich wieder neu starten wollte. Es hat dann tatsächlich mehr als 10 Jahre gedauert. Die Kiste mit den Unterlagen hatte ich damals als wertvoll empfunden und ich dachte, ich würde sie schnell wieder benötigen.
Heute finde ich es zwar interessant, dass das, was damals spannend war, auch heute noch gelehrt wird. Aus gutem Grund: Es funktioniert. Die Techniken sind Evergreen. Aber ich habe mich trotzdem von fast allen Unterlagen getrennt, weil es solche Basics sind, die ich mir heute nicht mehr ansehen muss. Was ich allerdings aufbewahrt habe ist ein sehr umfangreiches E-Book, bei dem es um die Optimierung von Headlines geht. Denn das ändert sich nicht – und da darf ich mir auch wieder etwas mehr Mühe geben.

Tag 13 – 13. Januar: Heute durfte vieles bleiben.
Von den meisten Unterlagen, die ich heute gesichtet habe, trenne ich mich nicht. Es geht um kreatives Schreiben, um Lerntechniken, um Schnell-Lesetechniken. Das finde ich nach wie vor spannend – deshalb durfte fast alles bleiben.
Tag 14 – 14. Januar: Rund ums Vermieten hatte sich einiges angesammelt …
Wir sind Vermieter eines alten Mehrfamilienhauses – da gibt es regelmäßig Reparaturen, Renovierungen, Sanierungen und Modernisierungen. Zu alldem haben sich Papier-Unterlagen angesammelt. Bei der heutigen Ausmist-Aktion konnte ich mich von mehr als der Hälfte der Unterlagen trennen.
Tag 15 – 15. Januar: Ein Ordner mit „Texterwissen“
Ich habe einen Ordner mit dem Namen „Texterwissen“: Unterlagen rund ums Werbetexten aus dem Jahr 2008, die ich damals überaus wertvoll fand. All das ist heute immer noch aktuell, aber auch nichts besonderes. Von einem Drittel der Unterlagen konnte ich mich leicht trennen, der Rest bekommt zunächst noch eine zweite Chance. Aber nur, weil ich mir heute nur eine Viertelstunde Zeit nehmen konnte fürs Ausmisten.
Tag 16 – 16. Januar: Trenne ich mich von den Wohnmagazinen?
Ich habe einen Jahrgang von einem Wohnmagazin. Nicht mehr ganz neu, aber schön. Nur, muss ich sie deshalb behalten? Ich habe schon ewig nicht reingeschaut und wenn ich gerade ein Wohnprojekt planen würde, wäre meine Anlaufstelle wahrscheinlich Pinterest. Oder gern auch neue Wohnzeitschriften. Aber würde ich in dieser Situation einen Jahrgang von Wohnzeitschriften aus dem Jahr 2018 durchblättern, nur weil ich sie habe? Eher nicht.
Eine Frage, die man sich in solchen Situationen fragen kann: Würde ich mir diesen Gegenstand heute wieder kaufen? Wenn die Antwort „nein“ lautet wie in diesem Fall, bedeutet das: Ausmisten. Danke, diesen Impuls brauchte ich jetzt. Die ersten beiden Magazine sind im Altpapier. Ganz ohne durchblättern werde ich mich aber nicht von den restlichen Zeitschriften trennen können.
Tag 17 – 17. Januar: Notizen früherer Aufträge
Wie lange bewahrt man üblicherweise seine Notizen rund um frühere Aufträge auf? Um die eigenen Überlegungen und Entscheidungsgrundlagen bei Nachfragen noch einmal nachlesen zu können? Heute habe ich mir diese Notizen vorgenommen. Es kamen keine Nachfragen und würden sie jetzt kommen, könnte ich mit meinen Notizen aus dem letzten Jahr auch nicht mehr für Erhellung sorgen. Deshalb: Weg damit.
Was ich mir aufgehoben habe ist eine Broschüre für Gleichstellungsbeauftragte. Wie spannend: Damals habe ich Werbetexte für Gleichstellungsbeauftragte geschrieben, heute bin ich selbst eine.
Tag 18 – 18. Januar: Geschenkpapier-Vorräte
Heute bin ich unsere Vorräte an Geschenkpapier und Geschenktüten durchgegangen – und einiges durfte gehen. Mit unserer Aufbewahrungslösung bin ich grundsätzlich zufrieden, es ging also schnell.
Gleichzeitig merke ich, dass die Challenge immer schwieriger wird. Es wird jetzt wohl von Quantität zu Qualität übergehen. Habe ich mich in den ersten Tagen noch gefreut, große Papierberge ins Altpapier geben zu können, erfordert das, was mir jetzt bevorsteht, noch genaueres Abwägen. Was darf weg, was nützt mir jetzt noch, was demnächst? Die Entscheidung wird bei den Unterlagen, die ich jetzt im Visier habe, noch schwerer fallen.

Tag 19 – 19. Januar: PC-Job-Zeitschriften von 2003 und 2004
Damals hatte mich interessiert: Welche Möglichkeiten gibt es, mit dem PC eine Selbstständigkeit aufzubauen? Genau das habe ich später auch gemacht, aber die Zeitungen hatte ich dennoch behalten – damals fand ich die Infos äußerst wertvoll. Heute wirkt das schon alles etwas verstaubt. Schreibservice, Textbroker, Tintenpatronenfüllservice, Gutscheinbuch – gibt es das noch? Vielleicht, aber dann ganz anders als damals. Von diesen Zeitschriften konnte ich mich heute sehr leicht trennen.
Tag 20 – 20. Januar: Ein Ordner aus meiner früheren Selbstständigkeit
Heute war ich wirklich mutig! Ich habe einen Ordner aus meiner früheren Selbstständigkeit komplett entsorgt. Ein mulmiges Gefühl bleibt: Was, wenn etwas dabei war, was ich doch noch einmal benötige? Nein, kein Mensch wird sich jemals dafür interessieren, welche Domains ich beispielsweise im Jahr 2010 registriert hatte, wie hoch meine Büromiete war und auch die Zugangsdaten zum Router interessieren heute nicht mehr. Aber mein Businessplan? Kann der auch weg? Ich denke schon, aber vorher möchte ich ihn noch einmal lesen.
Tag 21 – 21. Januar: Drei „Rund-um“ -Ordner
Gleich drei „Rund-um“-Ordner waren heute dran: Rund ums Auto, Rund ums Internet, Sport und Fitness. Viel konnte ich heute nicht aussortieren, die Ordner waren aktueller als erwartet. Ein paar alte Trainingspläne, Zeitungsausschnitte, Werbung für den Glasfaseranschluss – viel war heute nicht zu holen.
Tag 22 – 22. Januar: Mein früheres Berufsleben – weg …
Heute habe ich Unterlagen aus meinem früheren langjährigen Job aussortiert: Fahrtenbücher, Protokolle von Jahresgesprächen, Briefe, Seminarunterlagen … da kam ein ordentlicher Stapel zusammen.
Tag 23 – 23. Januar: Geschäftliche Unterlagen, die nicht mehr wichtig sind
Und noch ein Ordner wurde verschlankt – uralte Unterlagen durften gehen: Domainkäufe und -kündigungen, ein Backup-Service, eine Finanzplanungs-Software.
Tag 24 – 24. Januar: Seminarunterlagen, „Online lernen“ und alte Aufträge
Es hat sich wieder gelohnt. Ich habe mir zunächst einen Ordner mit Seminarunterlagen vorgenommen – und von der Hälfte habe ich mich getrennt. Bei der anderen Hälfte schaffte ich es nicht. Es ging dabei um Themen, die mich auch heute noch bzw. wieder interessieren, unter anderem um das DISG-Modell.
In einem weiteren Ordner hatte ich Unterlagen von einem Studiengang „Online lernen“ aufbewahrt, auch das interessiert mich heute immer noch. Ob die Lehrhefte tatsächlich noch so aktuell sind, dass ich sie noch einmal aktiv nutzen werde? Ich weiß es nicht, aber es gelang mir auch nicht, mich von ihnen zu trennen. Zum Glück enthielt der Ordner auch Unterlagen, bei denen es mir leicht fiel.
Dann mussten noch einige Unterlagen von früheren Werbetext-Aufträgen gehen, und so war ich trotz zwischenzeitlicher Entscheidungsschwächen sehr erfolgreich.
Tag 25 – 25. Januar: Ordner, Hängeregister, Steuerzeug
Begonnen hatte ich mir einem Karton, den ich „Steuerzeug“ genannt hatte. Dort konnte inzwischen einiges weg, was älter ist als 10 Jahre. Vorgänge, die ich sicherheitshalber aufbewahrt hatte, aber auch die damals benutzte Steuersoftware. Ich finde doch immer wieder Papier, von dem ich mich jetzt trennen möchte. Einiges fällt mir leicht, anderes nach wie vor nicht. Beispielsweise gut erhaltene Ordner und Hängemappen. Schade drum. Doch ich werde nie wieder viel Papier haben, wozu also Ordner aufbewahren?
Inzwischen merke ich, dass ich viel Papier aussortiert habe. Und es wird sich in den nächsten Tagen noch stärker bemerkbar machen. Die meisten Behältnisse sind noch da, nur eben nur noch spärlich gefüllt. Einige stehen inzwischen völlig leer im Regal. Ich denke schon seit einigen Tagen darüber nach, wie ich sie neu organisieren werde – noch steht die neue Struktur aber noch nicht. Es gibt nach wie vor Bereiche, in denen es noch etwas auszusortieren gibt.

Tag 26 – 26. Januar: Bye-bye Hängeregister, Ordner, Kartons, Umschläge … hallo neue Ordnung
Heute war ich noch einmal sehr mutig – und es fühlt sich sehr gut an. Ich habe mein „Büromaterial- und Verpackungslager“ radikal ausgemistet. Da ich regelmäßig Aussortiertes auf Plattformen wie ebay oder vinted verkaufe, brauche ich auch Verpackungsmaterial in unterschiedlichen Größen. Aber soooo viel nun auch nicht. Und ich benötige auch nur selten neue Ordner – Hängeregister wahrscheinlich gar nicht mehr. Heute war der Tag, an dem ich mich endlich davon trennen konnte. Und plötzlich kamen auch die ersten Ideen zur Neuorganisation. So darf es weitergehen.
Tag 27 – 27. Januar: Hängeregister mit thematischen Notizen
Ich finde Hängeregister total praktisch, weil ich dort unkompliziert Zettel parken kann. Heute habe ich mir meine Hängemappen vorgenommen – mit dem Vorsatz, mich davon zu verabschieden. Aber dann habe ich festgestellt, dass ich einige der thematischen Mappen doch behalten möchte. Aber warum auch nicht, die Schublade mit dem Hängeregister könnte ich ohnehin nicht anders nutzen. Die Hälfte habe ich heute schon mal durchgesehen und reduziert, der Rest ist morgen dran.
Tag 28 – 28. Januar: Hallo neue Ordnung
Es beginnt gerade, immer mehr Spaß zu machen. Nach und nach fallen mir die richtig guten Lösungen für die Neuorganisation meiner Gegenstände ein. Es geht ja nicht nur um das verbleibende Papier, sondern zieht auch einiges andere nach sich. Heute beim Aufwachen hatte ich so viele Ideen, die ich auch sofort umsetzen musste. Happy!!! So geht „Challenge dich glücklich!“
Tag 29 – 29. Januar: Seminar-Mitschriften und Bewerbungen
Ich finde doch immer wieder etwas. Heute habe ich zwei Ordner aufgespürt, die gehen durften: Frühere Bewerbungen, einschließlich Einladungen, Zusagen, Absagen … Und Seminar-Mitschriften zu baufachlichen Themen. Hätte mich heute nur noch dann interessiert, wenn es nützliche Infos für die Instandhaltung unseres vermieteten Mehrfamilienhauses wären – das war bei diesen Themen aber nicht der Fall. So konnte ich mich bedenkenlos trennen.
Tag 30 – 30. Januar: Hängemappen Teil 2
Heute gab es den Feinschliff für meine letzten verbliebenden Hängemappen. Ich hatte mich ja entschieden, einige Mappen zu behalten und weiterhin zu nutzen. Allein schon, weil ich die spezielle Hängeregister-Schublade gar nicht anders nutzen könnte.
Fazit: Was habe ich mit meiner Aufräum-Challenge erreicht?
Ganz klar: ich bin happy darüber, was ich in den letzten Tagen geschafft habe. Denn ich habe täglich eine kleine Aufgabe erledigt, die ich bisher zwar immer gesehen habe, aber dann doch nicht sooo wichtig fand. Umso größer ist jetzt meine Freude! Denn dass ich da irgendwann mal ran muss, wusste ich natürlich.
Besonders froh bin ich darüber, dass ich nicht einfach nur Papier entsorgt, sondern auch neue, effizientere Ordnungssysteme geschaffen habe. Etwas, wovon ich auch zukünftig profitieren werde, wenn ich schon in der nächsten Challenge stecke.
Hannes war in den letzten Wochen nicht immer so begeistert, denn ruck-zuck war die Papiertonne voll, Wochen vor dem nächsten Abfuhrtermin. So hat er immer wieder Papier zum Wertstoffhof gebracht.
Ich weiß, du fragst dich jetzt vielleicht, warum ich überhaupt so viel Papier hatte. Tatsächlich hatte ich früher zu den verschiedensten Themen interessante Informationen gesammelt – ich glaube, das geht vielen Scannerpersönlichkeiten so. Erst recht, wenn sie in der DDR aufgewachsen sind.
Aber ich trainiere meinen Wegwerf-Muskel regelmäßig. Kurz vor der Corona-Pandemie habe ich mindestens ebenso viel Papier aussortiert. Damals hatte ich Unmengen leerer Ordner über Ebay-Anzeigen verschenkt – das was jetzt noch da war, hatte die damalige Runde überstanden.
Dennoch habe ich nicht alles geschafft, was auf meinem Wunschzettel stand. Die meisten Wohnzeitschriften sind noch da, ebenfalls viel zu viele Bedienungsanleitungen und Kochrezepte. Damit kann ich aber leben. Vielleicht befasse ich mich damit demnächst doch noch mal, vielleicht aber auch erst bei der nächsten Aufräum-Challenge.
Was nicht so lange warten kann, ist ein Stapel, der nicht so einfach abzutragen ist, weil mit jedem Blatt ein kleines To-do verbunden ist. Den werde ich mit in den nächsten Monat nehmen und jeden Tag davon eins dieser To-dos erledigen.
Deine Challenge hältst du sowieso nicht durch? Das kannst du ändern!
In meinem Mini-Kurs „Diesmal bleibe ich dran!“ lernst du 7 Erfolgsfaktoren kennen, mit denen du in Zukunft jede Challenge meisterst!
Melde dich gleich an:

FAQ: Häufige Fragen zur 30-Tage-Aufräumchallenge

Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.








0 Kommentare
Trackbacks/Pingbacks