Warum ich Sidepreneurin bin – und es auch bleiben will

9. April 2024
Sidepreneur

Ich mag das Wort “Brotjob” nicht besonders. In meinen Ohren klingt es etwas abwertend. Wie so eine Entschuldigung, dass man ihn macht, denn von irgendwas müsse man ja schließlich leben. Es impliziert gleichzeitig, dass die Selbstständigkeit nicht richtig läuft, denn wenn es anders wäre, müsste man ja nicht seinen “Brotjob” machen. Ist das so?

Ich habe das, was viele verschämt als “Brotjob” bezeichnen würden. Es ist mein Beruf und ich liebe ihn. Ich habe mich als Bauingenieurin vor Jahren auf das Gebiet “Ausschreibung und Vergabe” spezialisiert – genau mein Ding. Viele meiner Kolleg:innen finden „Ausschreibung und Vergabe“ todlangweilig, es ist so ähnlich, als würde man sagen man mag Buchhaltung oder Steuern.

Für mich als Scannerpersönlichkeit ist es die ideale Spezialisierung. Hier darf ich Expertin und Lernende zugleich sein. Klar, ich kenne mich gut aus auf dem Gebiet, immerhin ist es schon seit 1992 mein zentrales Thema. Dennoch lerne ich nahezu täglich dazu – und das mag ich. Das Vergaberecht ist in seiner Anwendung schwierig und ständig im Wandel.

Oh doch: Meine Arbeit ist kreativ und abwechslungsreich

Auch wenn es von außen anders aussehen mag – meine Kreativität ist täglich gefragt. Ich habe so viele Möglichkeiten, meine Arbeitsweise, meine Abläufe, sogar meine Arbeitsinhalte selbst zu gestalten, dass ich diesen Teil meines Schaffens niemals als „Brotjob“ bezeichnen würde. Dazu gehe ihm viel zu gern nach und die Menschen, mit denen ich dabei zu tun habe, mag ich auch.

Aber Moment mal, sind das dann nicht die idealen Voraussetzungen dafür, sich mit dem Thema selbstständig zu machen?

Nein, auf gar keinen Fall – jedenfalls nicht für mich. Das wurde mir schnell klar, als ich mich 2006 mit einem Ingenieurbüro für Ausschreibungsmanagement selbstständig gemacht hatte. In diesem Kontext fühlte ich mich mit dem Thema nicht mehr so wohl und war froh, dass ich mir daneben nach und nach ein zweites Standbein als Werbetexterin bzw. Copywriterin aufbauen konnte. Allerdings, will ich den ganzen Tag lang texten? Ehrlich gesagt, auch das nicht.

Als ich nach einigen Jahren der Vollzeit-Selbstständigkeit wieder in die Festanstellung gehen wollte, entdeckte ich meine Liebe zum Bauen sehr schnell wieder. Und plötzlich machte auch das Texten wieder Spaß – jedenfalls nebenberuflich. Beides gleichzeitig ist für mich eine gute Kombination und ergänzt sich erstaunlicherweise sehr gut.

Mein drittes “Standbein” findet in der Onlinewelt statt, und im Gegensatz zu meinen anderen beiden “unsichtbaren” Berufen bin ich hier sichtbarer.

Hier in der Onlinewelt habe ich oft das Gefühl, ich müsse mich dafür entschuldigen, dass ich angestellt bin. Der Status “angestellt” wird hier oft als etwas dargestellt, was man schnellstens hinter sich lassen sollte. So als wäre man “noch” angestellt, weil man es noch nicht geschafft hat mit seiner Selbstständigkeit genug zu verdienen. Doch ist die ausschließliche Selbstständigkeit immer so erstrebenswert?

Muss es immer heißen: entweder-oder?

Während meiner mehrjährigen Vollzeit-Selbstständigkeit war ich fest davon überzeugt: Selbstständigkeit ist toll, ich will nie, nie, nie wieder angestellt sein. Eine ebenfalls freiberufliche Designerin, der gegenüber ich das mal so äußerte, war da nicht so euphorisch. Sie meinte, wer weiß schon, was das Leben noch für uns bereithält …

Ich hatte ihr zunächst nicht geglaubt, und doch bin ich jetzt beides: angestellt und nebenberuflich selbstständig zugleich. Und ich finde es gut so.

Das versteht nicht jeder.

In meinem Angestellten-Umfeld gibt es inzwischen kaum noch jemand, mit dem ich gern über das Thema spreche. Ich glaube sogar, inzwischen gibt es nur noch wenige Kolleginnen und Kollegen, die wissen, dass ich auch freiberuflich arbeite.

Die Genehmigung meines Arbeitgebers zur Nebentätigkeit war damals für mich die Voraussetzung, überhaupt für längere Zeit in die Festanstellung zu gehen. Doch diejenigen, mit denen ich mich früher gern zu diesem Teil meines Lebens ausgetauscht hatte, sind entweder verstorben, im Ruhestand oder arbeiten inzwischen woanders.

Für mich selbst war es immer ein Vorteil, beide “Welten” zu kennen und mich darin zu bewegen.

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Allerdings: Die beiden “Lager” scheinen sich unversöhnlich gegenüber zu stehen:

  • Auf der einen Seite die “langweiligen” Angestellten, die sich nicht trauen, “mehr” aus ihrem Leben zu machen oder nicht kreativ genug sind.
  • Auf der anderen Seite die Selbstständigen, die „am Hungertuch nagen“, nicht für das Alter vorgesorgt haben oder denen es nur deshalb gut geht, weil sie andere Menschen ausbeuten.

Beides ist natürlich falsch, und beides höre ich so oder so ähnlich immer wieder.

Ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr auf solche Diskussionen.

Wer glaubt, dass ich nebenberuflich texte, weil ich sonst nicht über die Runden kommen würde, kann sich eben nicht vorstellen, dass Vielseitigkeit Spaß machen kann. Und dass es Menschen gibt, die ausgesprochen gerne arbeiten. 😊

Klar, wünsche ich mir mehr Zeit, aber möchte ich dafür etwas von meinen Engagements aufgeben? Jedenfalls nicht jetzt. Bald erreiche ich das Rentenalter und werde dann nur noch selbstständig sein. Aktuell gefällt mir meine Anstellung gut.

Online-Sidepreneurinnen, die sich nicht verstecken

Mir fallen übrigens ohne lange nachzudenken mehrere Online-Unternehmerinnen oder Content-Creatorinnen ein, die offen damit umgehen, dass sie einen Hauptberuf haben, der ihnen sehr wichtig ist. Konkret meine ich:

Die Zeitplanerin Anita Weiss: Anita hat neben ihrem Hauptberuf einen Blog, einen Podcast und ist auf Instagram aktiv. Außerdem erscheint jeden Monat ein aufwändig gestaltetes Newsletter-Magazin. Bei ihr geht es um Zeitmanagement und ADHS.

Yasemin Kaymak: Yasemin ist Lehrerin und hat einen Podcast mit Produktivitätstipps speziell für Lehrkräfte und ist ebenfalls auf Instagram aktiv.

Stefanie Seitz: Stefanie ist Doktor der Chemie und betreibt neben ihrem Hauptberuf mindestens zwei Projekte, in denen sie Kindern naturwissenschaftliche Inhalte vermittelt.

Conny und Cla: Conny Doll hat neben ihrem Hauptberuf den Mode- und Lifestyleblog Conny Doll Lifestyle – Fashion für Frauen 40plus, ebenso wie Claudia Steinlein bzw. „Cla“ von Glam up your Lifestyle. Ihr gemeinsamer Podcast „Durchbruch – zwei Ü40-Frauen auf dem Weg zum Erfolg“ erscheint alle 14 Tage und ich habe bisher jede Folge gehört.

Sie alle führen ihre beeindruckenden Onlineprojekte seit Jahren als Sidebusiness. Für mich deutet nichts darauf hin, dass es ihnen darum geht, ihren Hauptberuf endlich an den Nagel hängen zu können. Ich höre eher das Gegenteil heraus. Ich bin also nicht allein.

Warum also finde ich meine jetzige Konstellation so gut?

Ganz einfach: Sie macht mich frei.

Natürlich kann ich nicht über jede Minute meiner Zeit frei verfügen. Es gibt Regeln und Arbeitszeiten, die ich selbstverständlich einhalte. Damit kann ich sehr gut leben.

Daneben habe ich wahrscheinlich mehr Freiheit als viele Selbstständige, wenn sie ehrlich sind. Denn ich kann ganz entspannt meinen Leidenschaften nachgehen. Ich kann verkaufen, muss es aber nicht.

Der Fotograf Bill Cunningham sagt mal:

Wenn du kein Geld von ihnen nimmst, können sie dir nicht vorschreiben, was du zu tun hast.

Bill Cunningham

Ich finde, da ist etwas dran. Ich liege nachts nicht wach, weil ich mir Sorgen machen muss, weil der letzte Launch nicht gut lief.

Ich kenne diese Sorgen übrigens sehr gut, auch wenn ich während meiner damaligen Vollzeit-Selbstständigkeit nicht einmal richtig schlimme Zeiten erlebt hatte, obwohl das wirtschaftliche Umfeld damals, während der Finanzkrise, wirklich schwierig war. Allerdings traf ich in dieser Zeit auch eine strategisch falsche und sehr teure Entscheidung, die mich dann doch in finanzielle Schwierigkeiten und letztendlich zurück ins Angestelltenverhältnis führte.

Bei mir kam damals jeden Monat Geld rein, was nicht jeder oder jede aus meinem früheren Netzwerk von sich sagen konnte. Als Werbetexterin konnte ich damals gut überleben. Und trotzdem: Die Gewissheit, dass es im nächsten oder übernächsten Monat ganz anders aussehen kann, war immer präsent.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie zermürbend diese Sorgen um die Existenz sein konnten, und nicht nur bei mir. Ich denke, ähnliche Gedanken werden die meisten Selbstständigen begleiten, und nicht jeder wird damit so souverän umgehen können, wie es nach außen aussieht. In meinem damaligen Netzwerk war dieser “Schatten” jedenfalls dauerpräsent …

Höre ich hier etwa ein: Alles klar, nicht für die Selbstständigkeit gemacht. Oder: Typisch Angestelltenmentalität … also ob da alles so sicher wäre …? Natürlich weiß ich, dass es auch im Angestelltenverhältnis keine Sicherheit gibt – und auch das ist einer der Gründe für meine „Diversifizierung“.

Ich bin auch der Meinung, dass sich nicht jedes Projekt von vornherein für eine Vollzeit-Selbstständigkeit eignet. Würde es immer nur darum gehen, hätten viele Projekte von vornherein keine Chance und das wäre schade. Denn wer weiß schon vorher so genau, welches Potenzial eine Idee tatsächlich hat. Ich glaube, mit einer etwas spielerischen Herangehensweise, bei der Dinge erst einmal getestet werden und ggf. auch über eine längere Zeit unprofitabel bleiben dürfen, ist unserer Welt mehr gedient.

Das optimale Berufsumfeld für Scannerpersönlichkeiten

Soll das jetzt heißen, dass jeder so arbeiten soll wie ich? Nein, natürlich nicht.

Aber ich würde mir wünschen, dass meine selbstgewählte Konstellation “Sidepreneur”, in der sich, wie ich glaube, viele Menschen befinden, als ebenso normal gilt wie andere auch.

Für mich als Scannerpersönlichkeit muss meine Berufstätigkeit bestimmte Merkmale erfüllen. Zum Beispiel arbeite ich gern eigenverantwortlich, ohne eine zu engmaschige Kontrolle durch Vorgesetzte. Ich möchte selbst entscheiden können, wie ich das definierte Ergebnis erreiche und wann und in welcher Reihenfolge ich die dafür nötigen Schritte unternehme.

Ich wünsche mir eine gute Balance zwischen Struktur und kreativem Spielraum meiner Arbeitsinhalte. Ich arbeite gern nach selbst entwickelten, flexiblen Checklisten und Workflows, die ich immer wieder optimiere.

Ich genieße es, wenn immer wieder inhaltlich neue Aufgaben auf meinem Tisch landen, die mir dann dank meiner selbst entwickelten Methoden und Arbeitshilfen schnell und leicht von der Hand gehen.

Wobei wir wieder beim Flow sind – und dafür ist völlig egal, ob ich angestellt oder selbstständig bin.

Ich probiere gern Neues aus und teste, ob und wie sich damit Geld verdienen lässt. Wenn es das tut, genieße ich es. Wenn nicht, bin ich um eine Erfahrung reicher. Und zumindest dieser Aspekt lässt sich in meiner aktuellen Festanstellung nicht umsetzen.

Vor- und Nachteile als Sidepreneur

Hier sind einige Vor- und Nachteile, die ich für mich als Sidepreneurin erkenne:

Vorteile:

  • Ich kann in mehreren Welten zuhause sein, wenn ich es will.
  • Meine Projekte müssen nicht gleich “profitabel” sein.
  • Ich kann Dinge ausprobieren.
  • Ich kann mich selbst ausprobieren.
  • Ich komme gar nicht erst auf die Idee, Google zu linken oder andere komische Schnell-reich-werden-Methoden auszuprobieren.

Nachteile:

  • Wenig Zeit.
  • Schwieriges Marketing, denn: Wie wie und in welcher Rolle wird man wahrgenommen?
  • Der nebenberufliche Businessaufbau dauert länger als bei der „all in“-Selbstständigkeit.

Es könnte auch die Gefahr bestehen, den Mitbewerbern “die Preise zu verderben” wenn man auf die Einnahmen nicht angewiesen ist. Ist das so? Nun, auch Sidepreneure möchten Geld verdienen. Meiner Meinung nach besteht die Gefahr der Dumpingpreise eher dort, wo die Angst regiert, anderenfalls gar nichts zu verkaufen.

Bitte versteh mich nicht falsch: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es in vielen Unternehmen wirklich schlimme Jobs gibt. Langweilig, schlecht bezahlt und ohne Wertschätzung. Und ich feiere es, wenn jemand sich daraus befreit, statt zu jammern oder andere zu beneiden.

Nur, bei mir ist es eben nicht so. In den Schoß gefallen ist mir das auch nicht. Diese idealen Arbeitsbedingungen musste ich mir auch Stück für Stück erkämpfen. Und klar, ich hatte auch etwas Glück.

Du weißt, ich brenne für Struktur, Produktivität und Effizienz. Und so habe ich in meinem unmittelbaren Einflussbereich nach und nach optimiert, was möglich war. Dabei haben mich meine Vorgesetzten und meine Kolleg:innen immer unterstützt.

Ich bin übrigens überzeugt davon, dass meine drei “Standbeine” sich gegenseitig ergänzen. Beispielsweise erkenne ich Möglichkeiten der künstliche Intelligenz in meinem Hauptberuf und kann sie dort souverän nutzen, weil ich damit auch in einem anderem Kontext Erfahrungen sammeln konnte.

Zusammenfassend möchte ich betonen, dass es nicht darum geht, ob Selbstständigkeit oder Anstellung besser ist. Jeder sollte seinen eigenen Weg finden und das tun, was zu ihm passt. Es gibt viele Möglichkeiten, sowohl angestellt als auch selbstständig ein erfülltes Berufsleben zu führen. Für Scannerpersönlichkeiten kann mein Weg eine sinnvolle Option sein.

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Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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6 Kommentare

  1. Hey Astrid,
    mit Erstaunen habe ich deinen tollen Beitrag gelesen.
    Nach 27 Jahren Selbständigkeit als Trainerin & Coach für Führungskräfte bin ich Anfang diesen Jahres wieder in eine Festanstellung gegangen und betreibe nebenher einen Blog mit Aktivitäten auf verschiedenen Social Media Kanälen. Während des Lesens habe ich mich gefragt, ob ich mir ähnliche Gedanken gemacht und Fragen gestellt habe wie du in deinem Beitrag. Ich stelle fest: Nein. Die Außenwirkung hat mich tatsächlich nicht so sehr interessiert, es hat sich für mich alles sehr stimmig gefügt und ich habe mich aus dem Bauch heraus für meinen neuen Weg entschieden. Ich stimme dir in den Vor- und Nachteilen absolut zu, auch wenn die Vorteile bei mir eine stärkere Gewichtung haben. Mir gefällt besonders die „neue“ Freiheit durch ein geregeltes Einkommen super gut – und dadurch verringert sich der Druck im Nebeneinkommen. Ich denke, wenn mehr Menschen sich auf dieses Modell einlassen würden, hätten wir eine tolle Vielfalt an Ideen am Markt. Ich bin gespannt, wie sich alles weiterentwickelt. Vielen Dank für deinen Bericht, der hoffentlich vielen anderen Mut macht, sich auf die Zweigleisigkeit einzulassen, egal, was das Umfeld dazu sagt!

    Antworten
    • Hey Anette,
      gerade in den letzten Tagen ist mir bewusst geworden, wie viele Frauen es gibt, die so wie wir beide zweigleisig fahren, das war mir bisher gar nicht so bewusst. Das mit dem Angestelltendasein, das man so schnell wie möglich hinter sich lassen sollte, habe ich vor allem in Marketingbotschaften gehört und soll wahrscheinlich diejenigen ansprechen, die einen tatsächlich schlimmen Angestelltenjob haben. Und die wird es ja garantiert geben. Oft sind es allerdings Angebote, die mich ebenfalls interessieren, nur eben auch anderen Gründen. Mich irritiert diese Aussage allerdings. So mag dieser Eindruck entstehen.
      Ich glaube tatsächlich, dass die freiwillige Zweigleisigkeit für Menschen, die kreativ sind und gern arbeiten, eine super Lösung sind. Wir haben so die Möglichkeit, Dinge auf die Beine zu stellen, die sonst vielleicht nicht möglich wären. Allein schon wegen des finanziellen Spielraums, was du ja auch beschrieben hast.
      Ich glaube auch, die Tatsache, dass die Arbeitswelt insgesamt sich gewandelt hat, spielt ebenfalls eine Rolle. Der Fachkräftemangel sorgt vielerorts für geänderte Arbeitsbedingungen, die die Festanstellung wieder attraktiver macht.
      Wirklich spannend, wie es weitergeht.
      Ich danke dir sehr für deinen ausführlichen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten
  2. Liebe Astrid
    Vielen Dank für deine Sichtweise! Ich fühle mich oft ertappt, dass ich nun endlich meinen Angestelltenjob loswerden will und mein Sidebusiness genug profitabel sein muss. Ok, ich muss gestehen, ich langweile mich sehr in meiner Anstellung. Aber du hast völlig recht. Deine Lösung ist für Scannerpersönlichkeiten eine sehr gute Lösung! Und auch ich habe bereits mehrere Sachen neben meiner Anstellung ausprobiert. 🙂
    Werde das mal bei mir wirken lassen!
    Liebe Grüsse, Seraina

    Antworten
    • Liebe Seraina,
      sich langweilen, während man im Sidebusiness an seine zeitlichen Grenzen stößt – kann ich gut verstehen, wenn man das ändern will. Ich habe ja das Glück, dass ich mich gerade nicht langweile in meiner Anstellung. Aber vielleicht gibt dein Job es her, dass du ihn dir selbst spannend gestaltest? Vielleicht, indem du dir Challenges setzt, bestimmte Abläufe optimierst, vielleicht Zeitsprints einlegst, damit es mehr Spaß macht?
      Kann mich gerade selbst ganz gut an solche Phasen erinnern, wo ich mich auf diese Weise selbst ausgetrickst habe. 😊
      Danke dir, dass du meinen Artikel gelesen und kommentiert hast.
      Liebe Grüße
      Astrid

      Antworten
  3. Liebe Astrid,

    was für ein wundervoller Blogartikel! Ich hab in letzter Zeit auch immer mal wieder den leisen Gedanken, nebenher angestellt und vor allem offline zu arbeiten. Das komplette Gegenstück zu dem, was ich jetzt mache. Ich liebe mein Home Office, meine flexible, abwechslungsreiche Arbeit und die viele Alleinzeit. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, das jemals aufzugeben. Aber jetzt, wo die Kinder langsam größer und selbstständiger werden, verändern sich auch meine Bedürfnisse wieder. Auf der einen Seite weiß ich, dass ich so gut wie jeden Job machen könnte und auch so gut wie überall glücklich und zufrieden sein kann. Auf der anderen Seite dürfte das nicht irgendein Job sein und es muss einfach für alle Seiten passen. Ich bin ganz froh, dass dieser Gedanke momentan nicht drängt. So kann ich in Ruhe schauen, wie es sich entwickelt. Es ist immer wieder schön, auf Menschen treffen, die die Welt nicht nur in schwarz oder weiß sehen.

    Liebe Grüße
    Anett

    Antworten
    • Liebe Anett,
      oh, danke 😍
      und wie schön ist es doch, wenn man sich mehrere Optionen für sich vorstellen kann. Ein Geschenk …
      Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, könnte ich mir auch die unterschiedlichsten Konstellationen für mich vorstellen.
      Es könnte ja auch ganz anders sein: Wie viele Menschen gibt es, die einfach alles blöd finden, und die haben sich diese Grundstimmung wahrscheinlich nicht ausgesucht. Daran muss ich manchmal denken.
      Alles Liebe
      Astrid

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