Monatsrückblick August 2026: Zwischen Familiengeschichte, Buchprojekt und KI-Agenten

5. September 2026
Tagebücher in altdeutscher Handschrift

Im August habe ich tief in die Vergangenheit geblickt und gleichzeitig ziemlich viel Zukunft ausprobiert. Ich habe mich durch die fast hundert Jahre alten Tagebücher meiner Großmutter gearbeitet, ein lange geplantes Buch veröffentlicht und gemerkt, dass sich meine Vorarbeit mit KI langsam auszahlt. Daneben war Zeit für besondere Begegnungen, Familienmomente und ein bisschen Rostocker Sommer. Das waren meine Erkenntnisse, Erlebnisse und Highlights im August.

#1 – Meine Herzensprojekt-Challenge ging in die zweite Runde

Meine Aufgabe des Monats, meine Monats-Challenge, war in diesem August ein Projekt, mit dem ich mich schon sehr lange beschäftige. Meine Großmutter hat ihr Leben lang Tagebuch geführt, um wichtige Stationen ihres Lebens, Erlebnisse, Gedanken festzuhalten. Dabei war es durchaus so gedacht, dass es auch gelesen wird.

Seit vielen Jahren bin ich dabei, die altdeutsche Handschrift Stück für Stück zu entziffern und das Ergebnis in eine Datei zu schreiben. Schon im letzten Jahr hatte ich in einem intensiven Fokus-Monat täglich daran gearbeitet, meine „Herzensprojekt-Challenge“. Hier habe ich meine Herzensprojekt-Challenge von 2025 dokumentiert:

Eine Herzensprojekt-Challenge: Mein Juni-Experiment mit den Tagebüchern meiner Großmutter

Dieser August war wieder so ein Monat, an dem ich mir täglich ein Stück Leben meiner Großmutter erschloss, genauer gesagt die Zeit zwischen 1932 und 1953.

Das waren gerade die Jahre, die mich besonders interessieren. Ich habe meine Großeltern wieder ein bisschen besser kennengelernt, verstanden, wie sie damals dachten, fühlten, erlebten.

Vieles, was ich zwar in groben Zügen wusste, habe ich nun noch besser verstanden. Besonders die Schilderung der Bombardierung von Rostock 1942 hat mich sehr berührt. Ich gehe jetzt mit anderen Augen durch die Stadt. Das Stereotyp „im Krieg zerstört“ hat für mich ein Gesicht bekommen, ist greifbarer geworden.

Hier habe ich meine diesjährige Herzensprojekt-Challenge dokumentiert:

Herzensprojekt-Challenge im August: Band 2 der Tagebücher meiner Großmutter

Jetzt warten noch etwas weniger als zwei weitere Ordner, ich benötige also noch zwei weitere Monate für dieses Herzensprojekt.

Abgesehen von diesen „handfesten“ Ergebnissen habe ich erkannt: Co-Working mit KI macht mir einfach Spaß, auch wenn es dadurch nicht unbedingt schneller geht.

Das Hochladen abfotografierter Seiten und die Transkription durch die KI hat mir zwar die Illusion vermittelt, es würde schnell gehen, aber in Wirklichkeit war es wohl nicht an dem, auch wenn ich das nie gemessen habe. Vermutlich wäre ich ähnlich schnell, wenn ich einfach so wie noch vor einigen Jahren Wort für Wort manuell entziffert hätte. Aber das hat mir einfach keinen Spaß gemacht. In Kombi mit der KI schon.

Und noch eine zweite Erkenntnis: Ich verstehe gerade ein wenig besser, warum „aus der Vergangenheit lernen“ nicht wirklich funktioniert. Von etwas hören, etwas erleben und es wirklich verstehen liegt einfach meilenweit auseinander. Das ist mir im letzten Monat noch einmal so richtig klargeworden.

#2 – Mein Buchprojekt: „Nicht jetzt heißt nicht nie“ gibt’s schon mal als E-Book

Ich habe ein Buch veröffentlicht, das ich schon sehr lange in Planung hatte. Nun ging es doch schneller als gedacht. Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe. Allerdings zunächst nur als E-Book, ich will in den nächsten Tagen noch mal eine Überarbeitungsrunde einlegen und es dann auch als Printexemplar veröffentlichen.

Ich weiß jetzt schon, dass ich mich zu den Restarbeiten zwingen muss, denn inzwischen habe ich schon wieder neue Projekte in Arbeit. Aber ich weiß, ich muss da durch.

Was mir übrigens geholfen hat, überhaupt bis zu diesem Punkt zu kommen an dem ich jetzt bin: Die Erkenntnis, dass Schreiben und Überarbeiten zwei getrennte Prozesse sind. Grundsätzlich wusste ich das schon vorher. Aber so streng wie diesmal habe ich das vorher nicht getrennt. Aber zukünftig werde ich das so beibehalten. Beide Prozesse sind nun einmal grundverschieden in der Vorgehensweise und Konsequenz an dieser Stelle macht wesentlich produktiver.

Mehr zu meinem Buch: Nicht jetzt heißt nicht nie

#3 Agentisch gearbeitet – inzwischen funktioniert das wirklich für mich!

Meine KI-Challenge ist noch nicht lange her. Im April hatte ich mir vorgenommen, Claude auch so cool zu nutzen, wie ich es von anderen immer hörte. Damals wollte das nicht so richtig funktionieren, weil ich noch keine Einsatzmöglichkeiten sah, an denen agentische KI für mich wirklich nützlich ist. Jetzt, nur wenige Monate später, muss ich ein wenig darüber schmunzeln, was damals in den Webinaren vermittelt wurde. Das ist inzwischen alles so selbstverständlich. Und endlich funktioniert KI auch für mich: ich lasse inzwischen immer mehr Fleißaufgaben durch KI-Agenten erledigen. In diesem August habe ich so einiges umgesetzt, was ich mir sonst nie zugemutet hätte.

Phasenweise dachte ich in den letzten Monaten, dass KI mir überhaupt nichts bringen würde, jedenfalls keine Zeitersparnis. Dass das alles nur eine Illusion ist, die sich schnell anfühlt, aber sehr viel Zeit vorher und hinterher erfordert. Für Vorbereitung, Briefing, Kontrolle, Überarbeitung, Korrektur. Schade, ich habe das nie wirklich gemessen und kann nur mein Gefühl wiedergeben.

Aber im August habe ich mehrfach gemerkt, dass ich jetzt immer öfter die Früchte meiner strukturellen Vorarbeit ernten kann. Ich habe inzwischen so viele Grundlagen gelegt, Strukturen eingerichtet, dass ich die KI immer öfter auch tatsächlich agentisch arbeiten lassen kann.

Ich habe zwar immer noch das Gefühl, in Sachen KI “abgehängt” zu sein, aber mir ist schon klar, dass das nicht ganz stimmt, wenn ich mich so umschaue. Vielleicht, weil ich ständig neue Möglichkeiten sehe, die ich noch nicht nutze.

Was sonst noch passiert ist

  • Die Hanse-Sail ist an jedem zweiten Augustwochenende das größte Fest in Rostock. Auch wenn inzwischen nicht mehr so viele und so große Segelschiffe kommen wie in Vorjahren, schauen wir uns gern die Ausfahrten an und genießen die Atmosphäre und das Rahmenprogramm des Seglerfestes.
  • Treffen mit Angela, einer lieben langjährigen Ex-Kollegin und Rolemodel für mich. Wunderbar, dass es mit unserem Treffen geklappt hat – erst recht, weil sie einen großen Teil ihres Lebens bei ihrem Partner in Belgien verbringt.
  • In Ahrenshoop habe ich mich mit Sandra getroffen. Wir kannten uns bisher nur online, zum Beispiel aus dem Blogkurs The Content Society. Sandra hatte mit ihrer Familie ein paar Tage Urlaub bei uns an der Ostsee verbracht, und sie wollen wiederkommen. Hoffentlich passt es dann wieder mit einem TReffen.
  • Jontes Einschulung war nicht nur für ihn ein großer Moment, sondern auch ein Anlass für ein großes Familien- und Freundestreffen. Immer wieder schön, wie Jontes Eltern die Events rund um die wichtigen Stationen ihrer drei Kinder organisieren.
Mit Angela habe ich mich im LALA getroffen, meinem persönlichen „Geheimtipp“. Sie kannte es noch nicht, und es hat ihr ebenso gut gefallen wie mir.
In diesem Jahr waren wir mal nicht „Schiffegucken“, dafür beim Feuerwerk im Stadthafen, dem Höhepunkt des alljährlichen Seglerfestes.

Über diese Themen habe ich gebloggt

Worauf ich mich im September freue

  • Meine Social-Toon-Challenge: täglich eine Bildgeschichte entwickeln und dabei ausprobieren, wie KI mich nicht nur produktiver, sondern auch kreativer machen kann.
  • Wir fahren nach Nürnberg zur Evolution Ride, ein Spinning-Event, bei dem ich mich wieder mal frage, ob ich dafür genug trainiert habe? Acht Stunden Spinning? Hm …
  • Wir treffen uns mit unseren Freunden Kerstin und Burckhart aus Berlin, die jetzt im September mit der AIDA unterwegs sind und in Rostock von Bord gehen.
  • Wenn Bryans Adams schon mal bei uns in Rostock ist, gehen wir natürlich hin und freuen uns auf das Konzert.

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Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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