Wohin mit aussortierter Kleidung, mit Büchern, DVDs und Haushaltsgegenständen?

Wohin mit aussortierten Sachen

Im Jahr 2021 stellte ich mich einer ganz besonderen Self-Challenge. Ich wollte meinem Traum von einem minimalistischen Umfeld ein weiteres Stück näherkommen und entschloss mich, ein Jahr lang jeden Tag einen Gegenstand aus meinem Leben auszusortieren. In diesem Blogartikel habe ich darüber berichtet.

Doch nach dem Aussortieren stellte sich die Frage nach dem Wohin der aussortierten Dinge. Einfach wäre es, alles wegzuwerfen – etwas zu einfach für mich. Bevor ich etwas wegwerfe, prüfe ich, ob es nicht eine andere Verwertung für die Dinge gibt – und die gibt es meistens.

Diese Möglichkeiten zur Verwertung meiner aussortierten Gegenstände habe ich bei meiner Aufräumchallenge im Jahr 2021 genutzt:

Ein zweites Leben für aussortierte Kleidung

Kleidungsstücke haben nur einen geringen Wiederverkaufswert. Wenn mir mal wieder ein Fehlkauf passiert ist, weiß ich, dass ich auch für moderne und kaum oder gar nicht getragene Teile nur wenig Geld bekomme. Und abgetragene Kleidungsstücke gehören eigentlich nicht in die Altkleidersammlung. Inzwischen wissen wir ja, wo sie am Ende landen: Auf riesigen Altkleiderbergen in Afrika, der Atacarna-Wüste oder gleich im Meer. Ich mache es so:

Second-Hand-Laden: In Rostocks Szeneviertel, der Kröpeliner-Tor-Vorstand gibt es einen schönen, kleinen Deko-Laden, in dem auch ausgewählte Second-Hand-Kleidung verkauft wird. Dort gebe ich gelegentlich etwas in Kommission. Das ist die beste Lösung für aussortierte Kleidung. Wer sich dort in meinen Fehlkauf verliebt und relativ viel Geld dafür bezahlt, wird das Teil garantiert tragen. Zwar bleibt der Großteil des Erlöses bei der Inhaberin des Shops, aber damit kann ich leben. Sie stellt immerhin die Infrastruktur und kümmert sich um die Verkaufsabwicklung.

Zalando Zircle und Momox: Diese beiden Second-Hand-Plattformen kaufen tadellose Markenkleidung zum Listenpreis an und zahlen den Betrag sofort nach Eingang und Qualitätskontrolle aus. Der Betrag, den man bekommt, ist gering. Aber ich nutze sie trotzdem oft.

Sellpy: Hier handelt es sich ebenfalls um einen Online-Service, allerdings wird nicht alles angenommen und der Erlös wird erst nach Verkauf ausgezahlt. Dafür bekommt man am Ende mehr dafür als bei Zalando Zircle oder Momox. Wird ein Kleidungsstück nicht akzeptiert, kann man es sich zurückschicken lassen, muss aber die Versandkosten tragen. Man kann die Verkaufserlöse für die einzelnen Artikel auf seinem Verkaufskonto sammeln und sich auszahlen lassen oder in einen Shopping-Gutschein für eigene Einkäufe auf Sellpy tauschen. Bei letzterem erhält man auf seinen Gutschein einige Prozente Bonus.

Vinted: Das Nachfolgeportal von Kleiderkreisel nutze ich nicht mehr. Ich habe einfach keinen Spaß daran, mich für den Verkauf hochwertiger und gut erhaltener Kleidung von zunächst 5,00 Euro auf 2,00 oder 2,50 Euro runterhandeln zu lassen, nur aus Prinzip. Wenn der Erlös schon nicht hoch ist, dann möchte ich nicht auch noch dieses würdelose Geschacher über mich ergehen lassen.

Bücher und DVDs

Bücher und DVDs versuche ich zunächst über Amazon oder Momox zu verkaufen. Funktioniert das nicht, verkaufe oder verschenke ich sie bei ebay oder bringe sie in eine Büchertelefonzelle.

Amazon: Um bei Amazon zu verkaufen, benötigt man ein Verkäuferkonto. Wird das Buch verkauft, wird der Erlös ausgezahlt.

Momox: Momox kauft Bücher und DVDs, nach denen eine Nachfrage besteht, direkt auf. Dazu gibt man die ISBN-Nr. ein oder scannt den Strichcode und bekommt sofort eine Rückmeldung, ob das Buch oder die DVD angekauft wird. Bei aktuellen Büchern und DVDs kann das durchaus ein zweistelliger Betrag sein. Wenig gefragte Bücher oder DVDs werden für den eher symbolischen Betrag von 0,15 € angenommen, andere werden überhaupt nicht angenommen.

Sobald eine Auszahlungssumme von 10,00 € erreicht ist, kann der kostenlose Verkauf gestartet werden. Bei unter 10,00 € müsste man die Versandkosten übernehmen. Per E-Mail erhält man ein Versandlabel, schickt die Bücher und DVDs ein und erhält nach positiver Qualitätskontrolle den vereinbarten Betrag ausgezahlt. Auch hier kann man – ebenfalls wie bei sellpy – den Erlös gegen einen etwas aufgestockten Gutschein für Käufe auf Medimops nutzen.

Ebay: Über ebay oder ebay Kleinanzeigen habe ich Bücher oder Bücherpakete verkauft oder verschenkt. Allerdings … gerade bei den Verschenk-Angeboten sind manchmal Nerven gefragt. Was ich da schon erlebt habe … Das Geringste ist, dass man einfach versetzt wird. Aber meistens habe ich auch damit gute Erfahrungen gemacht. Manchmal bringen die Interessenten eine kleine Aufmerksamkeit mit, ein paar Äpfel aus dem Garten, eine Schokolade, ein Paket Kaffee … das finde ich sehr nett und wertschätzend.

Büchertelefonzelle: Die Büchertelefonzelle funktioniert so: Man bringt ein Buch hin und kann eins mitnehmen. Ich habe mehr Bücher hingebracht als mitgenommen. Allerdings habe ich festgestellt, wenn ich einige Tage später mit den nächsten Büchern kam, waren meine anderen Bücher schon weg. Also habe ich keine „Ladenhüter“ abgeliefert und es darf dann auch mal jemand einfach Bücher mitnehmen, ohne welche reinzustellen.

Haushaltsgegenstände, Deko und vieles andere

Für alle anderen Gegenstände kann ich ebay, ebay Kleinanzeigen und sellpy ebenfalls empfehlen. Ich habe über diese Portale schon alles Mögliche an die Frau oder den Mann gebracht. Es lohnt sich also, vor dem Gang zur Mülltonne erst einmal zu prüfen, ob es nicht auch über diese Verkaufsplattformen einen Markt gibt.

Der Vollständigkeit halber will ich dir auch noch diese Möglichkeiten vorstellen, die ich aber diesmal nicht genutzt habe:

Flohmarkt oder Trödelmarkt: Früher waren wir immer mal auf dem Trödelmarkt, vor allem um Kinderspielzeug und Kinderkleidung zu verkaufen. Bei der Gelegenheit haben wir auch den einen oder anderen ausgedienten Haushaltsgegenstand dazugestellt. Heute kommt einfach nicht so viel „Trödel“ zusammen, dass damit zu rechnen wäre, dass ich die Standgebühren wieder rein bekomme. Und während der Coronazeit fanden sowieso keine Märkte statt.

Sperrgutabfuhr nutzen: Zur Entsorgung von Gegenständen, die für die übliche Müllentsorgung zu groß sind, kann man die Abfuhr bei der Stadtentsorgung beauftragen. Man stellt die Gegenstände zum vereinbarten Termin auf die Straße, damit sie am nächsten Morgen gleich früh abgefahren werden. Eigentlich kann man sich schon darauf verlassen, dass über Nacht schon die Hälfte der Gegenstand weggetragen wurde. Manchmal stehen schon Leute dort, während die Sachen rausgestellt werden, um sie mitzunehmen. Weil ich das weiß, stelle ich bei der Gelegenheit auch Dinge dazu, die eigentlich kein Sperrgut sind, in der Hoffnung, dass die Sperrgutsammler sie auch gebrauchen können.

Dieser Beitrag ist am Tag 9 der Blogdekade von TheContentSociety  entstanden. 10 Blogartikel in 10 Tagen – so lautet die Challenge.

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