Meine Februar-Challenge: Ein funktionierender Notfallordner

25. Januar 2026
Notfallordner Challenge

Diesen Notfallordner schiebe ich schon ewig vor mir her. Die Mappe mit allen wichtigen Unterlagen für den Fall, dass ich plötzlich nicht mehr handlungsfähig bin. Unfall, Krankheit, was auch immer – man weiß nie. Und trotzdem habe ich es nicht gemacht. Warum? Weil es unangenehm ist. Weil andere Dinge dringender sind. Weil ich nicht genau wusste, wo ich anfangen soll.

Aber genau das ändert sich jetzt: Ich starte im Februar eine persönliche Challenge und erstelle einen Notfallordner, der im Ernstfall wirklich funktioniert. In diesem Artikel erfährst du, wie ich vorgehe – von der Recherche über wichtige Entscheidungen bis zur Umsetzung.

Mein Ziel: Ein Notfallordner, der im Ernstfall hilft

Was soll am Ende drin sein?
Ein Überblick über das, was mir wichtig ist, zum Beispiel:
– Versicherungen & wichtige Dokumente
– Vollmachten und Verfügungen
– Zugangsdaten & digitale Zugänge
– Wer im Ernstfall Bescheid weiß
– Wie und wo alles zugänglich ist
Ich arbeite mich im Februar Schritt für Schritt vor und nehme dich dabei mit.

Die Inhalte dieses Blogartikels:
Meine Notfallordner-Challenge im Februar: So läuft’s

Warum der Notfallordner genau JETZT dran ist

Ende letzten Jahres hat eine Frau in meiner Community erzählt, dass sie sich genau das für dieses Jahr vorgenommen hat. Und plötzlich dachte ich: Warum eigentlich nicht jetzt? Warum nicht gleich im Februar? Dann ist es endlich erledigt und ich kann einen Haken dahinter machen.

Denn die Frage, die sich im Alltag immer wieder stellt, ist ganz einfach: Was passiert, wenn ich plötzlich nicht mehr handlungsfähig bin? Wer weiß dann was?

Wer kennt meine Versicherungen? Wo liegen wichtige Dokumente? Welche Vollmachten existieren? Was muss geregelt werden?

Die Unterlagen zusammenzutragen mag ja noch einfach sein. Schwierig wird es, wenn es um Online-Zugänge geht. Wie stelle ich sicher, dass die Personen, die dann meine Angelegenheiten regeln müssen, dazu auch in der Lage sind? Bei x-stelligen unterschiedlichen Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Wie sorge ich dafür, dass die Zugangsdaten, die meine Vertrauenspersonen haben, dann auch aktuell sind?

Die Lösung wird wahrscheinlich relativ einfach sein. Ich bin ja nicht die erste, die sich mit dem Thema auseinandersetzen will. Aber es muss einmal geregelt sein – und genau das will ich jetzt im Februar endlich angehen.

Was am Ende des Monats stehen soll

Mein Ziel ist ein vollständiger, strukturierter Notfallordner, der im Ernstfall funktioniert.

Das heißt konkret:

  • Alle relevanten Unterlagen sind erfasst
  • Klare Zuständigkeiten: Wer muss was wissen?
  • Zugriffswege sind geregelt
  • Physisch, digital oder hybrid – je nachdem, was sich als praktikabel erweist
  • Im Ernstfall einsatzbereit

Wie ich im Februar konkret vorgehen will

Ich gehe das Ganze in drei Phasen an:

Phase 1: Recherche (ca. Woche 1)

Bevor ich irgendetwas anlege, muss ich wissen, was überhaupt reingehört. Deshalb recherchiere ich erst mal:

  • Welche Unterlagen gehören realistisch in so einen Ordner?
  • Welche Vorlagen sind rechtlich sauber?
  • Welche Formate sind im Alltag wirklich tragfähig?

Ich nutze dafür vorrangig seriöse Quellen wie die Verbraucherzentrale und das Bundesministerium der Justiz. Vielleicht auch Erfahrungsberichte von anderen, die das schon gemacht haben.

Ich will mir einfach einen Überblick verschaffen und wissen: Was brauche ich wirklich? Wie will ich es angehen?

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Phase 2: Entscheidungen treffen (ca. Woche 2)

Wenn ich weiß, was reingehört, muss ich entscheiden:

  • Welche Vorlage nutze ich?
  • Welches Format passt zu meinem Leben?
  • Wie strukturiere ich den Ordner so, dass jemand anderes damit klarkommt?

Das ist für mich der wichtigste Teil. Denn hier zeigt sich: Welche Entscheidungen muss ich eigentlich treffen?

Ich weiß, dass nicht jede Lösung für jeden passt. Und genau das will ich herausfinden: Was ist meine Lösung?

Phase 3: Umsetzung (ca. Woche 3–4)

Dann geht’s ans Eingemachte:

  • Ordner anlegen
  • Dokumente sammeln und ablegen
  • Struktur testen: Würde jemand anderes damit klarkommen?
  • Lücken identifizieren und schließen

Ich bin sicher, dass ich beim ersten Durchgang nicht an alles denke. Aber genau deshalb dokumentiere ich den Prozess, damit ich (und du) sehe, wo die Stolpersteine liegen.

Physischer Notfallordner, digital oder hybrid?

Das ist die Frage, an der vermutlich viele hängenbleiben: Soll der Notfallordner physisch sein? Digital? Oder beides?

Ich habe noch keine endgültige Antwort darauf. Deshalb werde ich im Laufe der Challenge abwägen:

Physisch:

  • Schnell zur Hand wenn klar ist, wo er steht
  • Man findet sofort, was benötigt wird
  • Greifbar, auch wenn die Technik ausfällt
  • Aber: Kann verloren gehen, muss aktualisiert werden

Digital:

  • Leicht zu aktualisieren, von überall abrufbar
  • Aber: Zugriff muss geregelt sein, Passwortschutz

Hybrid:

  • Das Beste aus beiden Welten?
  • Aber: Doppelter Aufwand beim Aktualisieren

Ich werde im Februar herausfinden, was für mich funktioniert. Und das dokumentiere ich.

Was diese Challenge NICHT ist

Damit hier keine falschen Erwartungen entstehen:

Das ist kein Rechtsrat. Ich bin keine Anwältin. Ich recherchiere, ich probiere aus, ich dokumentiere. Aber ich gebe keine verbindlichen rechtlichen Empfehlungen.

Das ist keine Lebensinventur. Es geht nicht darum, mein ganzes Leben durchzusortieren. Es geht um die Unterlagen, die im Ernstfall wichtig sind.

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Online-Zugänge prüfen und reduzieren

Sobald der Ordner steht, nutze ich die Gelegenheit, auch meine Online-Zugänge zu prüfen und möglichst zu reduzieren. Ich ahne, dass es noch Zugänge aus meiner früheren Selbstständigkeit gibt, die ich jetzt nicht mehr benötige – zum Beispiel zu Immobilientools.

Auch das gehört schließlich zum Notfallordner: Meinen Vertrauenspersonen unnötige Hürden aus dem Weg räumen. Und schaden kann es nie, auf dem Gebiet up to date zu sein – allein schon aus Gründen der IT-Sicherheit. Ich werde also:

  • Meinen Passwortmanager aufräumen
  • Ungenutzte Zugänge löschen
  • Prüfen, ob alle wichtigen Zugänge ausreichend gesichert sind
  • Digitale Abhängigkeiten dokumentieren

Ich frage ich mich allerdings, ob ich damit im Februar fertig werde. Es könnte sportlich werden.

Challenge-Realismus: Cheat-Days & Flexibilität

Ich gestehe mir einen Cheat-Day pro Woche zu. Meistens brauche ich ihn nicht, aber es ist gut zu wissen: Wenn was dazwischenkommt, kann ich auch mal pausieren.

Trotzdem bleibt das Ziel: Am Ende des Monats steht ein vollständiger Notfallordner.

Wie das Challenge-Tagebuch aufgebaut ist

Ab dem 1. Februar dokumentiere ich hier täglich meinen Fortschritt. Wenn dich das Thema interressiert, findest du hier einen Erfahrungsbericht in Echtzeit.

Was habe ich recherchiert? Welche Entscheidungen habe ich getroffen? Was hat funktioniert, was nicht?

Du kannst mitlesen, mitdenken oder einfach mitmachen.

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Meine Notfallordner-Challenge im Februar: So läuft’s

Hier dokumentiere ich ab 1. Februar täglich, was passiert.

Tag 1 – 1. Februar 2026: Recherche und Orientierung

Nach meiner heutigen Recherche fühle ich mich regelrecht erschlagen. Obwohl … fast überall habe ich gelesen, dass es vor allem um Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung geht. Die haben wir vor zwei Jahren im Zusammenhang mit unserer Hochzeit aufsetzen lassen, hinterlegt bei der Bundesnotarkammer. Da könnte also schon mal ein Haken dran.

Meine Unterlagen sind auch bereits thematisch geordnet. Ich habe zu allen wichtigen Bereichen Ordner, wo meine wichtigen Unterlagen zu finden sind. Dennoch glaube ich, dass mein Mann oder meine Tochter damit nicht sooo viel anfangen können, weil eben einige Hintergrundinformationen fehlen.

Darum geht es mir bei meinem Notfallordner. Dass nicht einfach nur die Dokumente da sind, sondern auch mit entsprechendem Kontext.

Am liebsten würde ich mir einfach Checklisten oder Vorlagen holen, nach denen ich vorgehen kann. Eine habe ich mir hier für die erste Orientierung heruntergeladen: https://entspannteordnung.de/notfallliste-vorlage-papierkram/

Und auch hier habe ich wertvolle Infos gefunden: https://www.instagram.com/reel/DE6xvoMsJEv/

Jetzt habe ich mir in Notion ein neues Projekt angelegt, meine ersten Rechercheergebnisse zusammengetragen und will die Sache erst mal sacken lassen. Morgen lege ich mir wohl gleich einen physischen Ordner an. Und dann werde ich mich mal bei Etsy umsehen, vielleicht finde ich dort brauchbare Strukturvorlagen.

Tag 2 – 2. Februar 2026: Notfallordner angelegt

So, physisch gebt es meinen Notfallordner schon mal. Ich habe zwar nur eine schmale Mappe eingerichtet, aber wenn nötig, kann ich die Unterlagen immer noch in einen breiten Ordner umheften. Gefüllt ist sie bisher nur mit den Vorlagen, die ich mir heute bei Etsy gekauft habe.

Leicht habe ich mir die Auswahl nicht gemacht, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe? Egal, ich werde es wohl nicht erfahren.

Morgen geht’s los mit dem Ausfüllen der Checklisten.

Tag 3 – 3. Februar 2026: Daten eintragen? Äußerst zäh …

Heute sollte es nun ans Ausfüllen und Zusammentragen der Unterlagen gehen. Ehrlich, es kostet mich Überwindung, solche Dinge, die ich sonst nur digital habe, abzuschreiben. Oder sowas wie Zugangsdaten, die sonst im Passworttresor liegen, alle zusammen offen in einem Ordner zu notieren. Das muss irgendwie anders gehen. Um überhaupt etwas zu machen, habe ich zwar einige Daten aufgeschrieben – Ausweisnummer, Krankenkasse etc. aber so richtig kann ich mich damit nicht anfreunden.


Ich habe noch nach digitalen Lösungen für den Notfallordner gesehen. Dabei bin ich auf Memoresa.de und Afilio.de gestoßen. Bisher gefällt mir memoresa.de etwas besser, aber das ist bisher nur mein subjektives Empfinden. Ich werde noch weiter recherchieren, bevor ich mich entscheide.

Tag 4 – 4. Februar 2026: Es wird Memoresa!

Für heute nur so viel: Ich bleibe bei Memoresa. Das war gestern mein erster Impuls, und heute ist es nicht anders. Morgen beginne ich damit, das Tool zu füllen. Im physischen Ordner hinterlege ich Verweise auf das Onlinetool, die müssen weder umfangreich noch vollständig sein.

Tag 5 – 5. Februar 2026: Die ersten „Angelegenheiten“ sind erledigt

Die ersten drei „Angelegenheiten“ wie es hier (bei Memoresa) heißt, sind hochgeladen: Personalausweis, Reisepass, Führerschein. Noch ist es recht mühsam, aber ich glaube, der Workflow sitzt noch nicht so richtig. Und: Dokumente abends zu fotografieren ist vielleicht nicht so eine gute Idee, bei Tageslicht wäre es einfacher. Dazu habe ich morgen ja genug Gelegenheit.

Ich merke gerade, dass ich richtig Lust darauf habe,, die Informationen und Dateien zusammenzutragen. Ganz im Gegenteil zu vor zwei Tagen, als ich den physischen Ordner füllen wollte. Da hat sich alles in mir gesträubt. Und wie!

Tag 6 – 6. Februar 2026: Versicherungsverträge – YEAH

Insgesamt 7 Versicherungsverträge sind eingepflegt, was jetzt noch fehlt, sind alle Versicherungen rund um meine Gesundheit. Also Zahnzusatzversicherung, Krankenversicherung etc.

Was ich nicht so toll finde, ist, dass man offenbar keine Notizen hinzufügen kann. Zur KFZ-Haftpflicht nicht mal das Kennzeichen, so dass man nur aus dem hochgeladenen Dokument erkennen kann, um welche Versicherung es sich handelt. Aber vielleicht habe ich die Funktion nur noch nicht entdeckt!

Auf jeden Fall steht ja auf dem Dokument, worum es geht, und ich wähle Dateinamen, die möglichst aussagekräftig sind.

Tag 7 – 7. Februar 2026: Krankenversicherungen

Heute kamen noch drei Krankenversicherungen dazu – und nun kann ich unter das Kapitel Versicherungen einen Haken machen.

Die beiden Versicherungsordner müsste ich auch mal wieder „ausmisten“, meine Idee war eigentlich, das bei der Gelegenheit gleich mit zu erledigen. Ich habe aber gemerkt, dass mich das viel zu sehr ablenken würde. Ich bin gerade im „Notfallordner-Modus“, nicht im „Aufräum-Modus“. Wird also erst mal zurückgestellt.

Tag 8 – 8. Februar 2026: Der Gesundheitspass

Heute habe ich meinen Gesundheitspass erstellt. Der Gesundheitspass enthält Daten, die Ersthelfern und Ärzten im Notfall ermöglichen, adäquat zu handeln. Folgende Notfalldaten können hinterlegt werden:

  • Persönliche Informationen
  • Medizinische Informationen (bspw. Vorerkrankungen, Medikation oder auch aktuelle Behandlungen)
  • Notfallkontakte
  • Wichtige Notfalldokumente

Den Gesundheitspass kann ich im Internet veröffentlichen und mit meine persönliche Notfallkarte bestellen. Ersthelfer bekommen dann durch den Scan des QR-Codes auf meiner Notfallkarte Zugriff auf die relevanten Daten.

Bis auf meine Patientenverfügung ist mein Gesundheitspass vollständig. Denn die habe ich ja schon bei der Bundesnotarkammer hinterlegt. Muss ich jetzt noch etwas im Gesundheitspass hinterlegen? Und was genau? Das will ich noch herausfinden. Aber nicht heute.

Tag 9 – 9. Februar 2026: Zugänge hinterlegen – wo und wie?

Ich habe begonnen, meine Zugänge im Notfallordner zu hinterlegen. Die Möglichkeiten dafür sind doch nicht so komfortabel, wie ich dachte – aber vielleicht habe ich auch noch nicht alles entdeckt.

Aber will ich wirklich alle Zugänge hinterlegen? Ich habe erst mal begonnen, meinen Passworttresor auszumisten – das wird mich wohl auch noch einige Tage beschäftigen.

Ganz ehrlich, die meisten Zugänge in meinem Passworttresor nutze ich gar nicht mehr, teilweise bin ich überrascht, dass ich dort überhaupt einen Zugang habe. Vieles davon ist uralt, einige der Websites gibt es gar nicht mehr. In andere Konten konnte ich mich einloggen und die Konten löschen. Höchste Zeit, dass ich das endlich mal angehe.

Tag 10 – 10. Februar 2026: Zugänge bereinigen – äußerst mühsam …

Meine Zugänge werden mich noch eine Weile beschäftigen. Und – es ist wirklich eine zeitraubende Angelegenheit. Aber was sich über Jahre angesammelt hat, schlechtes Gewissen inkusive, braucht eben seine Zeit. Und wann sollte ich es machen, wenn nicht jetzt, wo ich meine Angelegenheiten für meine Liebsten ordne?

Auch heute habe ich viele nicht mehr existierende Zugänge gelöscht, sie sind teilweise über 20 Jahre alt. So lange nutze ich schon Passwortmanager.

Tag 11 – 11. Februar 2026: The same …

Auch heute wieder: Zugänge geprüft, viele Anbieter gab es nicht mehr.

Andere Konten habe ich gelöscht.

Bei einigen wenigen, die ich weiter nutzen möchte, habe ich neue, sicherere Passwörter vergeben.

Tag 12 – 12. Februar 2026: Es wird überschaubarer

Die Zahl meiner gespeicherten Zugänge nimmt weiter ab, aber es sind immer noch sehr viele. Es ist mühsam, aber ich freue mich schon auf einen überschaubaren Passworttresor mit sicheren Passwörtern. Bis dahin muss ich meine Zugänge weiter systematisch verschlanken.

Aber gelegentlich ist auch eine „Perle“ dabei – ein Tool, das ich längst vergessen hatte, über dessen Wiederentdeckung ich aber richtig freue. So ein Tool habe ich heute entdeckt: Ich meine das Tool iloveimg.com – ein Bildbearbeitungstool, bei dem man mehrere Bilder gleichzeitig bearbeiten kann.

Tag 13 – 13. Februar 2026: In den 2-stelligen Bereich gelöscht …

Ich weiß, es klingt langweilig, aber auch heute habe ich mich weiter durch meine Zugänge gearbeitet. Die meisten habe ich einfach gelöscht, nachdem ich mich vergewissert habe, dass es die Seite nicht mehr gibt oder ich mich mit meinen bisherigen Zugangsdaten nicht mehr anmelden kann. In einigen wenigen Fällen habe ich neue, sichere Passwörter vergeben.

Inzwischen habe ich mich deutlich in den 2-stelligen Bereich gelöscht …

Tag 14 – 14. Februar 2026: Und weiter verschlankt …

Ich weiß, das wird jetzt bisschen langweilig. Ich habe wieder stundenlang Zugänge gelöscht. Wie viele Websites es inzwischen nicht mehr gibt …

Aber es wird immer überschaubarer. Das habe ich gestern zwar auch schon geschrieben, aber nun ist es eben noch übersichtlicher geworden.

Tag 15 – 15. Februar 2026: Finanztag

Heut habe ich meine Passwortmanagerserie mal unterbrochen. Da der 15. des Monats mein Finanztag ist, habe ich die Gelegenheit genutzt und alle meine Konten und Depots in Memoresa übertragen. Auch da – sehr spartanische Möglichkeiten zum Eintragen. Aber ich beginne mich daran zu gewöhnen. Habe ja noch die Handakte, in der ich diese Notizen hinterlegen kann.

Andere Idee: Ich kann Dateien hochladen. Das heißt, wenn ich irgendwelche Nachrichten hinterlegen möchte, kann ich einfach eine Datei mit beliebigem Text erzeugen und hochladen. Mindestens PDF – die sind auf jeden Fall zugelassen.

Tag 16 – 16. Februar 2026: Wieder sind die Zugänge dran …

… und schon bin ich wieder bei den Zugängen. Die doppelt vergebenen Passwörter sind alle weg. Da ich seit mehreren Jahren auf richtig kryptische Passwörter achte, betreffen die einfachen, mehrfach vergebenen Passwörter ohnehin uralte Zugänge. Die meisten davon gibt es nicht mehr. Nun zeigt auch mein Passwort-Tool keine doppelt verwendeten Passwörter mehr an. Inzwischen habe ich mich zu den „schwachen“ Passwörtern vorgearbeitet und entscheide: Konto löschen oder neues Passwort vergeben?

Tag 17 – 17. Februar 2026: Wie nun weiter?

So richtig bin ich heute nicht vorangekommen. Ich habe hier und da noch ein paar Daten ergänzt, ein weiteres E-Mail-Konto eingetragen, aber so richtig weiß ich gar nicht, was ich jetzt noch hinzufügen soll. Bisher war alles offensichtlich. Momentan nicht, obwohl garantiert noch einiges fehlt. Morgen muss ich mir noch mal einen Überblick verschaffen und meinen Plan updaten.

Tag 18 – 18. Februar 2026: Da war doch noch die Papierakte …

So richtig weiß ich immer noch nicht, wie ich jetzt weitermache. Ich habe mir die Papier-Notfallakte noch einmal vorgenommen – so schlecht ist die gar nicht. Ich werde dort noch einige handschriftliche Notizen machen. Ich kann aber auch auf Memoresa Notizen hinterlegen, indem ich sie als Dateien abspeichere und ins Portal hochlade.

Tag 19 – 19. Februar 2026: Meine Gesamtlösung

Meine Lösung sieht jetzt so aus:

  • Passwortmanager als Zentrale
  • digitaler Notfallordner für Dokumente
  • kleiner Papier-Übersichtsordner

Der Passwortmanager enthält die Zugangsdaten

Der Notfallordner enthält nur:

• dass ein Passwortmanager existiert
• welcher Anbieter
• wo das Master-Passwort hinterlegt ist oder wie Zugriff geregelt ist

Das Master-Passwort selbst wird getrennt gesichert, am besten im Bankschließfach.

Was ich nach Jahren endlich mal herausgefunden habe: Auch in meinem Passwortmanager kann ich Dokumente hinterlegen …

Tag 20 – 20. Februar 2026: Vertrauenspersonen

Im Memoresa-Portal habe ich jetzt endlich die Erläuterungstexte wiedergefunden. Die bin ich heute noch mal durchgegangen um herauszufinden, was denn nun noch ganz konkret fehlt. Okay, die Passwörter für den Passworttresor, Laptop und Smartphone-Pins, aber die will ich ja hier nicht speichern. Die kommen ins Bankschließfach.

Jetzt habe ich auch entdeckt, wie die Vertrauenspersonen informiert werden, dass es hier so einen digitalen Ordner gibt. Aber das Einrichten ist etwas für morgen. Oder nächste Woche …

Tag 21 – 21. Februar 2026: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben wir, und beides ist bei den Vertrauenspersonen hinterlegt. Und zusätzlich bei der Bundesnotarkammer. Solche notariellen Urkunden sind ja gebunden und lassen sich nicht so gut einscannen. Deshalb habe ich einfach nur die Karte von der Bundesnotarkammer mit der Hinterlegungsnummer eingescannt und zu Memoresa hochgeladen. Da kenne ich zwar nicht von unterwegs auf den tatsächlichen Inhalt zugreifen, aber im Notfall ist der Zugriff ja da.

Morgen werde ich die Geburtsurkunde und Eheurkunde einscannen und … da war doch noch was mit den Vertrauenspersonen. Und mit dem Brief mit den Passwörtern für das Bankschließfach …

Tag 22 – 22. Februar 2026: Jede Menge Urkunden …

Nun habe ich doch die gesamte Urkunde für die Vorsorgevollmacht mit Patientenverfügung eingescannt und ins Portal geladen. Außerdem die Vollmacht für meine Tochter, die Geburtsurkunde und die Eheurkunde. Halte ich gerade für praktisch, alles an einem Ort zu haben.

Und – der Brief fürs Bankschließfach ist ebenfalls fertig. Na dann …

Für morgen oder übermorgen lass ich mir noch die Info für die Freigaben für die Vertrauenspersonen. Und der Impfausweis ist auch noch nicht eingescannt.

Tag 23 – 23. Februar 2026: Impf- und Blutspendeausweis

Heute war mein Impfausweis dran – und auch mein Blutspendeausweis.

Tag 24 – 24. Februar 2026: Zugangsdaten sind im Schließfach!

Heute war ich das erste Mal seit sehr langer Zeit an unserem Bankschließfach und habe den Umschlag mit den Zugangsdaten hinterlegt. Kurios: Ich stand an der Tür zum Schließfachraum und dachte: Wie war noch die Pin???

Ich hatte die Karte schon ewig nicht mehr genutzt. Und sie war auch nicht in meinem Passworttresor zu finden. Erstaunlicherweise ist sie mir dann doch noch eingefallen … zum Glück. Sonst hätte ich heute auf jeden Fall keinen Haken hinter diesen Punkt machen können.

Tag 25 – 25. Februar 2026: Vertrauenspersonen eingeladen

Jetzt habe ich auch die Vertrauenspersonen eingeladen, allerdings habe ich noch nicht alle Dokumente für sie freigegeben. Das hätte ich mir natürlich gleich überlegen können, jetzt muss ich alle Dokumente noch einmal aufrufen.

Tag 26 – 26. Februar 2026: Steuernummern und Sozialversicherung

Irgendwas finde sich immer noch zum eintragen und hochladen. Meinen Sozialversicherungsausweis hatte ich vorgestern im Schließfach entdeckt und fotografiert. Der gehört schließlich auch in den digitalen Notfallordner. Außerdem Steuernummer und Steuer-Identifikationsnummer.

Tag 27 + 28 – 27. und 28. Februar 2026: Geburtstagspause

Heute habe ich Geburtstag und damit andere Prioritäten. Außerdem ist mein Notfallordner fertig, also erkläre ich meine Challenge schon heute als beendet.

Fazit am Ende des Monats: Was ist aud meinem Notfallordner geworden?

Am Ende des Monats ziehe ich Bilanz:

  • Ist der Ordner vollständig?
  • Was hat funktioniert, was war schwieriger als gedacht?
  • Würde ich im Ernstfall damit klarkommen?
  • Wie oft muss ich meinen Notfallordner aktualisieren?
  • Wo und wie dokumentiere ich den Prozess dafür?

Hier gebe ich mir die ehrliche Antwort auf die Frage: Habe ich, was ich wollte? Und wenn ja: Haken dran.

Und hier ist, was ich heute, am 1. März 2026 über den Prozess denke. Zu Beginn des Monats war noch alles offen. Ich hatte natürlich schon oft von „dem Notfallordner“ gehört und fragte mich dann immer, wie sieht es bei mir damit aus? Ich habe zwar alles, auch ganz gut geordnet, aber eben nur für mich und meine eigene Übersicht. Was, wenn mal andere Personen in meinem Umfeld für mich handeln müssen? Was dann?

Daraufhin stellte sich immer ein gewisses Unbehagen ein. Denn auch wenn ich schnell alles parat habe, kommen andere Personen noch lange nicht an die vielleicht entscheidenden Infos, wenn ich mal handlungsunfähig bin. Das wollte ich in diesem Monat ändern.

Wie ich das lösen will, war zu Beginn des Monats noch völlig offen. Die Lösung, für die ich mich entschieden habe, gefällt mir gut. Ich hatte nicht das Gefühl, stupide zu kopieren oder „sinnlos“ etwas abzuschreiben, was dann auch noch regelmäßig aktualisiert werden muss. Die Kombi „Online-Archiv und schmale Handakte“ wird – wie ich glaube – gut funktionieren. Denn ich nutze im Wesentlichen meine bestehenden Systeme weiter, die ich ohnehin laufend aktualisiere, und verweise nur darauf.

Was aktuell noch offen ist, allerdings ganz bewusst: Meine laufenden Abos habe ich noch nirgends hinterlegt. Das ist mir auch bewusst. Aber da ich im März – übrigens aus genau diesem Anlass – eine persönliche Finanz-Challenge plane, erstelle ich diese Übersicht innerhalb des ohnehin geplanten Prozesses.

Mein Notfallordner ist also ein lebendiges System und ich bin zuversichtlich, dass es langfristig funktionieren wird.

Zu viele Ideen, zu wenig Zeit?

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Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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