Im September wollte ich herausfinden, ob kleine Bildgeschichten mit KI wirklich in meinen Alltag passen. Meine Challenge: 30 Tage, 30 Social-Toons. Was nach einer kreativen Spielwiese klang, wurde zwischendurch auch zu einer Geduldsprobe. Die Ideen waren da. Die KI hatte allerdings gelegentlich andere Vorstellungen davon, wie sie umgesetzt werden sollten.
Nebenbei ist mein Erste-Male-Journal gewachsen: neues Cover, helleres Layout, eine neu gebaute App und schließlich sogar eine Hardcover-Ausgabe. Und zwischen all den Bildern, Buchdateien und KI-Chats wurde mir immer deutlicher, dass ich nicht nur gute Werkzeuge brauche. Ich brauche auch eine verlässliche Übersicht darüber, wo was liegt und welche Version gerade gilt.
Zum Glück bestand der September nicht nur aus Bildschirmarbeit. Sport, Musik und Begegnungen mit Freunden gehörten ebenfalls dazu. Hier kommt mein Rückblick auf einen Monat zwischen kreativen Experimenten, fertigen Dingen und der Frage: Wie wird das alles ein bisschen leichter?
3 Dinge, die in diesem Monat wichtig waren
#1 Social-Toon-Challenge: Meine Prinzessin braucht kein Mansplaining
Meine Challenge im September lautete: 30 Tage, 30 Social-Toons. Damit sind kleine Bildgeschichten gemeint, die man am Smartphone durchscrollt. Sie können Informationen vermitteln, unterhalten oder einfach einen Gedanken in eine kleine Szene übersetzen.
Ich hatte das Format im Sommer kennengelernt. Meine ersten Geschichten dauerten allerdings sehr lange. Ich dachte mir: Das muss doch schneller gehen! Als Dr. Kathrin Hamann in ihrer Social-Toon-Community eine Challenge ausrief, machte ich sie kurzerhand zu meiner Monats-Challenge. Diesmal kamen die Regeln also nicht allein von mir. Das war ungewohnt, aber auch motivierend.
Die Ideen für meine Geschichten kommen von mir, oft aus meinen Blogartikeln. Mit ChatGPT entwickle ich daraus eine Handlung, Figuren und einen Bildstil. Ein kreatives Hin und Her mit der KI, das mir Spaß macht. Wenn die Regie feststeht, wünsche ich mir allerdings vor allem eines: dass die KI umsetzt, was wir vorher festgelegt haben.
Genau da wurde es schwierig. Figuren sahen von Bild zu Bild anders aus. Gegenstände wechselten ihren Platz. Sprechblasen verdeckten Köpfe oder zeigten auf die falsche Person. So manches Mal dachte ich: Jetzt läuft es! Dann ließ ich den Prozess aktualisieren, einzelne Schritte optimieren und frühere Fehler analysieren.
Am nächsten Tag machte die KI wieder, was sie wollte. Ich war so manches Mal kurz vorm Hinschmeißen …
Und dann ist da Prinzessin Clara. Ich bin überhaupt nicht der Prinzessinnen-Typ. Umso lustiger finde ich, dass ausgerechnet ich jetzt eine Prinzessinnen-Serie mache. Clara macht mir richtig Spaß. Sie ist eine emanzipierte Frau, die mit ihren Leuten auf Augenhöhe spricht. Trotzdem ließ die KI sie immer wieder zur Empfängerin guter Ratschläge werden: Der Hofsekretär erklärt ihr etwas, der Gärtner erklärt ihr etwas … Clara braucht aber kein Mansplaining. Das musste ich immer wieder korrigieren.

Mein wichtigstes Learning: Vor dem ersten Bild müssen die Rollen und die Regie glasklar sein. Nicht nur, wer wie aussieht, sondern auch, wer handelt, wer etwas weiß und wer die Geschichte voranbringt.
Der Ablauf ist im Laufe des Monats besser geworden. Reibungslos war er deshalb noch lange nicht. Auch meine geplanten Mini-Toons für stressige Tage wurden gern größer als gedacht. Im Oktober wollte ich deshalb wieder eine Challenge nach meinen eigenen Regeln gestalten.
Am Ende sind es tatsächlich 30 Toons geworden. Jeden Tag einer. Bei einigen weiß ich allerdings schon, dass ich noch einmal ran darf, um ein paar Korrekturen umzusetzen. Fertig mit der Challenge heißt also nicht, dass jede Geschichte für immer fertig ist.
Das Format selbst mag ich nach wie vor. Es wird weitere Toons geben. Momentan experimentiere ich vor allem mit der Verteilung: Was kann man mit den Geschichten machen? Wo zeige ich sie? Bereits während der Challenge habe ich sie auf Pinterest geteilt. Jetzt im Oktober probiere ich Instagram aus.
Meine Geschichten und den Verlauf der Challenge findest du in meinem Social-Toon-Tagebuch.
#2 Mein Erste-Male-Journal: neues Gesicht, neue App und jetzt auch Hardcover
Bei meinem Journal „Erste Male, die bleiben“ ist im September einiges passiert. Zunächst bekam es ein neues Cover und ein helleres Innenlayout. Ich habe dem Buch den Grauschleier entzogen. Das war die erste sichtbare Verbesserung, und ich musste dafür nicht warten, bis das komplette Update fertig war.
Parallel habe ich eine App zum Buch gebaut. Eine erste Version nutze ich schon seit dem Frühjahr selbst, war damit aber nicht richtig zufrieden. Vor allem fehlte mir eine schöne Umsetzung der Meilensteine. Im Buch wird jedes 25. erste Mal besonders gewürdigt. In der alten App liefen die 25 und die 50 einfach so durch.
Erste Male, die bleiben
Für Menschen mit vielen Ideen und vollem Kalender, die gerne analog festhalten, was nicht im Gewohnten untergehen soll.

Die neue Version gefällt mir richtig gut. Also sie fertig war, migrierte ich meine 73 bisherigen Einträge in die neue App. Mein 75. erstes Mal war dann der Test. Und ja: Die Meilenstein-Würdigung funktionierte. Endlich war ich zufrieden.
Ausgerechnet dieser Eintrag war das Kennenlernen von „The Great Lock-In“: sich von September bis Jahresende möglichst ohne Ablenkung auf die eigenen Vorhaben konzentrieren. Interessant, aber für mich ziemlich radikal. Meine Monats-Challenges passen besser zu einem Leben, in dem eben auch Arbeit, Freunde und Alltag stattfinden.
Mitte September war die App fertig und veröffentlicht, und ich konnte sie ersten Interessenten zur Verfügung stellen. Im nächsten Schritt habe ich die Überarbeitung des Buchs abgeschlossen und es zusätzlich als Hardcover veröffentlicht.
Das Erste-Male-Buch ist jetzt erst einmal fertig, inklusive der App als Ergänzung. Die App ist bewusst kein eigenständiges Produkt. Den Zugang gibt es über das Buch. Wer gern digital sammelt, kann die App nutzen. Wer lieber ins Buch schreibt, kann dabei bleiben. Die App ist ein Angebot, kein Muss.
Außerdem habe ich im September am Update meines Radfahrerbuchs gearbeitet. Inzwischen ist es ebenfalls fertig, der eigentliche Abschluss gehört aber wohl erst in den Oktober.
Nun muss ich nur noch meine Werbeanzeigen aktualisieren … auch hier im Artikel, wie ich gerade sehe.
#3 Mein digitales System: Wo liegt eigentlich die verbindliche Version?
An der Optimierung meines Second Brains arbeite ich schon länger. Vieles funktioniert bereits sehr gut. Gleichzeitig gibt es noch Baustellen. Das ist also kein kompletter Neustart, sondern die Weiterentwicklung meiner gewachsenen Systeme.
Je mehr ich mit KI arbeite, desto wichtiger wird dabei eine Frage, die zunächst ziemlich unspektakulär klingt: Wo liegt eigentlich die aktuelle Version?
Ein guter Prozess hilft mir wenig, wenn ich ihn im nächsten Chat nicht wiederfinde. Und mehrere hilfreiche Tools ergeben noch kein gemeinsames System. In meinen Wochen-Reviews habe ich deshalb immer wieder festgehalten: Mein größtes Problem ist nach wie vor die digitale Übersicht.
Im September habe ich einen konkreten Plan für die weitere Optimierung angelegt. Google Drive bleibt die Heimat für mein verbindliches Masterwissen. Notion bleibt meine operative Zentrale für Projekte, Aufgaben und Content. Claude und ChatGPT sollen mit derselben Grundlage arbeiten.
My Work Hub ist eine Web-App, die ich mir als Dashboard gebaut habe. Sie legt sich wie ein Netz über alle meine gewachsenen Systeme. Ich will damit nicht alles ersetzen oder an einen einzigen Ort verschieben. Das Dashboard soll mir die Übersicht darüber geben, was wo liegt und wie es zusammengehört.
Die wichtigste Regel dahinter: eine verbindliche Heimat pro Inhalt. Nicht mehrere Fassungen, bei denen ich erst herausfinden muss, welche gerade gilt.
Ein erster Entwurf der Systemarchitektur ist angelegt. Es geht also nicht darum, dass bisher nichts funktioniert hätte. Ich möchte die Teile, die schon gut laufen, besser miteinander verbinden und die verbliebenen Baustellen angehen. Bevor ich noch mehr automatisiere, möchte ich die Zuständigkeiten und die verbindlichen Quellen klar haben.
3 Erkenntnisse
1. Eine Challenge muss auch an vollen Tagen zu mir passen
Eine fremde Challenge kann motivieren. Trotzdem habe ich im September gemerkt, wie wichtig meine eigenen Spielregeln sind. Eine Mini-Version für stressige Tage hilft nur, wenn sie wirklich klein bleibt. Bei meinen Social-Toons war genau das nicht immer der Fall.

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2. Die erste Verbesserung darf schon raus
Beim Erste-Male-Buch musste ich nicht warten, bis Buch, App und sämtliche Details fertig waren. Erst Cover und Layout, dann die App, dann die weitere Überarbeitung: So wurde aus einem großen Update eine Reihe überschaubarer Schritte.
3. Es fehlt nicht immer an neuen Inhalten
Nach meinem morgendlichen Mittwoch-Schwimmen hatte ich im September wieder tausend Ideen. Gleichzeitig waren Videos, Posts und Blogartikel längst vorhanden. Was mir fehlte, war eher ein verlässlicher Weg, sie unter die Leute zu bringen. Dazu gehört auch die Frage, ob ich die richtigen Menschen erreiche – nicht nur möglichst viele.
3 Ergebnisse
- Mein Erste-Male-Buch ist überarbeitet und auch als Hardcover veröffentlicht. Ein konkreter Abschluss zwischen vielen laufenden Vorhaben.
- Die neu gebaute Erste-Male-App ist als Ergänzung zum Buch fertig. Der Meilenstein-Test hat funktioniert, und es gab erste Interessenten. Den Zugang gibt es über das Buch, nicht als eigenständiges Produkt.
- 30 Social-Toons in 30 Tagen. Jeden Tag ist eine Bildgeschichte entstanden. Bei einigen stehen noch Korrekturen an, aber die Challenge habe ich durchgezogen – und der Prozess ist dabei besser geworden.
3 Erlebnisse
Nürnberg und die Evolution Ride
Im September ging es nach Nürnberg zur Evolution Ride. Dort bin ich acht Stunden Indoor Cycling gefahren. Acht Stunden auf dem Rad statt vor dem Bildschirm – das war eine ganz andere Art von Herausforderung als meine Social-Toons.

Bryan Adams in Rostock
Am 30. September war ich mit meinem Mann beim Bryan-Adams-Konzert in Rostock. Wenn er schon bei uns spielt, gehen wir natürlich hin.
Völlig unerwartet ging Bryan Adams nur etwa einen halben Meter von mir entfernt vorbei. Ich war so überrascht, dass er mir gerade einmal bis zur Schulter geht. Auf der Bühne wirkt jemand eben ganz anders als plötzlich direkt neben einem. Diese unerwartete Begegnung werde ich sicher nicht so schnell vergessen.

Das seit langem ausverkaufte Konzert hat mir noch besser gefallen als erwartet, und irgendwie bekomme ich Lust, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn Bryan Adams im IGA-Park auftritt. Unter freiem Himmel ist es garantiert wieder ein ganz anderes Erlebnis.
Musical mit Freunden
Auch Dagmars Geburtstagseinladung mit Musical gehörte zum September. Wir haben „The Time is now“ gesehen, mit den Hits der frühen 2000er-Jahre. Aufgeführt wurde es wie in jedem Sommer in einer ehemaligen Industriehalle.

Tolle Stimmung und ein ausverkauftes Haus, so wie im letzten Jahr auch schon. Zwischen all meinen eigenen Vorhaben gab es also nicht nur etwas zu erledigen, sondern auch etwas gemeinsam mit Freunden zu erleben.
3 Links, die ich dir unbedingt empfehle
- Claras Foto-Challenge: Der Ast im Hintergrund: Einer meiner Lieblings-Toons aus der Challenge. Er greift einen Smartphone-Fototipp aus meiner früheren Foto-Challenge auf – eine Panne, die man manchmal erst beim späteren Anschauen bemerkt.
- Mein Social-Toon-Tagebuch: Hier kannst du meine Bildgeschichten und das Experiment verfolgen.
- Komm ins Socialtoon: Die Community von Dr. Kathrin Hamann, in der die Challenge ausgerufen wurde. Vielleicht ist das Format auch eine neue Spielwiese für dich.
Was sonst noch passiert ist
- Mieterwechsel in unserer Studenten-WG: Wir vermieten ein Mehrfamilienhaus. Eine der Wohnungen wird als WG genutzt, in der immer wieder Studierende ein- und ausziehen. Im September stand wieder so ein Wechsel an: Zwei neue Studierende zogen ein, und ich hatte als Vermieterin entsprechend einiges zu organisieren.
- Treffen mit Kerstin und Burckhart: Unsere Freunde waren gerade von einer Fahrt mit der AIDA zurückgekehrt. Bevor sie nach Berlin weiterfuhren, nutzten wir die Gelegenheit, uns in Rostock in einem neuen Restaurant zu treffen.
- Der Newsletter bekommt mehr Puffer: Beim Schwimmen am Mittwoch kamen mir immer mal wieder gute Ideen, nachdem der Newsletter schon verschickt war. Deshalb habe ich beschlossen, den Versand auf Donnerstag zu legen. So bleibt der Mittwoch für Ergänzungen oder auch einmal einen Themenwechsel.
Über diese Themen habe ich gebloggt
- Muskelgedächtnis: Was mein Körper sich merkt, und was meine Routinen davon lernen könnten: Nach meiner sommerlichen Pause vom Fitnessstudio fühlten sich die gewohnten Gewichte plötzlich schwerer an. Daraus entstand die Frage, was beim Wiedereinstieg hilft und ob es etwas Ähnliches bei unseren Alltagsroutinen gibt. Veröffentlicht am 4. September.
- Monatsrückblick August 2026: Auch der Rückblick auf den Vormonat ging im September online, am 5. September.
- Instagram-Challenge: Bei Pinterest hat es geklappt. Klappt es auch hier? Mein begleitendes Challenge-Tagebuch mit täglichen Updates rund um meine Instagram-Experimente im Oktober.
Außerdem habe ich zwei bestehende Blogartikel aktualisiert.
Im Newsletter ging es um den Start der Social-Toon-Challenge, Muskelgedächtnis, meine 75 ersten Male und die Erfahrungen mit Prinzessin Clara. Auch dort habe ich also einiges aus meinem September weitergegeben.
Worauf ich mich im Oktober freue
Meinen eigenen Instagram-Weg finden
Im Oktober nehme ich mir Instagram vor. Nicht mit dem Vorsatz, um jeden Preis täglich zu posten, sondern mit einer Frage: Gibt es einen Weg, den ich gern weiterverfolge?
Ich möchte alte Instagram-Kurse sichten, aktuelle Möglichkeiten recherchieren und Formate ausprobieren. Karussells auf jeden Fall, auch meine Social-Toons könnten hier einen Platz bekommen. Außerdem möchte ich ManyChat wieder aktivieren. Ein Tag, an dem ich etwas einrichte und nichts poste, soll genauso zählen. Am Ende möchte ich klarer wissen, ob und wie Instagram für mich funktioniert.
Mehr Übersicht statt noch mehr Sucherei
Die Optimierung meines Second Brains möchte ich weiterführen. Mein Wunsch ist, weniger Zeit mit dem Zusammensuchen von Dokumenten, Prozessen und Versionen zu verbringen – und mehr Zeit für die eigentliche Arbeit zu haben.
Familie, Freunde und unsere AIDA-Reise
Privat freue ich mich auf Treffen mit der Familie – bei uns in Rostock und in Hamburg, bevor wir zu unserer AIDA-Reise weiterfahren. Außerdem steht die Geburtstagsfeier meiner langjährigen Freundin Regina an. Schöne Gelegenheiten, gemeinsam Zeit zu verbringen.
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Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.






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