Meine KI-Praxis-Challenge im April: Was bringt mir Claude Cowork wirklich?

22. März 2026
Claude Cowork im Praxistest

Claude Cowork verspricht, KI-Agentenarbeit endlich auch für Menschen ohne Programmierkenntnisse zugänglich zu machen. In meiner KI-Praxis-Challenge teste ich das einen ganzen Monat lang im echten Alltag als Scanner-Sidepreneurin: Was funktioniert wirklich, was klingt nur gut, und welche Workflows bleiben dauerhaft? Hier dokumentiere ich täglich, was passiert.

Auf einen Blick: Meine KI-Praxis-Challenge mit Claude Cowork

Thema: Claude Cowork – Alltagstest im April 2026
Ziel: Mindestens zwei funktionierende Skills einrichten, die dauerhaft laufen
Vorgehen: Taskpool nach dem HappySteps-Prinzip. Drei Levels, freie Reihenfolge
Für wen: Scanner-Persönlichkeiten und Sidepreneure wie ich, die KI endlich konkret nutzen wollen
Tipp vorab: Ich starte mit Ordnerstruktur und Business-Briefing als Fundament, bevor ich die ersten Workflows einrichte

Mit der KI experimentiere ich schon länger. Zum einen aus Neugier – was kann sie, was nicht, – zum anderen weil ich mir davon verspreche, schneller zu werden. Effizienter. Der Erfolg bisher: So semi. Ich frage mich manchmal, wie die zeitliche Bilanz bei mir wohl aussehen würde, hätte ich von Anfang an erfasst, wie lange ich für manche Aufgaben benötige, beispielsweise um einen Blogartikel zu schreiben: Mit KI und anschließender Überarbeitung oder komplett ohne KI? Das Ergebnis wäre wohl ernüchternd. Aber hey, KI macht ja auch Spaß, oder?

Momentan scheint es so, als würde mit den neuen Funktionen der künstlichen Intelligenz Claude von Anthropic eine ganz neue Ära anbrechen. Zumindest lässt der Hype in meiner “Online-Bubble” darauf schließen. Endlich soll es in greifbare Nähe rücken: Die Workflows, die auch dann laufen, wenn ich nicht danebenstehe. Die Skills, die ich einmal baue und immer wieder nutze. Kurz: den Schritt von „ich experimentiere mit KI“ zu „KI arbeitet für mich“.

Hört sich toll an, aber funktioniert das auch für mich?

Genau das wird mein April-Thema. Ich tauche einen ganzen Monat lang tief in Claude Cowork ein und nehme dich mit.

Was nach wie vor mein Anspruch ist: Meine Blogartikel und Newsletter sind und bleiben meine – meine Gedanken, meine Erfahrungen, meine Stimme. Die KI hilft mir dabei, Strukturen zu entwickeln, Ideen zu sortieren und den Feinschliff zu machen. Aber der Kern kommt von mir. Das ist mir wichtig, und das wirst du in diesem Tagebuch sehen.

Warum Claude Cowork, und warum jetzt?

Ich verfolge seit Monaten fasziniert, was agentische KI angeblich alles kann. Und nun gibt es seit Januar 2026 mit Claude Cowork ein Tool, das KI-Agentenarbeit auch für Menschen ohne Programmierkenntnisse zugänglich macht. In den letzten Tagen habe ich einige Webinare angesehen, die mir gezeigt haben, wie ich Claude Cowork aktuell nutzen könnte. Konkret reizt mich an Claude Cowork:

  • Es kann auf lokale Ordner zugreifen und dort Dateien lesen, schreiben, verwalten
  • Es kann im Browser arbeiten – also Formulare ausfüllen, Seiten bedienen, Inhalte eintragen
  • Es kann wiederkehrende Aufgaben als „Skills“ speichern und immer wieder ausführen
  • Es lässt sich mit Notion, Mailerlite und anderen Tools verbinden, die ich ohnehin nutze

Für mich als Scanner-Sidepreneurin mit zu vielen Projekten und zu wenig Zeit klingt das nach genau dem richtigen Hebel. Einmal einrichten, immer wieder nutzen – genau die Logik, die ich mag.

Und der Zeitpunkt? Der ergibt sich aus meinem Jahresmotto „Vor die Welle kommen“. Wer jetzt nicht anfängt, diese Workflows einzurichten, schaut in einem Jahr zu, wie andere damit ihre Prozesse laufen lassen.

Was am Ende des Monats stehen soll

Ich erwarte nicht, dass ich mir bis zum Ende des Monats ein perfektes KI-System eingerichtet habe. Aber ein funktionierender Einstieg – das wäre super. So könnte das Ergebnis aussehen:

  • Meine Ordnerstruktur für Claude Cowork steht und ich nutze sie
  • Claude kennt mein Business, meinen Schreibstil und meine Prozesse
  • Mindestens zwei funktionierende Skills sind eingerichtet – also Workflows, die ich per Befehl starten kann
  • Ich weiß, welche meiner wiederkehrenden Aufgaben sich wirklich automatisieren lassen – und welche nicht
  • Mindestens ein Schritt, eine hilfreiche Routine, ist dauerhaft in meinen Alltag übergegangen. So ein Challenge-Win muss einfach sein.

Das klingt vielleicht bescheiden. Aber ich kenne mich: Lieber im April fünf funktionierende Workflows einrichten, statt zehn anfangen und keinen fertigstellen.

Wie ich im April konkret vorgehen will

Ich arbeite mit einem Taskpool statt einem fixen Tagesplan. Den hat mir übrigens Claude erstellt. Ich habe Claude von meinen Plänen erzählt, ihn gebeten, zu analysieren, was er (oder es) von mir weiß, und schon hatte ich 15 Aufgaben. Weitere oder andere Aufgaben kann ich mir im Prozess jederzeit holen. Welche Aufgabe ich mir allerdings wann vornehme, das entscheide ich von Tag zu Tag neu.

Genau das ist mein HappySteps-Prinzip: Ich wähle die Aufgabe, die zu meinem aktuellen Zeitbudget und meiner Tagesform passt – nicht die, die laut Kalender heute dran wäre.

Mein Taskpool ist in drei Levels unterteilt:

Level 1 – Fundament: Ordnerstruktur anlegen, Business-Kontext-Dokument schreiben, Schreibstil-Profil als Claude-Briefing einrichten, Transkript-Workflow aufbauen. Ohne dieses Fundament ergibt alles andere keinen Sinn.

Level 2 – Erste Workflows: Ideen für Blogartikel aus Diktaten oder Transkripten entwickeln, Bausteine für Newsletter-Themen generieren, Social Posts ableiten, WordPress-Entwürfe automatisch anlegen lassen. Hier entstehen hoffentlich die ersten echten Ergebnisse.

Level 3 – Automatisieren & Skalieren: Skills schreiben und testen, Mailerlite verbinden, einen täglichen Lernimpuls-Flow einrichten, einen Etsy-Produkttext-Skill bauen. Das ist das Level, das meinen Alltag dauerhaft verändern könnte. Wir werden sehen.

Ich starte mit Level 1 und arbeite mich vor. Aber streng sequenziell wird das nicht – ich bin schließlich Scanner.

Was diese Challenge NICHT ist

Damit keine falschen Erwartungen entstehen:

Das ist kein Tech-Tutorial. Ich erkläre nicht, wie Claude Cowork im Detail funktioniert – dafür gibt es andere. Ich zeige meine eigene Lernreise, wie ich es für mein konkretes Business einrichte und was dabei passiert.

Das ist kein Versprechen einer fertigen Automatisierungslösung. Ich werde Dinge ausprobieren, die nicht funktionieren. Das gehört dazu und das werde ich dokumentieren.

Das ist keine Empfehlung für einen bestimmten Kurs. Ich nutze weitgehend frei zugängliche Ressourcen. Ich lerne durch Ausprobieren, durch den Austausch und den Input in meinen Communitys und durch tägliche Reflexion. Ob ich später mal einen der vielen Claude Cowork Kurse buchen werde, entscheide ich später.

Das ist kein Plädoyer dafür, dass alle KI nutzen sollten. Ich erkunde, was für mich funktioniert. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung.

Challenge-Realismus: Cheat-Days & Flexibilität

Ich gestatte mir einen Cheat-Day pro Woche. Meistens brauche ich ihn nicht, aber es ist gut zu wissen, dass er da ist.

Außerdem gilt: Nicht jeder Tag wird eine große Erkenntnis bringen. Manche Tage werde ich eine Stunde an einem Workflow sitzen und feststellen, dass er so nicht funktioniert. Auch das gehört dazu.

Mein Mindestgewinn-Prinzip greift auch hier: Selbst wenn am Ende des Monats nur zwei funktionierende Skills stehen, ist das ein dauerhafter Gewinn. Denn die laufen dann eben – immer wieder.

Wie das Challenge-Tagebuch aufgebaut ist

Ab dem 1. April dokumentiere ich hier täglich, was passiert. Was habe ich eingerichtet? Was hat funktioniert, was nicht? Welche Überraschungen gab es?

Du kannst mitlesen, mitdenken oder einfach mitmachen. Wer selbst mit Claude Cowork startet, ist herzlich eingeladen, mir in den Kommentaren zu berichten, wie es läuft.

Mein April-Tagebuch: Claude Cowork im Praxistest

Tag 1 – 1. April 2026: Die allerersten Cowork-Schritte

In den letzten Tagen habe ich bereits intensiv mit Claude gearbeitet. Wir haben ein Framework der Aufgaben rund um mein Blog-Business angelegt, dafür hat Claude direkt in meinem Notion-Workspace gearbeitet. Das ist schon mal eine gute Grundlage um zu erkennen, welche Arbeitsschritte ich überhaupt an Claude Cowork abgaben könnte.

Heute nun Claude Cowork. Ich habe einen Arbeitsordner in Claude Cowork angelegt und eine erste Aufgabe erteilt, zunächst nur eine Probeaufgabe, um zu erkennen, wie es funktioniert. Das Ergebnis hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, aber es entspricht meiner Vorgabe. Der nächste Schritt wäre jetzt ein Optimierungs-Pin-Pong. Aber das ist aktuell nicht so wichtig, erst will ich Claude Cowork vollständig einrichten.

Tag 2 – 2. April 2026: Die Aufgabenverteilung zwischen Claude Chat und Claude Cowork

Ein wenig verwirrend war für mich die Rollenverteilung zwischen dem Claude-Chat und Claude Cowork. Ich hatte gestern ja eine erste Aufgabe in Cowork erledigt, übrigens eine, die mir Claude Cowork vorgeschlagen hat. Wirklich begeistert war ich von dem Ergebnis noch nicht. Als ich dann aber Claude Chat nach Kontext dazu fragte – wir hatten zu genau dem Thema schon gebrainstormt – fragte er mich nach Unterlagen, die Cowork schon hatte.

Verwirrend fand ich auch, dass ich in Claude Chat bereits Skills entwickelt hatte, in Claude Cowork aber noch nicht kennt.

Inzwischen weiß ich: Claude Chat ist für die Konzeptarbeit da. Dort wird gebrainstormt, recherchiert, entwickelt, abgewogen. Erst, wenn diese Phase abgeschlossen ist, wird das Konzept an Claude Cowork zur Umsetzung übergeben.

Das „Mysterium“ mit den Skills erklärt mir Claude so: Die Skills hat er gemeinsam mit mir entwickelt, im nächsten Schritt muss ich sie als .md-Datei speichern und in Claude Cowork als Skill hinterlegen. Aber nicht mehr heute. Für heute ist mein Nutzungslimit bei Claude ausgeschöpft. Das passiert leider ganz schön schnell.

Tag 3 – 3. April 2026: Erste konkrete Aufgaben in Claude Chat und Claude Cowork

Auch heute habe ich wieder voller Begeisterung in Claude gearbeitet. Meistens in Claude Chat, weil ich dort ja die Vorarbeit leiste. Inzwischen haben wir 12 Skills vorbereitet. Noch nicht alle fertig, aber es sind definierte Prozesse, die wir in den nächsten Tagen gemeinsam zu fertigen Skills entwickeln.

Mir fällt die Unterscheidung, welche Aufgabe in Claude Chat besser aufgehoben ist und welche Claude Cowork, immer noch nicht ganz leicht. Mir ist schon klar, dass Claude Cowork selbstständig Aufgaben ausführen kann, nachdem ich die Berechtigung erteilt habe. Dennoch weiß ich nicht sofort, welche Aufgabe wo hingehört.

Eine Aufgabe, die ich heute an Claude Chat übergeben habe: Einen meiner Blogartikel analysieren und die besten 10 Zitate für meinen Social Media Content herausfiltern, einschließlich des Kontext-Textes, den ich als Caption verwende. Das hat – mit einem dafür definierten Skill – sehr gut funktioniert.

Claude Cowork habe ich hingegen beauftragt, auf der Skills-Übersichtsseite, die Claude Chat für mich angelegt hatte, zwei separate Tabellen zu einer Datenbank zu verschmelzen. Claude Chat konnte das nicht. Es konnte die beiden Tabellen anlegen, um daraus eine Datenbank zu machen, musste Claude Cowork ran.

Leider wurde mein Claude-Rausch wieder abrupt unterbrochen, weil mein Limit ausgeschöpft war. In drei Stunden dürfte ich weitermachen. Skills und Plugins müssen wohl bis morgen warten.

Tag 4 – 4. April 2026: Vorbereitung meiner neuen Schreib-App

Noch bevor ich überhaupt dazu kam, Skills und Plugins in Claude Cowork anzulegen, war mein Limit schon wieder erreicht. Es dauert zwar nur wenige Stunden, bis es weitergeht, aber da nachher auch unser Osterbesuch eintrudeln wird, werde ich das wohl noch weiter verschieben müssen.

Ich habe nämlich heute früh bereits mit Claude mein neues Schreibtool entworfen. In der nächsten Woche nehme ich an einem Workshop teil, an dem ich das machen werde. Vorher möchte ich natürlich ganz genau wissen, was mein Schreibtool konkret können soll. Ja, was soll es können?

Nein, nicht für mich schreiben. Aber es soll mir helfen, das Schreiben zu strukturieren. Mir zeigen, wie weit ich bin. Wo ich weitermachen muss, wenn ich den Faden verloren habe. Mir Logiklücken zeigen. Denn genau das, dieses Strukturieren, ist mein Engpass. Merke ich jetzt ganz besonders. Du willst nicht wissen, was sich da manchmal für Dramen abspielen, trotz gut strukturierten Notion-Workspace, trotz gut strukturierter Dateiablage in der Cloud und auf dem PC …

Ich brauche unbedingt klare Strukturen, an denen ich mich orientieren kann, und wenn ich sie erst mal habe, liebe ich sie sehr.

Aber ich bin so der Typ „erst mal anfangen und sehen, was wird“ – und später fixen. Das funktioniert oft sehr gut, aber beim Bau so einer komplexen App kann es auch passieren, dass man sich dann Wege verbaut oder die Sache unnötig verkompliziert. Deshalb aktuell eine sehr intensive Vorbereitungsphase.

Dass ich dabei aber so schnell an die Grenzen meines Claude-Pro-Tarifs stoße, ist nicht so toll, aber gut zu wissen. Es zeigt mir, dass ich mich nicht nur auf Claude verlassen sollte sondern auch meine anderen KI-Zugänge weiter nutzen sollte. Es sei denn, ich wähle einen höheren Tarif, aber dazu bin ich momentan nicht bereit. Noch nicht.

Tag 5 – 5. April 2026: Osterbesuch und Skills-Fail

Während unser Osterbesuch noch schlief, wollte ich endlich meine Skill-Dateien zu Claude Cowork hochladen – einfach, um es mal ausprobiert zu haben. Nach allem, was ich jetzt weiß, habe ich zwar schon den Verdacht, dass diese erstellten Skills vielleicht nicht ganz so relevant sind für die Cowork-Arbeit. Aber Claude Chat meint ja, ich müsse sie als Markdown aus Notion exportieren und in Claude Cowork laden. Das wollte ich wenigstens mal ausprobiert haben.

Ergebnis: SO geht es schon mal nicht. Wie, werde ich herausfinden, sobald ich ein paar Minuten dafür finde.

Tag 6 – 6. April 2026: Neues Bildtool gebaut

Die Aufgabe in einer meiner Communities lautete: „Teste dieses Bildtool (dazu gab es einen Link) und baue es mit Claude nach.“ Die Funktionen: Bilder von png in jpg umwandeln, Wasserzeichen entfernen, Bilder zuschneiden.

Ich habe Screenshots des Tools gemacht und habe Claude Chat gefragt, wie ich die Aufgabe am besten löse. Zwei Varianten wurden mir benannt: Lovable.dev und Claude Artefact. Wie es mit Lovable.dev funktionieren würde, weiß ich. Mich interessiert heute eher Claude – deshalb habe ich mich dafür entschieden.

Das mit dem Wasserzeichen, das wäre wohl in beiden Varianten schwierig, hieß es seitens Claude. Aber bisher habe ich das noch nicht benötigt. Viel wichtiger ist mir, dass heic. umgewandelt wird und alles in Stapelverarbeitung. Deshalb habe ich meine Anforderungen entsprechend formuliert – und voila: Ich habe mein neues Bildtool.

Da ich das Tool nur für mich selbst nutzen möchte, würde es reichen, die Datei bei Bedarf lokal im Browser zu öffnen. Ich habe mir aber über den kostenlosen Dienst Netlify Drop eine URL generieren lassen, die dauerhaft existiert. Bin gespannt, ob dieses Tool für mich die nervtötende Bild-Eselarbeit abkürzt.

Falls ich irgendwas an der App ändern will – zum Beispiel doch noch einen Wasserzeichen-Entferner bauen – lade ich einfach einen neuen Prompt hoch und die App wird unter der bestehenden URL aktualisiert.

Tag 7 – 7. April 2026: Mit der Browsererweiterung in Amazon recherchiert und API-Credits

Endlich habe ich auch mal die Browsererweiterung ausprobiert. Installiert ist sie schon länger, nur verwendet habe ich sie bisher nicht. Dabei kann sie völlig selbstständig in einem bereits geöffneten Browserfenster agieren. Claude könnte für mich also einen Blogartikel in einen geöffneten Editor schreiben (zumindest theoretisch) – speichern und veröffentlichen müsste ich ihn natürlich selbst.

Getestet habe ich die Browsererweiterung aber nicht mit einem Blogartikel, sondern mit einer Recherche in Amazon. Toll, was alles so möglich ist, auch wenn die Sache jetzt nicht wirklich sinnvoll für mich war – lag aber an meiner Aufgabenstellung.

Einer Sache muss ich nachgehen: Ich habe heute gehört, dass eine API-Verbindung viele Token bzw. Credits beansprucht. Vielleicht ist das der Grund, warum meine Credits so schnell verbraucht sind? Sollte ich doch lieber alle Infos direkt in Claude hinterlegen? Meine Antwort kenne ich jetzt schon: JA!

Tag 8 – 8. April 2026: Was gehört in Claude, was in Notion?

Stellt sich also die Frage, wie sinnvoll ist die intensive Nutzung von Notion via API Claude? Nach meiner heutigen Recherche ist es so:

Alles, was dauerhaft gleich bleibt, gehört eher direkt in Claude (mein Schreibstil, feste Prüflisten, wiederkehrende Arbeitsabläufe, Regeln wie „erst Struktur, dann Text“ …)

Alles, was groß ist oder sich oft ändert, gehört eher nach Notion (Projektnotizen, Ideensammlungen, Datenbanken, Recherchematerial, wechselnde Textbausteine).

Warum ist das sinnvoll?

Wenn Claude Inhalte erst über die Notion-API holen muss, werden diese Inhalte mit in den Kontext geladen. Das kann schnell viele Tokens kosten, besonders bei langen Seiten oder mehreren Treffern. Ein Skill direkt in Claude ist oft schlanker.

  • Gut als Skill in Claude:
    „Schreibe Blogartikel in diesem Aufbau …“
    „Prüfe Texte auf diese 5 Punkte …“
  • Besser in Notion:
    „Hier sind 80 Blogideen, 40 Recherchenotizen und 12 Projektstände.“

Die einfache Faustregel: Arbeitslogik in Claude. Nachschlagewissen in Notion.

Ich lege für stabile, wiederkehrende Anweisungen also vorrangig Skills in Claude Cowork an, nur bei Rechercheaufgaben lasse ich Claude auf Notion zugreifen.


Heute habe ich einen Skill „Lernimpulse“ angelegt. Das heißt, ab sofort stellt mir Claude jeden Morgen eine Aufgabe oder gibt mir einen Impuls, der mir helfen soll, Claude noch sinnvoller zu nutzen. Genau das also, was ich in diesem Monat erreichen will.


Was ich heute noch herausgefunden habe: Claude kann wohl sehr gut Bilder auslesen und Handschriften transkribieren. Das könnte sehr interessant werden, wenn ich in einem der nächsten Monate meine Herzensprojekt-Challenge weiterführe. Ich transkribiere dabei die handgeschriebenen Tagebücher meiner Großmutter – altdeutsche Schrift – und „übersetze“ sie dadurch. Aktuell bin ich im Jahr 1931, es liegen also noch sehr viele Jahre bis zum Ende der 80er Jahre vor mir.

Noch einen Tipp habe ich heute entdeckt: Eine Website mit kostenlosen Kursen zu Claude: https://www.anthropic.com/learn

Tag 9 – 9. April 2026: Steuerung mit dem Smartphone und Start der Lernimpulse

Mein erster Blick auf Smartphone zeigte heute früh eine Nachricht von Claude an. Es geht um ein neues Feature, mit dem ich Claude Cowork mittels Smartphone steuern kann. Musste ich doch sofort mal ausprobieren. Ich saß zwar direkt vor meinem Laptop dabei, sprach aber ins Smartphone und beobachtete, was auf dem Laptop passierte. Beim nächsten Mal darf die Entfernung dann schon etwas größer sein … 😄


Mein morgendlicher Lernimpuls funktioniert auch, allerdings musste ich etwas suchen, um ihn zu finden. Claude hatte den Lernimpuls zu Notion geschickt, allerdings nicht auf die Seite, die ich ihm gestern genannt hatte. Deshalb dachte ich, er hätte es vergessen und löste den Lernimpuls manuell aus. Dabei entdeckte ich, wo die Lernimpulse gespeichert werden und habe nun gleich zwei Aufgaben für heute.


Lernimpuls 1 lautet: Wie kombiniere ich mehrere Tools sinnvoll? Claude hat mir in dem Impuls erläutert, welche Tools wie kombiniert sind, welches Tool welche Aufgaben hat und fordert mich auf, zu überlegen, an welcher Stelle etwas wiederkehrend ist. Und – ich überlege …


Lernimpuls 2: Was ist CLAUDE.md und wie macht sie Cowork zu deinem Ding? Hier geht es sowas wie eine Basisdatei, die Claude bei jeder Session automatisch liest. Hier sollte alles drin stehen, was wichtig ist. Wie ich gestern aber auch gelernt habe, darf sie aber auch nicht zu groß sein, um nicht zu schnell ans tägliche Nutzungslimit zu geraten. Ich sollte die CLAUDE.me aufrufen und mir den Inhalt ansehen. Hat nicht funktioniert, in meinem verbundenen Ordner war sie nicht zu finden, auch nicht als versteckte Datei. Ich habe den Inhalt also im Dialog mit Claude ergänzt und frage mich nach wie vor, wo die Datei wohl versteckt ist.


Übrigens: Die Aufgabe, die ich Claude heute früh mittels Smartphone erteilt habe, lautete: Analysiere meine Blogartikel und finde heraus, welcher Überarbeitungsbedarf besteht. Okay, ganz so allgemein hatte ich es nicht funktioniert. Bin gespannt auf das Ergebnis. Wahrscheinlich wird mein Nutzungslimit erreicht sein, bevor Claude sich durch alle 250 Artikel gearbeitet hat.

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Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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