Wie du mit „Don’t break the chain“ deine Challenges durchziehst

Don't brake the chain

Fällt es dir manchmal schwer, an einer Sache dranzubleiben? Mir geht es sogar ziemlich oft so, weil mich so viele verschiedene Dinge interessieren, denen ich am liebsten gleichzeitig meine Aufmerksamkeit schenken würde. Ohne meine bewährten Methoden und Routinen fällt es mir sehr schwer, etwas tatsächlich durchzuziehen. Eine Methode, die ich schon lange anwende, ist „Don‘t break the chain“. Wenn du ebenso wie ich eine Scannerpersönlichkeit bist, könnte Dont break the chain“ dir ebenfalls helfen, am Ball zu bleiben und allen Ablenkungen zu widerstehen.

Was ist „Don’t break the chain“?

Das Prinzip von „Don’t break the chain“ – unterbrich die Kette nicht – ist simpel: Du nimmst dir vor, täglich etwas Bestimmtes zu machen oder zu unterlassen. Hast du deine Aufgabe erfüllst, kreuzt du den Tag im Kalender mit einem roten Textmarker an. Durch die aufeinanderfolgenden oder aneinandergereihten Kreuze entsteht eine Kette.

Don't brake the chain

Führst du die Aufgabe an einem Tag nicht aus, ist die Kette unterbrochen. Getreu dem Motto „Don’t break the chain“ bist du natürlich motiviert, die Kette unter allen Umständen weiterzuführen. Alles andere würde sich wie Versagen anfühlen. Und wer will das schon?

Meine Erfahrungen mit „Don’t break the chain“

In meinem Monatsrückblick habe ich geschildert, wie es mir entgegen aller Wahrscheinlichkeit – ich war schon komplett verplant – gelungen ist, alle 10 Blogartikel der Blogdekaden-Challenge von TheContentSociety zu schreiben und pünktlich zu veröffentlichen. Wie ist mir das gelungen?

Ganz einfach: Ich nahm mir am ersten Tag den ersten Blogartikel vor und veröffentlichte ihn pünktlich. Das war noch einfach, denn es war ein Sonntag. Am nächsten Tag dann den zweiten. Das war schon schwieriger, weil ich montags gleich nach der Arbeit zum Sport gehe – ein unverhandelbarer Termin – und erst spät zu Hause war. Aber auch das habe ich geschafft – irgendwie. Und weil es so gut lief, veröffentlichte ich am Folgetag auch noch den dritten Artikel. Alles im Plan also.

Dann wusste ich: Wenn ich am vierten Tag keinen Blogartikel veröffentlichen würde, wäre ich „raus“ aus der Reihe der pünktlichen Veröffentlichungen. Natürlich ging es um nichts und ich hätte ja auch später mehrere Artikel auf einmal veröffentlichen können, aber das wäre nicht mehr das Gleiche gewesen. Ich hätte meine Kette der täglich veröffentlichen Blogartikel unterbrochen.

Das hat mich so sehr motiviert, dass ich jede erdenkliche Zeitreserve mobilisiert habe. Schließlich wollte ich unbedingt meinen Link in die Blogdekaden-Liste der täglich veröffentlichten Blogartikel eintragen. 😊Verrückt, oder?

Mit „Don’t break the chain” aufgehört zu rauchen

Auf die gleiche Weise habe ich mir vor nunmehr 21 Jahren das Rauchen abgewöhnt. Es war der 1. Oktober 2001, der 40. Geburtstag einer guten Freundin. Sie verkündete auf ihrer Geburtstagsfeier, dass sie ab sofort nicht mehr rauchen würde. Zunächst dachte ich mir, super, das mache ich zu meinem 40. auch. Doch dann fragte ich mich, warum noch so lange warten? Warum nicht gleich morgen?

Gesagt, getan. Ich hielt einen Tag durch. Dann noch einen. Und noch einen. Wieder war eine Kette aufeinanderfolgender Nichtrauchertage entstanden. Je länger diese Kette wurde, umso größer wurde meine innere Hemmschwelle, diese Kette leichtfertig zu unterbrechen. Der Gedanke an die Kette half mir über einige schwierige Situationen auf meinem Weg zur Nichtraucherin. Irgendwann wurde es dann leichter, und es hat bis heute gehalten.

Wer „Don’t break the chain“ entdeckt hat

Ich dachte immer, ich hätte diese Methode „erfunden“. Doch inzwischen weiß ich, dass die Entdeckung von „Don’t break the chain“ dem US-amerikanische Schauspieler Jerry Seinfeld zugeschrieben wird.

Auf die Frage eines Fans, wie man ein guter Comedian wird, soll er geantwortet haben: Man müsse jeden Tag an seinen Gags feilen. Hat man sein Vorhaben umgesetzt, dürfe man als Belohnung ein dickes, rotes Kreuz in seinen Kalender eintragen. Das Ziel müsse nun sein, dass die Kette der roten Kreuze immer länger wird und niemals abreißt.

Wie du die Methode umsetzen kannst

Bei meinen eigenen Challenges war die „rote Kette“ nur in meinem Kopf – und es hat für mich bestens funktioniert. Doch wenn du dich zusätzlich motivieren möchtest, solltest du Jerry Seinfelds Empfehlung folgen und dir einen Kalender und einen roten Marker besorgen. Du kannst zum Tracken deiner Challenge natürlich auch eine App nutzen – suche einfach nach „Don’t break the chain“ oder Habit Tracker in deinem App-Store. Hauptsache, du hältst deinen Fortschritt fest. Das macht die ganze Sache auch spielerischer – und das mögen wir doch, oder?

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