Einen Webtoon erstellen, das klingt erst mal nach einem netten Kreativprojekt für zwischendurch. Drei Toons habe ich schon gebaut. Jedes Mal saß ich stundenlang dran, hin und her, Panel für Panel, und am Ende war ich stolz auf das Ergebnis, aber der Aufwand war nicht akzeptabel. Jetzt will ich wissen: Werde ich schneller bei gleicher Qualität, wenn ich es jeden Tag mache?
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob 30 Tage am Stück überhaupt machbar sind. Vielleicht merke ich nach einer Woche, dass mir die Themen ausgehen. Vielleicht merke ich, dass ich für einen guten Toon einfach mehr Zeit brauche, als ein Tag hergibt. Das will ich herausfinden, indem ich es ausprobiere.
Deshalb ziehe ich im September meine Social-Toon-Challenge durch: 30 Tage, 30 geplante Toons, eine Community im Rücken und ein Blog-Tagebuch, in dem ich ehrlich aufschreibe, was klappt und was nicht.
Das Wichtigste in Kürze:
Thema: Social-Toon-Challenge im September 2026
Ziel: Herausfinden, ob und wie sich das Format Socialtoon in meinen Alltag als Sidepreneurin einbauen lässt, wenn ich es täglich mache
Vorgehen: Mein eigenes Projektbriefing als Leitplanke, ein fester Workflow von der Idee bis zur Veröffentlichung, Themenwelten aus meinen bestehenden Blog-Schwerpunkten, Austausch und tägliche Motivation in einer Skool-Community
Für wen: Für dich, wenn du dich für neue Content-Formate interessierst oder einfach gerne mitverfolgst, wie so ein Experiment in Echtzeit läuft
Tipp vorab: Wenn dich das Format selbst interessiert, schau dir meine ersten drei Toons an, bevor du hier weiterliest. Dann siehst du, wovon ich rede:
Wann sind deine eigenen Vorhaben endlich dran? · Warum vergeht die Zeit so schnell? · Tildas Lese-Challenge: 10 Seiten am Tag
Webtoon erstellen: Warum Social-Toons – und warum jetzt?
Kleine Bildgeschichten zum Scrollen kennst du wahrscheinlich unter dem Begriff Webtoon. Das Format kommt ursprünglich aus Südkorea und hat seine Wurzeln in der Manhwa-Tradition, den koreanischen Comics. Anfang der Zweitausenderjahre haben koreanische Portale angefangen, Comics speziell fürs Scrollen auf dem Bildschirm zu gestalten. Statt klassischer Comicseiten mit Panels nebeneinander gibt es eine lange Bildfolge zum Runterscrollen. Der Name „Webtoon“ gehört inzwischen auch zu einer bekannten Plattform, deshalb spreche ich hier lieber allgemein von Social-Toons oder Bildgeschichten.
Warum das mich jetzt reizt? Ich bin Scannerpersönlichkeit, ich brauche neue Spielwiesen, sonst wird mir langweilig. Text schreibe ich seit Jahren, aber eine Geschichte komplett in Bildern erzählen, mit Panels, Sprechblasen und Tempo, das ist neu für mich. Ich will dabei nicht sofort den perfekten Stil finden, sondern erst mal ausprobieren, was zu mir und vielleicht auch zu dir passt.
Den Anstoß dazu habe ich in der Skool-Community Komm ins Socialtoon bekommen, der ich vor Kurzem beigetreten bin. Dort tausche ich mich während der Challenge aus und hole mir tägliche Motivation. Den eigentlichen Fahrplan, also den Workflow, die Qualitätschecks und die Themenideen, habe ich mir selbst als Projektbriefing zusammengestellt. Ich habe mir schon Notizen gemacht, welche Themenwelten ich zuerst angehen will, aber die Liste ist für mich ein Arbeitsplan, der sich auch ändern kann.
Was am Ende des Monats stehen soll
- 30 veröffentlichte oder zumindest veröffentlichungsfähige Toons
- eine ehrlichere Einschätzung, welche Themen sich für dieses Format eignen und welche nicht
- ein Gefühl dafür, welche Hooks und Einstiege wirklich neugierig machen
- ein erster Eindruck, welcher visuelle Stil zu mir passt, ohne mich schon festzulegen
- die Erkenntnis, welche Toons sinnvoll zu meinen Blogartikeln, Büchern oder Angeboten führen können
Das klingt nach einer langen Liste, aber es geht mir gar nicht darum, alles abzuhaken. Ich möchte mehr über Webtoons oder, wie sie in meiner Community heißen, Socialtoons wissen als heute und lasse mich überraschen, wohin mich die Reise führt.
Wie ich im September konkret vorgehen will
Einen Webtoon erstellen heißt bei mir jeden Tag denselben kleinen Workflow durchlaufen: Erst das Ziel klären, für wen der Toon gedacht ist und wohin er führen soll. Dann Ideen sammeln, bevor ich mich auf eine Geschichte festlege. Danach die Handlung in wenigen Schritten skizzieren, einen Hook testen und erst zum Schluss das Storyboard und die Bilder bauen.
Als roter Faden dienen mir Themenwelten, die zu meinem Blog sowieso schon passen: viele Interessen und zu wenig Zeit, Fokus und Vorhaben, flexible Challenges, Alltag und Gewohnheiten, und das Thema Zeit und erste Male. Ich muss mir also keine komplett neue Welt aus dem Nichts erfinden, ich übersetze nur, was ich schon kenne, in ein neues Format.
Wichtig ist mir: kein starrer Stil für alle 30 Tage. Mal wird ein Toon eher wie eine kleine Szene mit Dialog, mal eher wie ein visueller Gedanke, mal eher gefühlig und ruhig. Ich will bewusst herumprobieren, bevor ich mich für irgendetwas entscheide.
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Was diese Challenge NICHT ist
Diese Challenge ist kein fertiger Kurs zum Thema Bildgeschichten, ich lerne selbst gerade erst. Sie ist auch keine Entscheidung für einen bestimmten Zeichenstil oder ein bestimmtes Tool, das kommt vielleicht erst danach. Sie ist kein Versprechen, dass jeder Toon gut wird, manche werden vermutlich ziemlich mittelmäßig sein, und das gehört dazu. Und sie ist keine Verpflichtung, jeden Toon zur gleichen Uhrzeit oder auf die gleiche Art zu veröffentlichen.
Cheat-Days & Flexibilität
Ich plane bewusst mit einem Cheat-Tag pro Woche, also einem Tag pro Woche, an dem ich pausieren kann, aber nicht muss.
Wenn also ein Tag ausfällt, ist das kein Beweis, dass die Challenge gescheitert ist, sondern einfach ein Tag, an dem etwas anderes wichtiger war. Der nächste Tag ist dann einfach der nächste Einstiegspunkt, ohne Rückstandsgefühl.
Denn: Anders als bei den meisten meiner anderen Challenges fehlt hier ein wichtiges Element: Mini-Aufgaben für Tage, an denen ich wirklich keine Zeit für meine Challenge-Aufgabe habe Jedenfalls nicht mehr als 5 Minuten. Auch wenn mein Kalender für September noch keine solchen Tage zeigt, an denen ich von vornherein komplett „ausgebucht“ bin, weiß ich jetzt schon, dass es diese Tage geben wird.
Mein Mindestgewinn für den September steht aber bereits jetzt fest: Selbst wenn ich nicht an allen 30 Tagen einen Toon schaffe, nehme ich mehr Erfahrung mit dem Format mit, als ich jetzt habe. Zurückfallen auf null ist bei dieser Challenge eigentlich gar nicht möglich.
Wie das Challenge-Tagebuch aufgebaut ist
Ab dem 1. September dokumentiere ich hier täglich meinen aktuellen Toon: den Link zur Geschichte, was an dem Tag gut lief und wo ich gehakt habe. Mal wird das ein längerer Absatz sein, mal nur ein paar Sätze, je nachdem, wie viel Zeit und Kopf ich an dem Tag habe. Lies gerne mit, wenn dich das Format oder mein Prozess interessiert, und schreib mir, wenn dich ein Thema besonders anspricht.
Mein Social-Toon-Tagebuch im September 2026
Tag 1 – 1. September:
Folgt ab dem 1. September.
Fazit am Monatsende
[wird Ende September ergänzt]
- War das Ziel erreicht? Wie viele Toons sind tatsächlich entstanden?
- Was hat gut funktioniert, welche Themen, Hooks oder Stile?
- Was hat nicht funktioniert oder mehr Aufwand gekostet als gedacht?
- Was bleibt dauerhaft: ein Workflow, eine Erkenntnis, vielleicht eine Miniserie?
- Würde ich dir empfehlen, selbst einen Webtoon zu erstellen, oder war es eher meins?
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Und du? Hast du schon mal ein komplett neues Format ausprobiert, nur um zu sehen, ob es zu dir passt?

Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.






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