Monatsrückblick Mai 2023: Hallo Mutmuskel

4. Juni 2023
Holzboote im Hafen von Bodstedt

Wieder einmal frage ich mich: Der Monat ist vorbei, und was ist bitteschön passiert? Nichts, oder? Nun, wenn ich dann etwas tiefer grabe, wird mir natürlich bewusst, dass es da schon einiges gab. Erstaunlich, dass ich erst intensiv darüber nachdenken muss, was im letzten Monat los war. Allein schon aus diesem Grund ist es eine tolle Sache, sich am Monatsende Zeit für den Monatsrückblick zu nehmen. Es wirkt dem Eindruck entgegen, dass die Zeit nur so verfliegen würde und macht uns bewusst, wie viel in unserem Leben passiert. Für mich hatte der Mai diese Highlights:

Mutmuskeltraining mit Blog your Purpose

Ich fange jetzt mal hinten – am Monatsende – an und will gleich auflösen, was es mit dem Mutmuskeltraining auf sich hat.

Judith Peters hatte wieder zur Challenge aufgerufen. Vor genau einem Jahr habe ich Judith auf diese Weise entdeckt, und zwar bei ihrer Challenge „BoomBoomBlog“. Mein geplanter Blog stand zu dieser Zeit bereits seit fast einem Jahr in den Startlöchern und bewegte sich nicht vorwärts. Das hat sich mit „BoomBoomBlog“ geändert. Ich wusste also, dass mich mit Judiths diesjähriger Challenge etwas ähnlich großartiges erwarten wird wie vor einem Jahr.

Diesmal lautete das Thema „Blog your Purpose“. Mehr als 1000 Teilnehmer:innen machten mit! Wir waren aufgefordert, darüber zu schreiben, was unsere Bestimmung ist. Wow, was für eine Herausforderung! Was ist überhaupt meine Bestimmung? So einen Artikel schreibt man nicht so eben in ein paar Stunden.

Judith hat uns dazu motiviert, uns von dem etwas esoterischen Gedanken zu lösen, man hätte „die eine, große, einzigartige“ Bestimmung. Wenn sich die eigene Bestimmung in verschiedenen Lebensphasen verändern darf und es für unterschiedliche Lebensbereiche mehrere Bestimmungen geben kann, erleichtert das den Prozess der Bestimmungssuche enorm.

Dafür war die Challenge kürzer als im letzten Jahr: Insgesamt hatten wir diesmal nur 72 Stunden zur Verfügung. Im letzten Jahr war es eine Woche, soweit ich mich erinnere. Und hier kommt nun mein Mutmuskel ins Spiel.

Der Artikel sollte am Freitag veröffentlicht werden, und genau das hatte ich auch vor. Es war schon kurz nach Mitternacht, also genaugenommen war es schon Sonnabend. Mein Artikel war „fertig“, aber mir war klar, dass ich gerade angefangen hatte, über das Thema nachzudenken. Dennoch ging der Artikel online – und mir war ganz schön mulmig. Ich bin zwar nicht besonders perfektionistisch, aber bei diesem persönlichen Thema fand ich mich sehr mutig, den Artikel in diesem Stadium zu veröffentlichen.

Am nächsten Tag hatte ich sehr viel Zeit, um über das Thema nachzudenken. Wir unternahmen eine Radtour rund um den Saaler Bodden und waren den ganzen Tag unterwegs. Dabei ist mir so einiges eingefallen, was an meinem Artikel noch fehlt, wollte es aber nicht so zwischen Tür und Angel am Smartphone ändern. Das war schon ein unbehagliches Gefühl. Ich habe mich auch gefragt, ob sich mein Artikel unbeabsichtigt nach DDR-Nostalgie anhört. Ich habe schließlich fast die Hälfte meines Lebens in der DDR verbracht und war ja dadurch nicht die Hälfte meines Lebens unglücklich.

Kurze Pause am Saaler Bodden

Abends und dann noch einmal am nächsten Tag habe ich an meinem Artikel einiges ergänzt und geändert und fühlte mich gleich wohler damit. Ich weiß allerdings, dass es nicht die letzte Überarbeitung gewesen ist. Ich bin gerade am Anfang …

Mut zu „Bye bye Putzfrust!“

Mut hat mir in diesem Monat auch ein anderes Thema abverlangt. In meiner Blog-Community TheContentSociety ging es in diesem Monat um die Erstellung unseres Freebies. Ich hatte bisher keins. Und zwar vor allem deshalb, weil ich mich als Scannerin innerlich – wider besseren Wissens – dagegen sträube, mich auf ein bestimmtes Thema festzulegen. Dabei habe ich längst ein „Herzensthema“, nur ich mag nicht so recht dazu stehen. Verrückt!

In diesem Monat sollte sich das endlich ändern. Mein Freebie ist heute – am Monatsende – zwar noch nicht ganz fertig, aber es fehlt nicht mehr viel. Irgendwann im Juni sollte es aber auf meiner Website zum Download stehen. Es wird wahrscheinlich „Bye bye Putzfrust“ heißen und ich teile dort meine 14 besten Lifehacks, mit denen der Hausputz/das Saubermachen schnell geht und sogar Spaß macht. Oder wenigstens halb so schlimm ist – je nach Putzfrust-Ausmaß.

Gegen das Thema sträube ich mich immer noch ein wenig, weil ich nun wirklich kein „Putzteufel“ bin. Deshalb frage ich mich seit Monaten immer wieder: Will ich wirklich fürs Putzen bekannt werden? Ich als Putzqueen? Und überhaupt: Wer bin ich, dass ich „gestandenen“ Hausfrauen und -männern etwas über das Putzen erzählen will?

In meiner Kindheit war in meiner Familie alles, was mit Haushalt und Putzen zu tun hatte, irgendwie verpönt. Etwas, was niemand mochte. Weder meine Eltern noch wir Kinder. Jeder von uns hat es als Quälerei betrachtet, eine Aufgabe, die irgendwie erledigt werden muss, wenn man es einigermaßen schön haben möchte, die uns aber von den „wichtigen“ Dingen abhält. Ein notwendiges Übel.

Diese negative Einstellung habe ich auch als Erwachsene sehr lange beibehalten. Es war ein mühsamer Weg, bis es mir gelungen war, mich mit dieser Aufgabe zu arrangieren. Ich habe für mich verschiedene Wege gefunden, das Putzen so in mein Leben zu integrieren, dass es nicht mehr „stört“ und dass es mir sogar Spaß macht. All das hätte ich gern schon vor 30 oder 40 Jahren gewusst. Deshalb finde ich, das muss in die Welt 🙂

Bye-bye Putzfrust!

Hier sind 13 Putzhacks für dich, mit denen das Saubermachen schnell geht und Spaß macht.

Lade dir jetzt das Workbook herunter:

Plötzlich verlobt

Ebenfalls ein Ereignis des Monats: Nach fast 30 Jahren Zusammenleben ohne Trauschein haben Hannes und ich uns Mitte des Monats kurzerhand entschlossen, zu heiraten. Bis es soweit ist, gelten wir als „verlobt“. Jetzt überlege ich erstmal, was für einen Ring ich haben möchte, was für ein Kleid ich tragen möchte, wie genau wir unseren Tag gestalten wollen.

Was im Mai sonst noch los war

  • So richtig habe ich mich an mein neues Leben mit Teilzeitstelle noch nicht gewöhnt. Ich hatte zwar öfter mal private Termine nachmittags, die konnte ich nun ja problemlos wahrnehmen. Wie habe ich sowas eigentlich früher gelöst? Wenn ich allerdings keinen Termin hatte und einfach nur nach Hause fahren müsste, kommt es mir immer noch komisch vor. Einfach zu gehen, während die Kolleg:innen noch arbeiten, erscheint mir irgendwie dekadent. Aber ich werde es noch lernen.
  • Eine Wohnung in unserem Mehrfamilienhaus war neu zu vermieten. Das ist immer eine aufwändige Sache, die mit einigen Terminen und viel „Büroarbeit“ verbunden ist. Außerdem finde ich es deprimierend, so vielen Bewerber:innen absagen zu müssen. Die Wohnungsnot ist wirklich groß, und hinter jeder Bewerbung steht eine Person, für die meine Zusage in Problem lösen würde. Letztendlich haben wir uns für eine junge Frau entschieden. Bisher hatten wir immer ein gutes Händchen mit unseren Mieter:innen, diesmal wird es nicht anders sein.
  • In unserem Igelhaus wohnt endlich ein Igel. Wie aufregend! Wir verwöhnen unseren „Borstel“ gern mit Wasser und passendem Futter. Wie sehr Igel unsere Hilfe brauchen, war mir bisher gar nicht bewusst. Gerade in trockenen, warmen Sommern leiden sie. Durch die immer weniger werdenden Insekten müssen Igel auf ungeeignetes Futter wie Schnecken und Regenwürmer ausweichen, die ihnen nicht gut bekommen und sie mit Parasiten verseuchen. Falls es dich interessiert, erfährst du hier mehr darüber.
Unser Igel
  • Die Rostocker Kunsthalle ist nach 2-jähriger Sanierung wieder geöffnet. Wir waren am Neueröffnungswochenende beim Tag der offenen Tür. Zum Glück wurde der Charakter des Gebäude nicht verändert, es wurde nur noch ein bisschen schöner.
Die Rostocker Kunsthalle
  • In Bad Doberan waren wir bei einem Blueskonzert.
  • An zwei Wochenenden hatten wir unsere Kinder zu Besuch. In diesem Monat waren wir schon fast so oft mit unserem Boot unterwegs wie im gesamten letzten Jahr.
Unterwegs mit Katharina und Felix
  • Ich fahre wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit. Durch meine neuen Arbeitszeiten tut mir das zeitlich nicht so weh und ich genieße die Fahrt noch mehr.
  • Die „Boddenrunde“ zu Pfingsten habe ich oben schon kurz erwähnt. Eine Radtour rund um den Saaler Bodden, insgesamt 137 Kilometer. Wir machen das ungefähr einmal im Jahr. Wir fahren früh los und frühstücken auf dem Darss. Meistens in Ahrenshoop in der Bäckerei Hagedorn oder in einem Cafe, manchmal aber auch schon in Neuhaus oder Dierhagen. Dann geht es weiter über Born und Prerow nach Zingst, dort essen wir ein Eis. Dann über die Meiningenbrücke auf die andere Seite des Boddens.
Im Hafen von Bodstedt auf der „unbekannten“ Seite des Saaler Boddens

Diesmal ist uns aufgefallen, dass auch dieses „Hinterland“ touristisch erschlossen wird. Es ist kaum wiederzuerkennen, so viel wurde und wird gerade dort gebaut. Jedes Mal kommen wir auf unserer Boddenrunde auch an Ferienimmobilien vorbei, bei denen wir irgendwann mal ernsthaft darüber nachgedacht hatten, sie zu kaufen. Wir haben es uns dann doch nicht getraut. Heute wissen wir: Es hätte funktioniert. Jedes der Objekte hätten wir schon seit vielen Jahren abgezahlt und wenn wir den heutigen Wert mit dem damals aus heutiger Sicht lächerlichen Kaufpreis vergleichen, wissen wir, was wir falsch gemacht haben. Aber etwas Mut gehört zum Investieren dazu, anderenfalls würde es ja jeder machen.

Worauf ich mich im Juni freue

  • Die Rügen-Rund-Tour über 85 Kilometer.
  • Wir werden die Udo-Lindenberg-Ausstellung in der Rostocker Kunsthalle besuchen.
  • Unser Bürgerbrunch im Rostocker Stadtzentrum mit Freunden und über Hundert anderen Brunchern für einen guten Zweck.
  • Unseren ersten Urlaub des Jahres. Es geht ins Erzgebirge zu einer dreitägigen Radtour, den Stoneman Miriquidi. Au weia, aus dem Flachland in die Berge – und ich habe wieder einmal viel zu wenig trainiert.

Über mich

Astrid Engel

Hey, ich bin Astrid. Auf meinem Blog dreht sich alles um Struktur, Planung, Zeitmanagement und Organisation für Scannerpersönlichkeiten, Multitalente, Multipotentialite und kreative Chaoten. Nenne uns, wie du willst – für mich sind wir einfach „Scanner“.

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