Einen Webtoon erstellen, das klingt erst mal nach einem netten Kreativprojekt für zwischendurch. Drei Toons habe ich schon gebaut. Jedes Mal saß ich stundenlang dran, hin und her, Panel für Panel, und am Ende war ich stolz auf das Ergebnis, aber der Aufwand war nicht akzeptabel. Jetzt will ich wissen: Werde ich schneller bei gleicher Qualität, wenn ich es jeden Tag mache?
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob 30 Tage am Stück überhaupt machbar sind. Vielleicht merke ich nach einer Woche, dass mir die Themen ausgehen. Vielleicht merke ich, dass ich für einen guten Toon einfach mehr Zeit brauche, als ein Tag hergibt. Das will ich herausfinden, indem ich es ausprobiere.
Deshalb ziehe ich im September meine Social-Toon-Challenge durch: 30 Tage, 30 geplante Toons, eine Community im Rücken und ein Blog-Tagebuch, in dem ich ehrlich aufschreibe, was klappt und was nicht.
Das Wichtigste in Kürze:
Thema: Social-Toon-Challenge im September 2026
Ziel: Herausfinden, ob und wie sich das Format Socialtoon in meinen Alltag als Sidepreneurin einbauen lässt, wenn ich es täglich mache
Vorgehen: Mein eigenes Projektbriefing als Leitplanke, ein fester Workflow von der Idee bis zur Veröffentlichung, Themenwelten aus meinen bestehenden Blog-Schwerpunkten, Austausch und tägliche Motivation in einer Skool-Community
Für wen: Für dich, wenn du dich für neue Content-Formate interessierst oder einfach gerne mitverfolgst, wie so ein Experiment in Echtzeit läuft
Tipp vorab: Wenn dich das Format selbst interessiert, schau dir meine ersten drei Toons an, bevor du hier weiterliest. Dann siehst du, wovon ich rede:
Wann sind deine eigenen Vorhaben endlich dran? · Warum vergeht die Zeit so schnell? · Tildas Lese-Challenge: 10 Seiten am Tag
Webtoon erstellen: Warum Social-Toons – und warum jetzt?
Kleine Bildgeschichten zum Scrollen kennst du wahrscheinlich unter dem Begriff Webtoon. Das Format kommt ursprünglich aus Südkorea und hat seine Wurzeln in der Manhwa-Tradition, den koreanischen Comics. Anfang der Zweitausenderjahre haben koreanische Portale angefangen, Comics speziell fürs Scrollen auf dem Bildschirm zu gestalten. Statt klassischer Comicseiten mit Panels nebeneinander gibt es eine lange Bildfolge zum Runterscrollen. Der Name „Webtoon“ gehört inzwischen auch zu einer bekannten Plattform, deshalb spreche ich hier lieber allgemein von Social-Toons oder Bildgeschichten.
Warum das mich jetzt reizt? Ich bin Scannerpersönlichkeit, ich brauche neue Spielwiesen, sonst wird mir langweilig. Text schreibe ich seit Jahren, aber eine Geschichte komplett in Bildern erzählen, mit Panels, Sprechblasen und Tempo, das ist neu für mich. Ich will dabei nicht sofort den perfekten Stil finden, sondern erst mal ausprobieren, was zu mir und vielleicht auch zu dir passt.
Den Anstoß dazu habe ich in der Skool-Community Komm ins Socialtoon bekommen, der ich vor Kurzem beigetreten bin. Dort tausche ich mich während der Challenge aus und hole mir tägliche Motivation. Den eigentlichen Fahrplan, also den Workflow, die Qualitätschecks und die Themenideen, habe ich mir selbst als Projektbriefing zusammengestellt. Ich habe mir schon Notizen gemacht, welche Themenwelten ich zuerst angehen will, aber die Liste ist für mich ein Arbeitsplan, der sich auch ändern kann.
Was am Ende des Monats stehen soll
- 30 veröffentlichte oder zumindest veröffentlichungsfähige Toons
- eine ehrlichere Einschätzung, welche Themen sich für dieses Format eignen und welche nicht
- ein Gefühl dafür, welche Hooks und Einstiege wirklich neugierig machen
- ein erster Eindruck, welcher visuelle Stil zu mir passt, ohne mich schon festzulegen
- die Erkenntnis, welche Toons sinnvoll zu meinen Blogartikeln, Büchern oder Angeboten führen können
Das klingt nach einer langen Liste, aber es geht mir gar nicht darum, alles abzuhaken. Ich möchte mehr über Webtoons oder, wie sie in meiner Community heißen, Socialtoons wissen als heute und lasse mich überraschen, wohin mich die Reise führt.
Wie ich im September konkret vorgehen will
Einen Webtoon erstellen heißt bei mir jeden Tag denselben kleinen Workflow durchlaufen: Erst das Ziel klären, für wen der Toon gedacht ist und wohin er führen soll. Dann Ideen sammeln, bevor ich mich auf eine Geschichte festlege. Danach die Handlung in wenigen Schritten skizzieren, einen Hook testen und erst zum Schluss das Storyboard und die Bilder bauen.
Als roter Faden dienen mir Themenwelten, die zu meinem Blog sowieso schon passen: viele Interessen und zu wenig Zeit, Fokus und Vorhaben, flexible Challenges, Alltag und Gewohnheiten, und das Thema Zeit und erste Male. Ich muss mir also keine komplett neue Welt aus dem Nichts erfinden, ich übersetze nur, was ich schon kenne, in ein neues Format.
Wichtig ist mir: kein starrer Stil für alle 30 Tage. Mal wird ein Toon eher wie eine kleine Szene mit Dialog, mal eher wie ein visueller Gedanke, mal eher gefühlig und ruhig. Ich will bewusst herumprobieren, bevor ich mich für irgendetwas entscheide.
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Was diese Challenge NICHT ist
Diese Challenge ist kein fertiger Kurs zum Thema Bildgeschichten, ich lerne selbst gerade erst. Sie ist auch keine Entscheidung für einen bestimmten Zeichenstil oder ein bestimmtes Tool, das kommt vielleicht erst danach. Sie ist kein Versprechen, dass jeder Toon gut wird, manche werden vermutlich ziemlich mittelmäßig sein, und das gehört dazu. Und sie ist keine Verpflichtung, jeden Toon zur gleichen Uhrzeit oder auf die gleiche Art zu veröffentlichen.
Cheat-Days & Flexibilität
Ich plane bewusst mit einem Cheat-Tag pro Woche, also einem Tag pro Woche, an dem ich pausieren kann, aber nicht muss.
Wenn also ein Tag ausfällt, ist das kein Beweis, dass die Challenge gescheitert ist, sondern einfach ein Tag, an dem etwas anderes wichtiger war. Der nächste Tag ist dann einfach der nächste Einstiegspunkt, ohne Rückstandsgefühl.
Denn: Anders als bei den meisten meiner anderen Challenges fehlt hier ein wichtiges Element: Mini-Aufgaben für Tage, an denen ich wirklich keine Zeit für meine Challenge-Aufgabe habe Jedenfalls nicht mehr als 5 Minuten. Auch wenn mein Kalender für September noch keine solchen Tage zeigt, an denen ich von vornherein komplett „ausgebucht“ bin, weiß ich jetzt schon, dass es diese Tage geben wird.
Mein Mindestgewinn für den September steht aber bereits jetzt fest: Selbst wenn ich nicht an allen 30 Tagen einen Toon schaffe, nehme ich mehr Erfahrung mit dem Format mit, als ich jetzt habe. Zurückfallen auf null ist bei dieser Challenge eigentlich gar nicht möglich.
Wie das Challenge-Tagebuch aufgebaut ist
Ab dem 1. September dokumentiere ich hier täglich meinen aktuellen Toon: den Link zur Geschichte, was an dem Tag gut lief und wo ich gehakt habe. Mal wird das ein längerer Absatz sein, mal nur ein paar Sätze, je nachdem, wie viel Zeit und Kopf ich an dem Tag habe. Lies gerne mit, wenn dich das Format oder mein Prozess interessiert, und schreib mir, wenn dich ein Thema besonders anspricht.
Mein Social-Toon-Tagebuch im September 2026
Tag 1 – 1. September: Casting – Welches Projekt kommt jetzt dran?
17 Projekte stehen zum Casting bereit – und jedes hat gute Gründe, sofort dranzukommen. Nora soll das wichtigste auswählen, doch genau darin steckt der Denkfehler. Ein Social Toon über viele Interessen und die Frage, welches Vorhaben jetzt dran ist.
Casting – Welches Projekt kommt jetzt dran?
Ein großes Projekt, und gleich am ersten Tag, in den nächsten Tagen muss ich wohl etwas kleiner werden – oder effizienter.
Tag 2 – 2. September: Wir lebten seit 15 Jahren in diesem Dorf. Dann merkten wir, dass wir es kaum kannten.
15 Jahre lang kannten wir in unserem Dorf eigentlich nur zwei Straßen. Dann erkundeten wir zwei Tage lang unbekannte Wege – und genau an diese zwei Tage erinnern wir uns bis heute.
Wir lebten seit 15 Jahren in diesem Dorf. Dann merkten wir, dass wir es kaum kannten.
Tag 3 – 3. September: Warum wirkt die neue Idee plötzlich attraktiver?
Mitten im laufenden Projekt taucht eine glänzende neue Idee auf. Nora muss entscheiden: Ist die neue Idee vielleicht doch besser als das Projekt, das ohnehin gerade in einer zähen Phase ist?
Warum wirkt die neue Idee plötzlich attraktiver?
Tag 4 – 4. September: Alles im Schloss der Prinzessin war intelligent – nur DAS nicht
Auch Prinzessinnen müssen sich manchmal gegen dumme Vorurteile wehren. Dieses kennst du vielleicht auch. Lässt sie sich unterkriegen oder findet sie ihren eigenen Weg?
Alles im Schloss der Prinzessin war intelligent – nur eine Annahme nicht
Tag 5 – 5. September: Das Tagebuch der jungen Königin
Im königlichen Archiv entdeckt eine Prinzessin das Tagebuch ihrer Großmutter. Darin begegnet ihr eine junge Frau, die sie so nie kennengelernt hat.
Die Prinzessin und das Tagebuch der jungen Königin
Die ersten fünf Tage meiner Challenge sind vorbei, und ehrlich gesagt, habe ich es mir einfacher vorgestellt. Es dauert so viel länger, als ich von meinen ersten Toons oder Scrollstories, wie ich sie auch nenne, in Erinnerung habe …
Aber die Frage ist ja zum Glück nicht, ob ich weitermache, sondern wie es mir gelingt, es besser hinzubekommen. Schneller. Effizienter.
Was ich bei allem Umsetzungsfrust schon mal sagen kann: Es macht riesig Spaß! Ich bin selbst überrascht, dass ich so viel Lust habe, diese kleinen Geschichten umzusetzen. Erst recht, seitdem ich das Prinzessinnen-Thema für mich entdeckt habe. Was für Geschichten da noch drinstecken …
Inzwischen habe ich herausgefunden, dass die größte Herausforderung darin besteht, die Sprechblasen so zusetzen, dass es gut aussieht. Aber da werde ich mir etwas einfallen lassen. Ich weiß jetzt schon, dass ich damit bald deutlich schneller sein werde.
Tag 6 – 6. September: Die Prinzessin und die passende Kleinigkeit
Ich bin nach wie vor auf dem Prinzessinnen-Trip. Es macht einfach riesigen Spaß, eine so zauberhafte traumschöne Welt mit der Realität und mit Alltagsthemen zu verbinden. Darum geht es in meinem heutigen Social Toon:
Eine Prinzessin sucht eine kleine Aufmerksamkeit für ihre Freundin und entdeckt dabei eine Idee, die neue Erlebnisse und Erinnerungen miteinander verbindet.
Die Prinzessin und die passende Kleinigkeit
Hatte ich mal erzählt, dass ich Gleichstellungsbeauftragte bin?
Tag 7 – 7. September: Die Prinzessin, die ihr Schloss klein dachte
Das ganze Schloss aufräumen? Viel zu groß gedacht. Clara entdeckt, warum Aufräumen leichter wird, wenn aus einer riesigen Aufgabe ein klarer, kleiner Bereich wird.
Die Prinzessin, die ihr Schloss klein dachte
Tag 8 – 8. September: Seit wann räume ich freiwillig auf?
Wo wir gestern schon mal beim Aufräumen waren, geht’s heute gleich weiter damit, nur ohne Prinzessin.
Seit wann räume ich freiwillig auf?
Eigentlich wollte Mira nur lesen. Doch beim Aufräum-Bingo fehlt nur noch ein Feld zur vollen Reihe – und ihre Wunschbelohnung wartet. Ob sie dafür das Buch noch einmal weglegt?
Tag 9 – 9. September: Wenn Belohnungen bei dir nicht funktionieren
Mira will ihre Steuerbelege sortieren, Jana eine Kursanmeldung abschicken. Doch was die eine motiviert, lässt die andere kalt. Ein Toon über zwei Motivationshebel.
Wenn Belohnungen bei dir nicht funktionieren
Tag 10 – 10. September: Die Challenge passte perfekt. Nur nicht in ihr Königreich.
Ein Drittel der Challenge ist schon vorbei, und es ist schon ziemlich herausfordernd. Auch zeitlich. Aber … wer hat schon gesagt dass es einfach sein muss? Mein heutiges Social Toon:
Eine Prinzessin, zehn Treppenläufe und ein voller Regierungstag: Was passiert, wenn eine Challenge mit fester Programmvorgabe nicht zum eigenen Leben passt?
Die Challenge passte perfekt. Nur nicht in ihr Königreich.

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Tag 11 – 11. September: Warum sitzt ein Käse auf meinem Thron?
Prinzessin Clara will ohne Einkaufszettel auskommen. Doch ein kleiner Plausch genügt … und die Liste ist weg. Ob ein Käse auf dem Thron ihrem Gedächtnis auf die Sprünge hilft?
Warum sitzt ein Käse auf meinem Thron?
Tag 12 – 12. September: Der Mantel, der im Laden blieb
Es geht weiter. Mein heutiger Social Toon:
Ein Mantel, der perfekt sitzt. Ein Zettel, der im entscheidenden Moment aus der Tasche fällt. Und ein Zitat, das plötzlich mehr ist als ein schöner Satz.
Der Mantel, der im Laden blieb
Tag 13 – 13. September: Wann ist Kleidung wirklich teuer?
Mein heutiger Toon:
Ein 360-Euro-Blazer wirkt auf den ersten Blick teuer. Aber ist er das wirklich, und ist die 20-Euro-Bluse tatsächlich das größere Schnäppchen?
Wann ist Kleidung wirklich teuer?
Tag 14 – 14. September: Die vierzehnte Geschichte – warum Accountability wirkt
Heute mal wieder einen Prinzessinnen-Toon:
Am vierzehnten Abend hat Clara keine Geschichte. Doch im Hof warten die Menschen. Ein Social Toon darüber, warum Accountability Scannerpersönlichkeiten beim Dranbleiben hilft.
Die vierzehnte Geschichte – warum Accountability wirkt
Nach wie vor läuft es nicht wie am Schnürchen, immer wieder erstaunlich, was für Fehler passieren können … und es gibt immer wieder neue. Na mal sehen, was ich noch so alles erlebe 😊
Tag 15 – 15. September: Halloween im Schloss: Wenn Aufgaben Punkte bringen
Prinzessin Clara macht aus der Festvorbereitung ein Punktespiel. Der Hofmeister hält das für Spielerei, bis er sieht, was längst erledigt ist. Ein Social Toon über Gamification im Alltag.
Halloween im Schloss: Wenn Aufgaben Punkte bringen
Tag 16 – 16. September: Der erstaunlich lebendige Ideenfriedhof
Auf dem Dachboden will Tilda nur Zeichenstifte holen. Dann erwachen alte Vorhaben wieder zum Leben – und plötzlich stellt sich die schwierigere Frage: Was ist jetzt wirklich dran?
Der erstaunlich lebendige Ideenfriedhof
Tag 17 – 17. September: Warum man Putzen niemals abhaken kann
Warum fühlt sich Putzen nie fertig an? Mira erkennt: Nicht ihre Arbeit war zu wenig, sondern die Aufgabe zu groß. Konkrete Putzaufgaben entlasten den Kopf und lassen sich wirklich abhaken.
Warum man Putzen niemals abhaken kann
Tag 18 – 18. September: Warum du nicht bei A anfangen musst
Heute geht es um ein wunderbares Kreativitätstool.
Anja hält sich bei ihrer ABC-Liste an die Reihenfolge – und kommt nicht weiter. Erst ein alter Randhinweis bringt ihre Gedanken wieder in Bewegung.
Warum du nicht bei A anfangen musst
Tag 19 – 19. September: Die Hantel gewinnt … vorerst
Nach einer Trainingspause erschrickt Prinzessin Clara über ihre verlorene Kraft. Dann erinnert sie sich: Dank Muskelgedächtnis beginnt sie nicht wieder bei null.
Die Hantel gewinnt vorerst – eine kleine Geschichte über das Muskelgedächtnis.
Tag 20 – 20. September: Claras Foto-Challenge
Ein Ast ruiniert Claras Porträt. Ein vergessenes Fotobuch zeigt ihr, wie schon ein einziger Tipp den Unterschied macht – und bringt sie auf eine 30-Tage-Foto-Challenge.
Claras Foto-Challenge: Der Ast im Hintergrund
Tag 21 – 21. September: Eine Projektpause kostet dich mehr als nur Zeit
Clara hat denselben Gartenplan dreimal begonnen. Als sie erkennt, was jede Unterbrechung zusätzlich kostet, findet sie eine Lösung für Projekte, die sie bisher immer wieder abgelenkt haben.
Eine Projektpause kostet dich mehr als nur Zeit
Tag 22 – 22. September: 30 Tage ohne Süßigkeiten? Clara hörte nur: nie wieder Kuchen.
Clara hält 30 Tage ohne Süßigkeiten erst für einen Abschied für immer. Dann merkt sie: Eine Challenge ist nur ein Versuch. Danach darf sie neu entscheiden.
30 Tage ohne Süßigkeiten? Clara hörte nur: nie wieder Kuchen.
Tag 23 – 23. September: Einen Tag verpasst – Challenge vorbei?
Clara verpasst einen Tag ihrer Zeichenchallenge und sieht sofort den Nachholberg. Dann erinnert sie sich: Es geht nicht um die perfekte Reihe, sondern ums Wiedereinsteigen.
Einen Tag verpasst – Challenge vorbei?
Tag 24 – 24. September: Wie immer? Heute nicht.
Heute mal ultrakurz. Mit Absicht. Darum geh’s:
Im Stammcafé bestellt sie seit Jahren dasselbe. Heute nimmt sie die Aprikosentarte. Ein kleines erstes Mal mitten im Alltag.
Tag 25 – 25. September: Das Rätsel lag vor ihr. Die Antwort hing hinter ihr.
Sie wollte das Rätsel selbst lösen. Dann kippte das Wasserglas und die Antwort hing plötzlich direkt hinter ihr. Lust auf die nächste Knobelei?
Das Rätsel lag vor ihr. Die Antwort hing hinter ihr.
Tag 26 – 26. September: Sie fragte nach der Altersgrenze und bekam …
Ein Anruf, eine Altersgrenze und eine schiefe Schale: Ihr erster Töpferkurs läuft anders als gedacht. Die Schale behält sie trotzdem.
Sie fragte nach der Altersgrenze und bekam eine Zahl, die sie nicht meinte.
Tag 27 – 27. September: Wie aus 42 Radkilometern eine Buchidee entsteht
Er trägt 42 Radkilometer ein, um sein Jahresziel im Blick zu behalten. Sie sieht im Kalender den Anfang einer Buchidee und fragt sich: Was zählt außer den Kilometern?
Wie aus 42 Radkilometern eine Buchidee entsteht
Tag 28 – 28. September: Deine nächste Challenge? Vielleicht steht sie im Vorratsschrank.
Clara findet vergessene Linsen und macht mit zwei Möhren und einem Brotrest mehr daraus: ein Abendessen und eine 30-Tage-Challenge zum Aufbrauchen ihrer Vorräte.
Deine nächste Challenge? Vielleicht steht sie im Vorratsschrank.
Tag 29 – 29. September: Wochenlang keine Zeit. Dann: 7 Minuten.
Der Riss in Claras Bluse ist klein. Ihr „Später“ begleitet sie dagegen mehrere Wochen. Am Abend vor der Reise greift sie beim Kofferpacken ausgerechnet nach dieser Bluse. Und jetzt?
Wochenlang keine Zeit. Dann: 7 Minuten.
Tag 30 – 30. September: Challenge geschafft. Warum zeichnet sie weiter?
Clara hat nach 30 Tagen ihre Zeichenchallenge beendet. Am nächsten Morgen liegt der Stift trotzdem wieder in ihrer Hand. Elin wundert sich: War die Challenge nicht gestern vorbei?
Challenge geschafft. Warum zeichnet sie weiter?
Fazit am Monatsende – wie ist meine Social-Toon-Challenge gelaufen?
30 Social Toons in 30 Tagen: Im September wollte ich herausfinden, ob sich kleine Bildgeschichten in meinen Alltag als Sidepreneurin einbauen lassen. Vorher hatte ich bereits drei Toons erstellt. Sie hatten mich jeweils Stunden gekostet, und hinterher war ich stolz, aber auch ziemlich erschöpft. Würde tägliches Üben die Sache einfacher machen?
Der Monat hat mir darauf eine ziemlich klare Antwort gegeben: Ich kann aus meinen Themen Bildgeschichten entwickeln. Es macht mir Spaß. Aber eine verlässlich schnelle Produktion ist daraus noch nicht geworden.
Der gesamte Prozess war sogar so aufwändig, dass ich es gerade so geschafft habe, mein Ergebnis in meinem Update festzuhalten – mehr nicht. Es war ja nicht so, dass mir nicht genug durch den Kopf gegangen war, was ich normalerweise in meinem täglichen Update festgehalten hätte. Diesmal war das einfach nicht drin. Deshalb gibt es hier ein längeres Fazit.
Ich bin mit einem eigenen Projektbriefing und einem Themenpool gestartet.
Viele Interessen, aufgeschobene Vorhaben, flexible Challenges, Gewohnheiten, kleine Schritte und erste Male: Stoff war aus meinen Blogthemen genug vorhanden. Die Liste gab mir Orientierung, ohne die Reihenfolge festzuschreiben.
Für jeden Toon habe ich zuerst geklärt, welchen Gedanken er vermitteln und wohin er führen sollte. Dann kam das Brainstorming mit ChatGPT: mögliche Situationen, Konflikte und Wendungen. Aus der gewählten Geschichte wurden Skript, Storyboard und schließlich die Bilder mit Sprechblasen. Dazu kamen Titelbild, Beschreibung, Keywords und ein passender Übergang zu einem Blogartikel, Buch oder Freebie. Hinter „jeden Tag eine kleine Bildgeschichte“ steckte also ein ganzer Produktionsprozess.
Besonders gern habe ich mit Clara und der hellen Palastwelt gearbeitet. Alltägliche Probleme in dieser Umgebung zu erzählen, hat mir Spaß gemacht. Eine Prinzessin kann schließlich auch ein Vorhaben verschieben, an einer Routine scheitern oder wochenlang keine Zeit für eine kleine Nähreparatur finden. Die ungewohnte Kulisse brachte Abstand und Humor in vertraute Situationen.
Gut funktioniert haben konkrete, überschaubare Geschichten. Eine gerissene Naht, ein verpasstes Vorhaben, die Entscheidung zwischen dem üblichen Kuchen und etwas Neuem: Solche Situationen lassen sich zeigen. Bei abstrakten Gedanken musste ich stärker darauf achten, dass daraus tatsächlich eine Handlung wurde und keine bebilderte Erklärung.
Auch kurze Toons konnten tragen.
Dafür brauchte ich keine bestimmte Panelzahl, sondern einen verständlichen Einstieg, eine Veränderung und einen passenden Schluss. Weniger Panels bedeuteten außerdem weniger Gelegenheiten für Bildfehler.
Die öffentliche Ankündigung hat mir beim Dranbleiben geholfen. An Tag 14 hatte ich mehrere Ideen verworfen und noch keine überzeugende Geschichte. Genau daraus entstand schließlich ein Toon darüber, warum dieser Toon überhaupt existierte. Mein eigenes Problem wurde zum Stoff. Gleichzeitig zeigte mir dieser Tag, welchen Druck ein tägliches Ergebnis erzeugen kann, obwohl ich mir anfangs ausdrücklich Ausnahmen erlaubt hatte.
Der mühsamste Teil war die Qualitätskontrolle.
Figuren, Kleidung und Gegenstände blieben zwischen den Bildern nicht zuverlässig gleich. Ein Flyer sah plötzlich anders aus, eine Tarte wechselte die Größe, ein aufgeschlagenes Buch war verzerrt. Dazu kamen Sprechblasen über Gesichtern, schlecht eingepasste Texte und Blasenspitzen, die nicht richtig saßen.
Das waren keine belanglosen Schönheitsfehler. Sie störten die Geschichte und machten zusätzliche Korrekturrunden nötig. Besonders ärgerlich war es, wenn ChatGPT etwas als fertig bezeichnete und ich beim Durchsehen sofort wieder Fehler fand. Ich musste sehr genau prüfen, statt mich auf die angekündigte Endkontrolle verlassen zu können. An manchen Tagen wurde die Produktion dadurch so langwierig, dass sie mit meinem übrigen Alltag und meinem Training konkurrierte.
Tag 15 zeigte mir, dass es besser gehen konnte.
Die Grundlagen waren früh geklärt, die Entscheidungen dokumentiert und die Produktion lief zügiger. Daraus entstand der „Tag-15-Modus“: Ich entscheide über Geschichte, Richtung und wesentliche Gestaltung. Handwerkliche Details und Reparaturen soll die KI danach selbstständig erledigen.
Dieser Ablauf war ein Fortschritt. Allerdings musste ich später wiederholt daran erinnern. Ein dokumentierter Prozess hilft nur, wenn er tatsächlich eingehalten wird.
Im Laufe des Monats wurden deshalb auch meine Anforderungen genauer. Titel mussten auf dem Smartphone lesbar sein, Sprechblasen sauber sitzen und wiederkehrende Gegenstände zusammenpassen. Mit dem Hooks-Flüsterer habe ich Titel geprüft und nachgeschärft. Dabei reichte mir eine gute Bewertung allein nicht: Der Titel musste neugierig machen und genau das versprechen, was die Geschichte auch einlöste.
Wertvoll ist außerdem, dass die Geschichten nach ihrem jeweiligen Tag weiter nutzbar bleiben. Aus den Toons sind Pinterest-Pins entstanden; später habe ich sie auch für Karussells und Reels aufgegriffen. Damit habe ich Material geschaffen, auf das ich zurückgreifen kann. Ob es zuverlässig mehr Newsletteranmeldungen oder Buchverkäufe bringt, lässt sich aus der Produktion allein allerdings nicht ableiten.
Mein wichtigstes Ergebnis ist deshalb die Erfahrung mit dem gesamten Ablauf: Ich weiß besser, welche Themen sich erzählen lassen, welche Bildwelt mir gefällt und wo die KI Unterstützung bietet. Ich kenne aber auch die Stellen, an denen ich selbst genau hinschauen muss.
Für ein zeitlich begrenztes Lernexperiment war die tägliche Produktion aufschlussreich. Als dauerhafte Routine wäre mir dieser Aufwand zu hoch. Social Toons bleiben für mich ein interessantes Format – besonders dann, wenn die Geschichte klar begrenzt ist und ich vorhandene Figuren, Referenzen und Abläufe nutzen kann.
Ich bin mit dem Ziel gestartet, Bildgeschichten zu machen. Im Laufe des Monats habe ich mindestens genauso viel darüber gelernt, wie ich mit KI arbeiten muss, damit aus einer guten Idee ein brauchbares Ergebnis wird. Die Bilder kann sie erzeugen. Was die Geschichte sagen soll und wann sie wirklich fertig ist, musste ich entscheiden.
Würde ich dir empfehlen, selbst einen Webtoon zu erstellen?
Ja, wenn du Lust hast, eine Idee als kleine Bildgeschichte zu erzählen und dich auf das Ausprobieren einzulassen. Ich würde allerdings mit einer einzigen kurzen Geschichte anfangen. Schon dabei merkst du, ob dir diese Art des Erzählens liegt. Die KI nimmt dir einiges ab, aber für Entscheidungen und Korrekturen solltest du Zeit einplanen. Mir hat das Format Spaß gemacht. Jeden Tag einen neuen Toon zu produzieren, wäre mir auf Dauer zu viel.
Ich habe es geschafft: Im September sind tatsächlich alle 30 Social Toons entstanden. Damit habe ich mein Produktionsziel erreicht. Meine eigentliche Frage war aber, ob sich das Format auch gut in meinen Alltag als Sidepreneurin einbauen lässt. Darauf fällt die Antwort gemischter aus: Die Geschichten haben mir Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt. Der tägliche Aufwand war allerdings hoch und trotz verbesserter Abläufe nicht zuverlässig planbar.
Wenn du selbst gerade überlegst, wie du mehr von deinen eigenen Vorhaben durchziehst, statt sie nur zu planen: In „Challenge dich glücklich“ findest du über 100 Challenge-Ideen für sechs Lebensbereiche, die du einfach und spielerisch durchziehen kannst. Hier geht’s zum Freebie:

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Und du? Hast du schon mal ein komplett neues Format ausprobiert, nur um zu sehen, ob es zu dir passt?

Über mich. Ich bin Astrid – Ingenieurin, Scannerin, chronische Ideensammlerin. Ich hab tausend Interessen und zu wenig Zeit für alle. Deshalb schreibe ich für Menschen wie mich: Die viel vorhaben, sich aber nicht verzetteln wollen. Auf meinem Blog zeige ich, wie kleine Challenges und klare Routinen helfen, Dinge umzusetzen, ohne den Spaß am Ausprobieren zu verlieren. Mehr über mich erfährst du hier.






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