Morgens soll es bei mir schnell gehen. Ich will nicht lange überlegen, welche Kombination passt, sondern sofort ein Outfit haben, in dem ich mich wohlfühle. Anfangs habe ich mir deshalb meine Lieblingskombis einfach in ein Notizbuch geschrieben. Lange Zeit war das mein kleines System – und es hat funktioniert. Aber irgendwann habe ich gemerkt: Das Ganze wäre digital viel praktischer. Ich wollte Outfits nicht nur festhalten, sondern auch wiederfinden, wenn mir mal die Inspiration fehlt.
Also habe ich mich auf die Suche nach einer App gemacht. Damals war die Auswahl noch überschaubar, vor allem für Android. Und so bin ich bei YourCloset gelandet – und geblieben.
Spannend: Das Thema Cost per wear war für mich zunächst gar nicht wichtig. Aber durch die App habe ich angefangen, meine Kleidung nicht nur nach dem Look, sondern auch nach ihrem tatsächlichen Wert im Alltag zu betrachten.
Warum ich überhaupt YourCloset nutze
Kennst du das auch? Dein Schrank ist voll, aber wenn du morgens davorstehst, denkst du: „Ich habe nichts zum Anziehen.“ 🙈 Genau an diesem Punkt war ich vor einigen Jahren. Ich wollte endlich den Überblick behalten – nicht nur über die Anzahl meiner Teile, sondern auch darüber, was ich wirklich trage und was einfach nur Platz frisst.
Mein Ziel war klar: weniger Fehlkäufe, mehr Klarheit. Und genau dabei bin ich über die App YourCloset gestolpert. Damals gab es zwar schon verschiedene Kleiderschrank-Apps, aber für Android war YourCloset für mich die beste Wahl. Also habe ich mich entschieden, mit dieser App zu starten – und bin bis heute dabei geblieben.
Klingt perfekt, oder? Und irgendwie ist es das auch – zumindest zum Teil. Ich nutze die App seit vielen Jahren, habe also reichlich YourCloset Erfahrungen gesammelt. Aber: Ich bin ganz ehrlich – nicht alles daran ist ideal. Manche Funktionen liebe ich, andere ignoriere ich komplett. Und inzwischen gibt es garantiert spannende Alternativen, die mehr können als YourCloset. Trotzdem: Für mich hat die App einen echten Unterschied gemacht.
Sie hat mich nicht nur dazu gebracht, meinen Schrank strukturierter zu sehen, sondern auch, mein Einkaufsverhalten bewusster zu reflektieren. Und sie begleitet mich bis heute – sogar täglich.
Was YourCloset kann – und was ich davon nutze
In der Theorie klingt die YourCloset App wie ein Rundum-Organisationswunder für den Kleiderschrank. Und tatsächlich: Sie bringt viele Funktionen mit, die auf den ersten Blick super klingen.
👉 Das kann die App:
- Fotos deiner Kleidung hochladen und manuell freistellen
- Teile in Kategorien und Unterkategorien sortieren (z. B. Tops, Hosen, Jacken)
- Preis und Kaufdatum eintragen → Basis für den Cost per wear
- Outfits zusammenstellen und direkt im Kalender planen
- Outfit-Vorschläge generieren (auf Basis deiner vorhandenen Teile, ohne KI)
- Packlisten für Reisen erstellen
- Statistiken: z. B. welche Teile du am häufigsten oder seltensten getragen hast
- Zusatzfunktionen wie Shopping-Liste, Status, Farbwahl & Scanner
So viel zur Theorie. Aber wie sieht’s bei mir in der Praxis aus?
Ganz ehrlich: Ich nutze längst nicht alles. Meine Fotos sind nicht perfekt – kein Freistellen, keine neutralen Hintergründe, Hauptsache, ich erkenne das Teil. Kategorien? Habe ich mir vorgenommen, aber bis heute nicht wirklich durchgezogen. Auch den Status (getragen, ungetragen usw.) setze ich nicht konsequent.
Die Farbwahl habe ich bisher ignoriert, weil meine Bilder eher „schnell gemacht“ sind. Den integrierten Farbscanner müsste ich eigentlich mal ausprobieren. Was ich dagegen tatsächlich nutze: Packlisten – die finde ich für Reisen sehr praktisch.
Andere Funktionen wie die Shopping-Liste oder die Outfit-Vorschläge lasse ich links liegen, weil sie mir im Alltag keinen Mehrwert bringen. Ach ja: Die App ist komplett auf Englisch und lässt sich leider nicht auf Deutsch umstellen – für mich kein großes Problem, aber vielleicht für manche ein Hindernis.
Für mich zählt am Ende vor allem die Möglichkeit, meine Teile zu erfassen und den Cost per wear über Jahre hinweg zu verfolgen. Alles andere ist eher Bonus – oder bleibt bei mir ungenutzt.
Die Stärken für mich persönlich
Auch wenn mich bei YourCloset manches nervt, hat die App für mich klare Vorteile – sonst hätte ich sie sicher nicht so lange genutzt. Die Stärke der App liegt für mich vor allem in der Langzeit-Perspektive und der Routine, die sie ermöglicht.
👉 Das sind meine Highlights:
1. Statistik über Jahre hinweg
Ich habe inzwischen mehrere Jahre Daten in der App gesammelt – und das ist für mich Gold wert. Ich kann sehen, welche Kleidungsstücke mich lange begleiten und welche fast ungetragen bleiben. Diese Übersicht könnte ich mit einem Notizbuch oder Notion nur sehr aufwendig nachbilden.
2. Cost per wear – eingeschränkt, aber spannend
Ganz ehrlich: Hier wäre mehr drin. Ich sehe den Cost per wear nicht bei jedem Teil, sondern nur in den Statistiken – bei den 25 Teilen mit dem höchsten und den 25 Teilen mit dem niedrigsten Wert. Das ist oft spannend (manchmal auch ziemlich ernüchternd 😅), aber eben nicht die ganze Wahrheit. Gerade das fehlt mir: eine übersichtliche Darstellung für alle Teile. Trotzdem: Diese Zahlen geben mir immer wieder Denkanstöße, welche Käufe sich gelohnt haben – und welche nicht.
3. Tägliche Routine
So verrückt es klingt: Ich öffne die App tatsächlich jeden Tag. Nicht, weil ich es muss, sondern weil es Teil meiner Routine geworden ist. Abends kurz eintragen, was ich getragen habe – fertig. Dieser kleine Schritt sorgt dafür, dass ich dauerhaft den Überblick behalte, ohne dass es mich stresst.
4. Packlisten für Reisen
Hier punktet die App für mich eindeutig: Ich nutze die Packlisten-Funktion regelmäßig, weil sie mir beim Kofferpacken richtig viel Zeit und Nerven spart.
Für mich liegt der Vorteil von YourCloset also weniger in einem „perfekten“ digitalen Kleiderschrank, sondern in den Zahlen über die Jahre und in der Struktur, die mich am Ball bleiben lässt.
Welche Alternativen gibt es zu YourCloset?
Als ich mit YourCloset angefangen habe, war die Auswahl an Kleiderschrank-Apps für Android ziemlich überschaubar. Inzwischen gibt es aber einige spannende Alternativen, die teilweise moderner wirken oder andere Schwerpunkte setzen. Wenn du also Lust bekommst, so eine App auszuprobieren, könnte auch eine andere Lösung besser zu dir passen.
👉 Acloset (iOS & Android)
- modernes, übersichtliches Design
- Fotos werden automatisch freigestellt
- Outfit-Vorschläge mit KI
- Berechnung von Cost per wear
- Fokus auf Nachhaltigkeit („Buy less, wear more“)
👉 Whering (iOS & Android)
- ebenfalls mit KI-Outfit-Vorschlägen
- Möglichkeit, Secondhand-Käufe & nachhaltige Marken einzubinden
- sehr starker Fokus auf bewussten Konsum
- in UK sehr beliebt und in vielen Medien empfohlen
👉 Stylebook (nur iOS)
- Klassiker unter den Kleiderschrank-Apps
- besonders stark beim Outfits planen & Packlisten erstellen
- kein automatischer Cost per wear, dafür sehr vielseitig
👉 Cladwell (iOS, Abo-Modell)
- weniger Statistik, mehr Stylinghilfe
- gibt dir Outfit-Inspirationen für den Alltag
- besonders interessant für Minimalismus-Fans
Mein Eindruck:
Jede App setzt ihre eigenen Schwerpunkte:
- YourCloset punktet mit Langzeit-Statistik und einfacher Struktur
- Acloset und Whering mit moderner Optik und KI-Outfits
- Stylebook und Cladwell mit Stil-Inspiration und Capsule-Wardrobe-Ansatz
Wichtig ist am Ende, dass du eine App findest, die zu dir passt. Ob das YourCloset ist oder eine modernere Alternative – probier’s einfach aus.
Fazit – Zwischen Statistik, Alltag und Aha-Effekten
YourCloset ist sicher nicht die modernste App auf dem Markt – aber für mich seit Jahren ein treuer Begleiter. Mein digitaler Kleiderschrank sieht nicht aus wie aus der Werbung, meine Fotos sind zweckmäßig statt perfekt. Doch genau das macht den Unterschied: Die App funktioniert zuverlässig, gibt mir Klarheit und zeigt mir Statistiken, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte.
Besonders spannend finde ich den Blick auf den Cost per wear – auch wenn er nur eingeschränkt dargestellt wird. Allein dieser kleine Einblick hat schon oft dafür gesorgt, dass ich mein Konsumverhalten kritisch hinterfragt habe.
Und klar: Es gibt inzwischen Alternativen, die moderner aussehen, mehr Komfort bieten oder mit KI arbeiten. Aber für mich war und ist YourCloset eine App, die gut zu meiner Art passt: pragmatisch, beständig, unkompliziert.
👉 Mein Tipp für dich: Probier’s einfach aus. Ob mit YourCloset oder einer anderen App – wichtig ist nicht die perfekte Lösung, sondern dass du einen Weg findest, deinen Kleiderschrank-Inhalt bewusster zu nutzen. Schon nach kurzer Zeit wirst du merken, wie sehr dich so ein System unterstützt: mehr Übersicht, weniger Fehlkäufe und mehr Freude an den Teilen, die du wirklich trägst.
Die 10 wichtigsten Key Takeaways
- YourCloset ist eine Android-App, die deinen Kleiderschrank digitalisiert.
- Du kannst Kleidung fotografieren, Kategorien anlegen und Outfits planen.
- Preis und Kaufdatum lassen sich eintragen – Grundlage für den Cost per wear.
- Die App zeigt Statistiken, allerdings nur eingeschränkt (Top 25 / Flop 25).
- Fotos müssen manuell freigestellt werden, kein automatisches KI-Tool.
- Die App ist nur auf Englisch verfügbar und lässt sich nicht umstellen.
- Manche Funktionen (Status, Farben, Shopping-Liste) wirken in der Praxis wenig nützlich.
- Praktisch: Packlisten für Reisen und einfache Outfitplanung.
- Alternativen wie Acloset, Whering, Stylebook und Cladwell bieten teils modernere Funktionen.
- Wichtig ist nicht die perfekte App – sondern, dass du ein System findest, das für dich funktioniert.
3 Tipps für den Start mit YourCloset (oder einer anderen App)
- Starte klein: Erfasse erstmal nur deine Lieblingsteile – nicht gleich den ganzen Schrank.
- Nutze die App alltagstauglich: Fotos müssen nicht perfekt sein, Hauptsache, du erkennst die Teile.
- Vergleiche Apps: Teste verschiedene Lösungen und finde heraus, ob dir Statistik, Optik oder Outfit-Inspiration wichtiger ist.
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