50 Ideen, um Glaubenssätze aufzulösen – mein persönlicher Werkzeugkoffer

27. August 2025
Glaubenssätze auflösen

Ich beschäftige mich immer mal wieder mit dem Thema Glaubenssätze. Du weißt schon – diese Gedanken, die uns blockieren, ohne dass wir genau wissen, woher sie eigentlich kommen. Oft sind sie uns gar nicht bewusst, und trotzdem haben sie Einfluss darauf, wie wir handeln oder eben nicht handeln.

Ich finde das spannend, nicht weil ich es schon durchdrungen hätte, sondern weil es mir im Alltag ständig begegnet. Mal ganz leise, mal sehr deutlich. Und fast immer steckt hinter meinem Zweifel oder Zögern ein alter Glaubenssatz.

Hier sind einige Fragen, Übungen, Gedanken und kleine Methoden – alles, was hilfreich sein könnte, wenn ich merke, dass ich an einem inneren Satz festhänge. Manche davon habe ich ausprobiert, anderes liegt einfach noch in meiner Sammlung und wartet auf seinen Moment.

Herausgekommen ist so etwas wie ein Werkzeugkoffer, aus dem man sich bedienen kann. Hier sind 50 Ideen daraus. Vielleicht spricht dich das eine oder andere an. Nimm mit, was dir gerade passt – und lass den Rest einfach liegen.

Erkennen, was passiert – und warum

15 Ideen zum Beobachten, Reflektieren, Nachspüren

  1. Auf innere „Abers“ achten. Wenn Gedanken auftauchen wie: „Ich würde ja gern, aber…“, lohnt es sich hinzuschauen. Was genau steckt hinter dem Aber?
  2. Gedanken aufschreiben. Nicht als schönes Tagebuch, sondern eher wie eine Gedankenausleerung. Manchmal zeigt sich beim Schreiben, was einen wirklich blockiert.
  3. Fragen, woher der Gedanke kommt. Ist das ein eigener Gedanke – oder übernommen? Von Eltern, Schule, Umfeld?
  4. Den Satz mit „Ich glaube, dass…“ einleiten. So lässt sich ein automatischer Gedanke als Glaubenssatz enttarnen. „Ich glaube, dass ich nicht gut genug bin“ klingt anders als „Ich bin nicht gut genug“.
  5. Körpersignale wahrnehmen. Körper und Emotionen geben Hinweise: Enge im Brustkorb, ein Kloß im Hals – oft deutet das auf innere Widerstände hin.
  6. Perspektivwechsel: Was würde ich einer Freundin raten? Wenn jemand anders diesen Gedanken hätte – würde ich ihn bestätigen?
  7. Wiederholung als Hinweis. Wenn sich ein bestimmter Gedanke ständig wiederholt, könnte ein tieferer Glaubenssatz dahinterstecken.
  8. Das Gegenteil denken: Was wäre, wenn das Gegenteil wahr wäre? „Ich bin mutig genug, das zu schaffen“ – einfach mal reinspüren.
  9. Vermeidung als Signal. Wenn man bestimmte Dinge immer wieder aufschiebt, könnte es hilfreich sein zu fragen: Wovor genau habe ich Angst?
  10. Auf pauschale Formulierungen achten. „Ich bin nie gut in…“, „Alle anderen können das besser“ – solche Aussagen lohnen sich zu hinterfragen.
  11. Der Wunsch, sich erklären zu müssen. Wer sich oft rechtfertigt, ist vielleicht selbst noch nicht überzeugt.
  12. Nützt mir dieser Gedanke? Statt zu fragen, ob etwas „wahr“ ist – lieber: „Hilft mir das, weiterzukommen?“
  13. Meinung oder Tatsache? „Ich kann das nicht“ ist meistens keine Tatsache, sondern eine Überzeugung – manchmal nicht mal die eigene.
  14. Laut aussprechen. Ein Gedanke wirkt oft ganz anders, wenn man ihn laut ausspricht – dann zeigt sich, wie absurd er eigentlich ist.
  15. Ehrlich hinschauen. Manchmal wissen wir sehr genau, dass wir uns selbst im Weg stehen. Dann braucht es keinen neuen Trick – nur ein bisschen Ehrlichkeit.

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Freundlicher werden mit dir selbst

10 Ideen für mehr Selbstmitgefühl, Ruhe und Nachsicht

Manchmal reicht es nicht, den Glaubenssatz zu erkennen. Gerade wenn er tief sitzt, bringt es wenig, ihn einfach „wegzudenken“. Was in solchen Momenten hilft: sich selbst gegenüber freundlicher zu werden. Oft reicht ein kleiner Perspektivwechsel.

  1. Den inneren Tonfall bemerken. Wie spricht die Stimme im Kopf? Würde man so mit einem Freund reden? Wenn nicht, wäre ein anderer Ton vielleicht hilfreicher.
  2. Eine kleine Pause machen. Manchmal ist es besser, nicht gleich zu reagieren. Eine Minute ruhig sitzen, durchatmen, nichts tun – das kann schon viel verändern.
  3. Sich selbst die Erlaubnis geben. Es ist okay, Fehler zu machen. Langsam zu sein. Zweifel zu haben. Man darf.
  4. Wissen: Niemand hat alles im Griff. Jeder kämpft mit etwas. Sich das bewusst zu machen, hilft gegen den Druck, alles allein schaffen zu müssen.
  5. Nett zu sich selbst sein. Eine Tasse Tee. Ein Spaziergang. Früh schlafen gehen. Sich selbst gut behandeln, auch wenn man gerade nicht „funktioniert“.
  6. Sich selbst schreiben. Ein Brief an das eigene Ich – so, wie man einem lieben Menschen schreiben würde. Das kann überraschend viel Mitgefühl wecken.
  7. Sich innerlich in den Arm nehmen. Auch wenn es nur eine Vorstellung ist – sich selbst symbolisch zu umarmen, kann beruhigen und stärken.
  8. Den Fokus auf kleine Erfolge legen. Nicht immer das große Ziel sehen. Sondern bemerken, was heute gut war – auch wenn es nur ein Schritt war.
  9. Aushalten, dass nicht alles sofort besser wird. Gedankenmuster brauchen Zeit. Es ist okay, wenn es nicht gleich „weg“ ist.
  10. Den Anspruch loslassen, alles lösen zu müssen. Man darf auch einfach mal sagen: „Ich weiß gerade nicht weiter. Und das ist okay.“

Denken in Bewegung bringen

15 Ideen zum Umdenken, Ausprobieren und Weiterdenken

Manchmal hilft es, den Gedanken nicht zu bekämpfen, sondern ihm neue Impulse zu geben. Alte Glaubenssätze verlieren an Kraft, wenn neue Denkmuster dazukommen – ganz ohne Zwang oder Drama. Einfach ausprobieren, was das Denken ein bisschen in Bewegung bringt.

  1. Eine Gegenfrage stellen. „Ist das wirklich so?“ – eine einfache Frage, aber oft ein Türöffner für neue Perspektiven.
  2. Mit Gedanken experimentieren. Was wäre, wenn ich das Gegenteil glauben würde? Nur für einen Tag? Wie würde ich mich verhalten?
  3. Einen neuen Satz ausprobieren. Nicht als Affirmation zum Auswendiglernen, sondern als Möglichkeit: „Ich kann neugierig sein, auch wenn ich noch nicht alles weiß.“
  4. Einen Gedanken bewusst umformulieren. Aus „Ich schaffe das nie“ wird „Ich habe es noch nicht geschafft“ – das macht einen Unterschied.
  5. Mit Bildern arbeiten. Wie sieht der Glaubenssatz aus? Wie groß ist er? Welche Farbe hat er? Das kann Distanz schaffen.
  6. Humor einsetzen. Sich selbst nicht ganz so ernst nehmen. „Na klar, Frau Quatschkopf, reden Sie sich ruhig weiter klein – ich mach trotzdem weiter.“
  7. Eine andere Perspektive einnehmen. Was würde eine Freundin denken? Oder jemand, den ich bewundere? Die Sicht von außen hilft oft, innere Blockaden zu lösen.
  8. Bewegung nutzen. Spazieren gehen, tanzen, strecken – oft bewegt sich im Kopf etwas, wenn sich der Körper bewegt.
  9. Neue Wörter finden. Statt „Scheitern“ lieber „Lernen“. Statt „Angst“ vielleicht „Vorsicht“. Sprache prägt Denken.
  10. Einen kleinen Perspektivwechsel im Alltag machen. Links statt rechts gehen, woanders sitzen, etwas Ungewohntes tun. Bringt oft mehr Schwung ins Denken, als man denkt.
  11. Fragen statt Antworten suchen. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Eine gute Frage kann mehr bewegen als eine schnelle Antwort.
  12. Einen alten Gedanken übertreiben. Manchmal hilft es, den inneren Kritiker ins Lächerliche zu ziehen. „Ich bin die unfähigste Person auf diesem Planeten“ – klingt plötzlich gar nicht mehr so überzeugend.
  13. Ein Gedankenexperiment starten. Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich diesen Gedanken gar nicht hätte? Was wäre dann möglich?
  14. Laut sagen, was man denkt. Gedanken wirken anders, wenn sie ausgesprochen werden. Manchmal entlarven sie sich dann von selbst.
  15. Dem Gedanken einen Platz geben – aber nicht das Kommando. Er darf da sein. Aber er muss nicht bestimmen, was du tust. Das ist ein Unterschied.

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Handeln trotz Zweifel

10 Ideen, wie man losgehen kann – auch wenn der Glaubenssatz noch da ist

Manchmal lässt sich ein Gedanke nicht sofort auflösen – und trotzdem will man ins Handeln kommen. Der Glaubenssatz darf noch da sein, aber er muss nicht bestimmen, was als Nächstes passiert. Hier ein paar Möglichkeiten, wie man trotzdem aktiv wird.

  1. Eine Mini-Mutprobe wagen. Ein kleiner Schritt, der gerade noch geht. Nicht der große Sprung – nur ein kurzes Ausprobieren.
  2. Für eine Sache entscheiden. Nicht für immer – einfach für den nächsten Schritt.
  3. Hilfe annehmen. Man muss nicht alles allein schaffen. Fragen, sich Feedback holen, sich begleiten lassen – das ist keine Schwäche.
  4. Sich selbst ein Versprechen geben. „Ich mache das – auch wenn ich nicht weiß, ob es klappt.“ Ein Satz mit viel Wirkung.
  5. Nicht auf das perfekte Gefühl warten. Mut fühlt sich oft nicht mutig an. Meistens eher wie Herzklopfen.
  6. Das Ziel verkleinern. Was wäre eine Version von „Erfolg“, die heute erreichbar ist? Vielleicht einfach nur: Ich hab’s versucht.
  7. Einen kleinen Rahmen setzen. „Ich mache das jetzt 10 Minuten.“ Mehr nicht. Oft reicht das, um anzufangen.
  8. Die Angst mitnehmen. Sie darf mitkommen, aber nicht ans Steuer.
  9. Ein gutes Ritual vor dem Tun. Musik, ein bestimmter Satz, ein fester Ort – Rituale erleichtern den Einstieg.
  10. Nicht auf das Warten fixieren. „Wenn ich mich besser fühle, dann…“ – wartet man ewig. Besser: einfach trotzdem anfangen.

Kein „fertig“, aber viele Möglichkeiten

Ich glaube nicht, dass man irgendwann alle Glaubenssätze aufgelöst hat und dann komplett frei davon ist. Vielleicht gibt’s Menschen, bei denen das so ist – bei mir jedenfalls nicht. Bei mir tauchen sie immer mal wieder auf.

Aber: Ich erkenne sie inzwischen schneller. Und ich habe eine Sammlung an Möglichkeiten, die mir helfen. Nicht jede passt immer. Aber irgendwas funktioniert fast immer – wenn ich bereit bin, genau hinzuschauen und mir selbst zu begegnen, ohne gleich eine Lösung erzwingen zu wollen.

Zum Weiterlesen:

Was sind limitierende Glaubenssätze und wie wirst du sie als Scannerpersönlichkeit los?

10 wichtigste Takeaways aus dem Artikel

  1. Glaubenssätze tarnen sich oft als „Realität“ – genau hinzuschauen lohnt sich.
  2. Es gibt keine perfekte Methode, aber viele kleine Möglichkeiten.
  3. Schreiben hilft, Gedanken zu sortieren und Muster zu erkennen.
  4. Selbstmitgefühl ist eine Grundlage für Veränderung.
  5. Neue Gedanken entstehen nicht durch Zwang, sondern durch Spielraum.
  6. Es ist okay, nicht alles sofort zu „lösen“.
  7. Kleine Schritte sind wertvoll – besonders, wenn der Zweifel laut ist.
  8. Bewegung im Körper kann Bewegung im Kopf auslösen.
  9. Du musst nicht auf Klarheit warten, um anzufangen.
  10. Man darf zweifeln – und trotzdem handeln.

Meine 3 Lieblings-Tipps zum Schluss

  1. Führe ein „Gedankennotizbuch“ Notiere dir Gedanken, die dich blockieren – und was du dazu ausprobiert hast. Das schafft Überblick.
  2. Wähle eine Idee pro Woche Statt alles auf einmal: Nimm dir jede Woche eine neue Idee aus der Liste und probiere sie bewusst aus.
  3. Sprich darüber Teile deine Erfahrungen mit jemandem, dem du vertraust. Manchmal hilft allein das Aussprechen, um Klarheit zu bekommen.

Dieser Blogbeitrag ist übrigens an Tag 7 der TCS-Blogdekade im August 2025 entstanden.

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Astrid Engel

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