Ein Staubsaugroboter ist Luxus … oder etwa doch nicht?

Wenn es um Staugsaugroboter geht, scheiden sich die Geister. Einige schwören darauf – so wie ich – andere nicht. Und wenn du den Preis eines Staubsaugroboters mit dem eines Bodenstaubsaugers oder eines Handstaubsaugers vergleichst, wirst du den Staubsaugroboter vielleicht als teuren Luxus wahrnehmen. Doch du möchtest Zeit sparen – deshalb weißt du, dass hier neben den Kosten noch eine andere Ressource gegenzurechnen ist: deine Zeit.

„Mein Staubsaugroboter ist eine der besten Investitionen, die ich je getätigt habe“ – so lautete eine Aussage in dieser Podcast-Folge von Madame Moneypenny. Die beste Investition deshalb, weil die ca. 500 Euro, die der Staubsaugroboter gekostet hat, sich durch die Zeitersparnis vielfach bezahlt gemacht hat.

Diese Rechnung geht nur auf, wenn der Staubsaugroboter tatsächlich eine echte Alternative zu deinem bisherigen Staubsauger ist.

Die 3 häufigsten Vorbehalte gegen Staubsaugroboter

Argumente gegen Staubsaugroboter habe ich schon einige gehört. Zu den 3 häufigsten Vorbehalten teile ich hier meine eigenen Erfahrungen. Hier sind sie:

#1 Der Staubsaugroboter kommt nicht in die Ecken.

Ich selbst hatte einen der ersten Staubsaugroboter. Ich glaube, das war um das Jahr 2000 herum. Das Gerät hat nicht lange gehalten, war ziemlich laut und ließ tatsächlich in den Ecken Schmutz liegen. Nach diesem Reinfall waren wir erst einmal fertig mit dem Thema.

Im Jahr 2015 startete ich einen neuen Versuch, es war im Jahr 2015. Es sollte ein besonders flaches Modell, damit es unter unser Sofa passt. Ich entschied mich für ein Gerät, das es heute nicht mehr gibt. Es kostete ca. 250 Euro und hatte im Onlineshop sehr gute Bewertungen, vor allem für sein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Diesmal waren wir positiv überrascht. Die Entwickler der Staubsaugroboter hatten in den letzten 15 Jahren ganze Arbeit geleistet.

Unser neuer Staubsaugroboter hatte mehrere rotierende Außenbürstchen, die den Staub im Bereich von ca. 3 cm außerhalb des Staubsaugrobtors unter das Gerät schoben, so dass er dort aufgesaugt werden konnte. Auf diese Weise werden nicht nur die Ecken gesäubert, sondern auch viele andere kritische Stellen. Besser bekommt es ein Hand- oder Bodenstaubsauger auch nicht hin, jedenfalls nicht mit der normalen Bodendüse.

Das war also geklärt. Was könnte noch gegen einen Staubsaugroboter sprechen?

#2 Einen Handstaubsauger oder Bodenstaubsauger benötige ich trotzdem noch

Stimmt, unseren alten, kabelgebundenen Handstaubsauger haben wir für alle Fälle als Ersatz behalten. Allerdings kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wann er das letzte Mal im Einsatz war.

Zusätzlich haben wir uns aber einen Akku-Handstaubsauger zugelegt. Wir wollten ein kabelloses Gerät haben, mit dem wir die Treppe oder Polstermöbel absaugen können – dazu eignet sich ein Staubsaugroboter tatsächlich nicht.

Nach unseren guten Erfahrungen mit unserem aktuellen Staubsaugroboter haben wir uns auch für das Obergeschoss ein weiteres Gerät angeschafft. Genaugenommen haben wir nun also 4 Staubsauger.

#3 Ich sauge lieber selbst

Ja, auch diese Aussage habe ich schon gehört. Und ich habe die Antwort so interpretiert: Meine Abneigung gegen das regelmäßige Staubsaugen ist nicht so groß, dass ich Geld dafür ausgeben würde, es nicht mehr zu machen. Das ist absolut in Ordnung.

Mir persönlich geht es allerdings so, dass ich zwar auch ganz gern staubsauge, allerdings nur dann, wenn ich Lust und Zeit dafür habe. Und das ist nicht so oft, wie sich Krümel und Staub auf dem Boden verteilen. Genau deshalb liebe ich diesen kleinen Helfer, der völlig autark Dinge erledigt, die sonst regelmäßig auf meiner To-do-Liste stehen würden.

Das sind meine Erfahrungen mit dem Staubsaugroboter

Ich selbst möchte nie wieder auf einen Staubsaugroboter verzichten. Jahrelang hat er tagsüber, während unserer Abwesenheit selbstständig unsere Fußböden gesaugt. Seit einem Jahr, seitdem Hannes tagsüber zu Hause ist, saugt er nachts. Wir haben ihn so programmiert, dass er nur in der Zeit von Montag bis Freitag „unterwegs“ ist. Am Sonnabend und Sonntag starten wir ihn je nach Bedarf manuell. Das Einzige, was ich noch damit zu tun habe, ist das Leeren des Staubbehälters und das gelegentliche Wechseln der Bürsten oder das Reinigen der Sensoren.

Wir haben das oben beschriebene Gerät von 2015 vor einigen Jahren durch einen Staubsaugroboter von Xiaomi ersetzt. Dieser Roboter meldet sich von selbst, wenn Verschleißteile auszutauschen sind, der Staubbehälter voll ist oder er sich irgendwo festgefahren hat. Er „spricht“ dann mit uns, zusätzlich werde ich über die App benachrichtigt.

Manchmal verrücke ich Dinge, die bei uns herumstehen, etwa Blumentöpfe, Stehlampe, Bodenvase. Damit will ich sicherstellen, dass unser Staubsaugroboter wirklich überall herankommt.

Unser Staubsaugroboter zwingt uns dazu, unsere Fußböden möglichst freizuhalten. Wir haben uns schnell daran gewöhnt, täglich alles wegzuräumen, woran sich unser Staubsaugroboter verheddern könnte. Schon deshalb stehen bei uns keine Schuhe im Weg und es liegen keine Kleinteile herum, die der Staubsaugroboter aufsaugen könnte.

Das hat folgenden positiven Nebeneffekt: Ein Fußboden, auf dem nichts herumliegt, vermittelt einen aufgeräumten Gesamteindruck. Außerdem lässt sich ein Fußboden ohne Schmutz, Krümel und Staubpartikel viel einfacher feucht wischen.

Gibt es auch etwas, was mich am Staubsaugroboter stört?

Der einzige Wermutstropfen ist die Geräuschkulisse. Unsere Saugroboter wurden im Laufe der Zeit immer lauter, vor allem auf harten Böden. Wenn niemand zu Hause ist, stört es nicht. Aber das, was manche Werbung vermittelt – nämlich dass der Staubsaugroboter saugt, während man im gleichen Raum etwas anderes macht, kann ich mir nicht gut vorstellen. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Staubsaugroboter keine High-end-Modelle sind. Unsere aktuellen Staubsaugroboter werden nicht die letzten gewesen sein – bei einer Neuanschaffung werde ich darauf achten, dass sie besonders leise sind. Dafür würde ich auch in ein höherpreisiges Modell investieren.

Fazit: Du ahnst es schon – für mich ist ein Staubsaugroboter kein Luxus. Die höheren Kosten für unser gesamtes „Staubsaugequipment“ wiegen für mich den Zeitgewinn und den Gewinn an Lebensqualität locker auf.

Dieser Beitrag ist am Tag 1 der Blogdekade von TheContentSociety entstanden. 10 Blogartikel in 10 Tagen – so lautet die Challenge.

4 Kommentare

  1. Hallo liebe Astrid,
    das ist ja mal ein spannender Beitrag. Danke dafür! Ich scheue mich noch vor einem Saugroboter. Einfach weil die Wohnung zu klein ist und dafür zu viele Hindernisse, wie Stühle & Co. im Weg stehen. Davon abgesehen, ist mein Staubsauger sogar noch teurer als der Saugroboter, weil er ein völlig anderes System hat und Teppiche in der Tiefe reinigt. Bis ich ihn hatte, wusste nicht, welcher Dreck in einem Teppich stecken kann 🙁

    Liebe Grüße,
    Marita

    1. Liebe Marita,
      ganz herzlichen Dank für dein Feedback. Du hast völlig recht, ich habe wahrscheinlich „Äpfel mit Birnen verglichen“, da es bei Staubsaugrobotern ebenso wie bei anderen Staubsaugertypen eine breite Spanne bei Preis und Funktionalität gibt.
      Der Saugroboter umfährt ja Möbelteile sehr elegant, aber wenn die Beine von Stühlen etc. so eng stehen dass der Saugroboter nicht durch die Lücken passt, dann ist es tatsächlich ein Problem. Ich verrücke regelmäßig alles, was bei uns herumsteht, damit alle Bereiche immer mal gesaugt werden.
      Dein Staubsauger ist bestimmt stärker als der Staubsaugroboter. Nur wird er nicht von allein saugen. Du könntest den Saugroboter für „alle Tage“ allein saugen lassen und dafür die Tiefenreinigung mit deinem Staubsauger in größeren Abständen durchführen.
      Voraussetzung wäre natürlich, dass sich der Saugroboter in deiner Wohnung etwas bewegen kann.

      Liebe Grüße von der Ostsee
      Astrid

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