Mein flexibler Putzplan: Wie diese 15-Minuten-Challenge mein Leben erleichtert

Mein flexibler Putzplan

Wenn du viele Interessen und Hobbies hast, vielleicht dein eigenes Business aufbaust, ein Herzensprojekt umsetzen oder Familie, Beruf und Freizeit unter einen Hut bekommen willst, kennst du das vielleicht. Es gibt einfach Zeiten, da muss man Prioritäten setzen und Dinge hintenanstellen, die momentan nicht so entscheidend sind. Bei mir war das ganz oft der Haushalt, obwohl ich schon immer ein sauberes und aufgeräumtes Umfeld haben wollte. Doch wenn ich die Wahl hatte, wofür ich meine Zeit einsetze, verlor die Hausarbeit meistens gegen die wichtigeren oder attraktiveren Optionen. Dafür begleitete mich ständig das schlechte Gewissen, weil mein Haushalt nur selten meinen eigenen Ansprüchen entsprach. Erst mein flexibler Putzplan änderte alles für mich. Das war im Jahr 2015. Seitdem läuft der Haushalt so nebenbei …

Was ich alles versucht habe, um mich mit dem Haushalt anzufreunden

Ob als Single, alleinerziehende Mutter oder als Familie: Jahrelang habe ich alles Mögliche ausprobiert, um die Hausarbeit (bzw. meinen Anteil daran) einigermaßen erträglich für mich zu gestalten. Hier sind die wichtigsten Phasen:

  • Hilfe von außen. Zeitweise hatten wir eine Putzhilfe, die wöchentlich für 2-3 Stunden ins Haus kam. Das war eine tolle Unterstützung, aber auf Dauer konnten und wollten wir uns das finanziell nicht leisten. Und so richtig wohl habe ich mich damit auch nicht gefühlt, jemand anders für mich putzen zu lassen. Außerdem blieb das vorherige Aufräumen ja doch …
  • Ein wöchentlicher Putztag. Dann gab es Phasen, in denen ich jeden Samstag mehrere Stunden mit dem Putzen verbrachte. Bis ich mein Putzprogramm abgearbeitet hatte, war der größte Teil des Tages weg. Manchmal kam aber auch etwas dazwischen und ich konnte nicht so lange putzen wie nötig. Da staute sich einiges auf. Das war also auch nicht die Lösung … Die schlimmste Erfahrung in dieser Phase: Der Putzerfolg war nur von kurzer Dauer. Zwar konnte ich mich am Sonntag noch über das blitzblanke Ergebnis freuen, aber kurz danach war nicht mehr viel davon zu sehen. Meine Laune rutschte auf den Tiefpunkt wenn ich den Eindruck hatte, dass jemand sich nicht genug vorsah in den frisch geputzten Räumen.
  • Ignorieren, solange es geht. Phasenweise habe ich einfach versucht, wegzuschauen. Doch ich konnte mir nicht einfach einbilden, dass es sauber ist, obwohl das Gegenteil der Fall war. Vor allem machte mir der Versuch, den Schmutz zu ignorieren, nur immer wieder bewusst, was ich gerade alles vor mir herschiebe und welcher Berg sich täglich weiter auftürmt.

Ich kannte auch die Empfehlung, jeden Tag ein Zimmer zu putzen. Doch das erschien mir damals recht unpraktisch. Nach einem langen Arbeitstag wollte ich lieber noch etwas Zeit mit der Familie verbringen. Eine Putzaktion nach dem Abendessen einzuschieben, wenn die Kinder endlich im Bett sind, dazu war ich dann doch nicht bereit.

Wie mein flexibler Putzplan entstand

Nach vielen Jahren des Ausprobierens und des „intuitiven“, sprich planlosen Putzens begann ich, Bücher zum Thema zu lesen und im Internet nach Tipps zu suchen. Ich probierte alles Mögliche aus, experimentierte und übernahm viele Ideen. In dieser kreativen Phase empfand ich den Haushalt überhaupt nicht als Zeitverschwendung!

Im Internet fand ich viele Anregungen für Putzpläne: Tagesroutinen, wöchentliche Routinen, monatliche Routinen usw. Vieles davon war sehr wertvoll für mich.

Den Durchbruch brachte für mich im Jahr 2015 ein Youtube-Video über eine tägliche 15-Minuten-Challenge, das ich heute leider nicht mehr finden kann. Dort wurde eine tägliche Routine beschrieben, die ich so in Erinnerung habe:

  • Einen Timer auf 15 Minuten stellen
  • In dieser Zeit durch die Wohnung gehen und so schnell es geht alles aufräumen, was in dieser Zeit zu schaffen ist
  • Diese tägliche Challenge unter allen Umständen umsetzen, sie ist nicht verhandelbar!

Diese Routine fand ich sehr interessant, auch wenn ich sie in der beschriebenen Form dann doch nicht umsetzte. Aber sie bildete die Grundlage für das System, das ich mir daraufhin geschaffen habe und mit dem ich bis heute glücklich und zufrieden bin: meinen flexiblen Putzplan.

Mein flexibler Putzplan löst endlich alle meine Probleme

Mein seit dem Jahr 2015 bewährter flexibler Putzplan ist ebenfalls eine tägliche 15-Minuten-Challenge, aber ich habe sie etwas abgewandelt. Sie sieht so aus:

  • Ich stelle mir einen Timer auf 15 Minuten
  • In diesen 15 Minuten erledige ich hochkonzentriert eine oder mehrere Putzaufgaben, die sich in dieser Zeit umsetzen lassen
  • Anschließend hake ich die Aufgaben in meiner Liste ab
  • Diese Routine erledige ich an jedem Wochentag, ohne Ausnahme – und zwar gleich morgens!

Das ist schon alles.

Wenn es sich jetzt für dich so anhört, als würde ich mit 15 Minuten Hausarbeit täglich auskommen, muss ich dich enttäuschen. Schön wär‘s …

Tägliche Routineaufgaben wie das Ausräumen der Geschirrspülmaschine, Kochen, Wäsche waschen, Mülleimer leeren … diese Dinge fallen trotzdem an – und zwar zusätzlich. Aber das sind Dinge, die bei mir bisher ohnehin „nebenher“ laufen.

Meine persönliche 15-Minuten-Challenge umfasst ausschließlich Reinigungstätigkeiten, die nicht täglich erledigt werden müssen: Staub wischen, Bäder putzen, Kühlschrank reinigen, Böden wischen, Waschmaschine entkalken, Türen abwischen usw.

Auch das Staubsaugen der Böden läuft bei mir außerhalb der 15-Minuten-Challenge, denn ich habe einen Saugroboter. Ich habe ihn so programmiert, dass er nur dann saugt, wenn er nicht stört. Jahrelang war das am Vormittag, inzwischen lasse ich ihn nachts saugen.

In meiner 15-Minuten-Challenge ist auch das Fensterputzen nicht enthalten, weil ich das lieber im Block erledige und in 15 Minuten nicht viel schaffen würde. Außerdem ist es oft noch dunkel, wenn ich morgens meine Putzroutine erledige. Ein weiterer Grund ist mein elektrischen Fenstersauger, mit dem ich morgens die Nachbarn stören würde.

5 Gründe, warum mein flexibler Putzplan perfekt zu mir passt

Heute kann ich sagen, dass mein flexibler Putzplan aka meine 15-Minuten-Challenge mein Leben von Grund auf verändert hat. Ich ziehe ihn seit 2015 konsequent durch und optimiere nach und nach immer noch etwas. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum diese Methode so wertvoll für mich ist:

  1. Ich starte jeden Morgen mit einem kleinen Erfolgserlebnis in den Tag. Ich habe schon frühmorgens etwas getan, was mein Leben schöner macht.
  2. Man unterschätzt manchmal, was man in 15 Minuten erreichen kann. Die 15 Minuten für meine Challenge kann ich immer erübrigen, egal wieviel ich gerade um die Ohren habe.
  3. Mein flexibler Putzplan passt sich meinen Lebensumständen an. Normalerweise schiebe ich am Wochenende oder in der Woche noch weitere „Putzblöcke“ ein, wenn ich Zeit (und Lust) dazu habe. Gerne auch mal ganze Putztage. Aber es gibt eben auch Phasen, in denen mir das nicht gelingt. Dann sorgt meine 15-Minuten-Challenge dafür, dass sich nicht so viel auftürmt.
  4. Auch wenn es gerade so richtig stressig bei mir ist und ich außer meiner 15-Minuten-Challenge keine Zeit fürs Putzen finde, erledige ich jeden Morgen das, was mich am meisten stört. Früher war es so, dass meine Panik vor der nächsten großen Putzaktion von Tag zu Tag wuchs, wenn ich Fingerspuren, Schmutzränder und sonstiges sah. Jetzt sage ich mir einfach: Cool, das ist morgen früh dran … (oder ich mache es sofort)
  5. Es ist jetzt zwar seltener komplett clean wie früher, kurz nach meinen gelegentlichen Putzmarathons, dafür bleibt der Zustand auch dann einigermaßen akzeptabel, wenn gerade wenig Zeit ist und andere Dinge im Vordergrund stehen.

Fazit: Zusammenfassend kann man sagen, dass diese kleine Routine den Druck von mir genommen hat. Die Hausarbeit bleibt zwar, aber sie diktiert nicht mehr mein Leben. Sie passt sich mir an, nicht umgekehrt. Ich habe gelernt, sie anzunehmen.

Möchtest du wissen, wie du deinen eigenen flexiblen Putzplan entwickelst? Hier habe ich eine Anleitung veröffentlicht.

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